{"title":"Blumen","description":null,"products":[{"product_id":"kamelien-yamanaka-shuhan-山中秋帆-1832-1892","title":"Kamelien | Yamanaka Shūhan 山中秋帆 | 1832-1892","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eVon diesem Maler sind keine biografischen Details habhaft. Seine Wertschätzung wird vor allem bewiesen durch seine Teilnahme an einem Gemeinschaftswerk mit den berühmtesten Malern von Kyoto in seiner Zeit. Das Bild stellt die Sechzehn Arhats (Chinesische Weisen und Heilige) dar und befindet sich im Metropolitan Museum in New York.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDieses Kamelien-Bild, das als Rollbild zu einem Paneel umgestaltet wurde, zeigt eindeutig die ästhetische Verankerung des Malers in der Tradition der Shijō-Schule, die in Kyoto im 19. tonangebend war. Die Sorgfalt der Formatgestaltung, die Akzente mit geöffneten Blumen und das Spiel mit den Knospen und den verschieden farbigen und vielgestaltig geformten Blättern entspricht vollkommen der Syntax dieser Stilrichtung. Yamanaka Shūhans Malerei ist weniger von den modernisierenden Trends des späteren 19. Jahrhunderts beeinflusst als von der klassischen Kunst des 18. und frühen 19. Jahrhunderts.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003eEr ist in seiner Zeit kein Neuerer, sondern ein talentierter Traditionalist.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKamelien sind eigentliche Winterblumen in Japan. Wenn alle Büsche in den Parks und Gärten kahl sind, setzen die Kamelien mit ihren dunklen fleischigen Blättern und den intensiv farbigen Blütenblättern kräftige Akzente in die Landschaft. In Japan gibt es viele Sorten von Kamelien in unterschiedlichen Rottönen, auch rosa, schneeweiß oder weiß-rot gesprenkelt etc. Die Kamelie ist eine traditionell symbolische Blume: Da die Blüte als Ganzes vom Stängel fällt, erinnerte sie die Samurais ans Geköpftwerden und wurde deshalb nie in ihren Gärten angepflanzt.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"37cm x 98cm \/ Seide auf Holzpaneel","offer_id":54077391700353,"sku":"200731 D4","price":2300.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_2786.jpg?v=1740518702"},{"product_id":"herbstblumen-gedicht-秋草の歌-mokuan-shoto木庵性瑫-1611-1684","title":"Herbstblumen Gedicht 秋草の歌 | Mokuan Shōtō 木庵性瑫 | 1611-1684","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eMokuan Shōtō ist einer der prominenten chinesischen Mönche, die in den Wirren nach dem Ende der Ming-Zeit in China (1644) nach Japan geflohen sind und – gleichsam als Kulturbotschafter - in Kyoto bewundernde Aufnahme gefunden haben. Sie bauten 1661 den Manpukuji-Tempel in Uji bei Kyoto und gründeten die Ōbaku-Schule.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Kalligrafie auf diesem Bild ist also chinesisch, und der Inhalt mutet auch eher festländisch an. Das Gedicht weist jene typische chinesische Gelehrten-Geisteshaltung auf: Man genießt es, in einem Pavillon weit weg vom Trubel der Städte zu sein, freut sich an Natur und Landschaft und gibt sich Trinkfreuden hin (Musikfreunde kennen diese Gestimmtheit aus Mahlers „Lied von der Erde“). Der kalligrafierte Text ist: \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e万事人間都撥置\u003c\/span\u003e\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e不知花下且\u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'Malgun Gothic',sans-serif; mso-bidi-font-family: 'Malgun Gothic';\"\u003e䘖\u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e盃\u003c\/span\u003e, in modern japanischer Übersetzung: \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e何事も人間はすべて捨てて顧みない盃を咥えながら花の下にいる事を知らない\u003c\/span\u003e.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eAlle weltlichen Dinge schiebe ich beiseite; denke nicht daran und trinke nur unter Blumen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eMan muss ein solches Gedicht eines Priesters, der als Flüchtling viel Leid erfahren hat und sich nach Japan retten konnte, so verstehen: Er freut sich, in Frieden einen japanischen Herbst genießen zu können und fühlt sich wohl in seiner Retraite draußen in der Natur.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDass das Bild mit dem Herbst im Zusammenhang steht, lehrt uns die gemalte Blume, eine Aster (aster amellus), die in China und auch in Japan als Symbol für Beständigkeit und Reinheit gilt und speziell als Herbstblume bekannt ist. Das Insekt gehört zu den Feldheuschrecken (acrididae), wie sie in Asien in warmen Gegenden sehr verbreitet sind.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Balance von den zwei Gedicht-Zeilen neben der Unterschrifts-Zeile (mit sorgfältig gesetzten Stempeln darunter) und dem schilfartigen Gras, das gleichsam die Herbstblume schützend überdacht und umgibt, strahlt eine Harmonie aus, die der chinesische Priester in Kyoto wohl tief empfunden hat.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"55cm x 186cm \/ Papier","offer_id":54959327478145,"sku":"150927 HB3","price":3500.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_4787.jpg?v=1762683274"},{"product_id":"pfingstrose-tani-buncho-谷文晁-1762-1840","title":"Pfingstrose | Tani Bunchō 谷文晁 | 1762-1840","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eTani Bunchō ist einer der brillantesten Künstler im frühen 19. Jahrhundert; er war buchstäblich in allen Stilen bewandert wie kaum ein anderer Zeitgenosse.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKreisbilder sind in Japan nicht so häufig zu finden wie in chinesischer Malerei – wenn dieses Format in Japan gewählt wurde, spürt man oft eine konkrete Anlehnung an chinesische Ästhetik. Dieses Moment ist hier nur insofern auszumachen, als Pfingstrosen in der japanischen Tanz- und Kabuki-Welt der Inbegriff chinesischer Prachtentfaltung sind. Doch beim Künstler Bunchō kann man sich denken, dass er sich ganz einfach überlegte, wie er eine voll aufgeblühte Pfingstrose formal am wirkungsvollsten zur Geltung bringen könnte.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eTani Bunchō wählte das Kreisformat, wusste aber, dass dessen grundsätzliche Problematik im Mangel an innerer Dynamik liegt: das Zentrum eines Kreises saugt alle Kraftströme in sich auf. Es sei denn, man meide mit dem Motiv das Zentrum: Bunchō entscheidet sich hier für die Dynamik-inhärente Spirale, denn er beginnt (das Ziffernblatt zur Orientierung gewählt) bei 5 mit dem holzigen Zweig. Dieser teilt sich bei 6 in zwei Bätterzweige, deren einer links unten Laub entfaltet, während der andere in zwei Zweigen für die Grünblätter-Pracht links und rechts der Blüte verantwortlich ist. Der Hauptzweig trägt dann die Blüte, deren fein strukturiertes Dunkelrosa-Zentrum weder auf der horizontalen noch der vertikalen Zentralachse des Kreises zu liegen kommt. Mit dieser freien, unabhängigen Zentrumswahl der grandiosen weiß-rosa Blüte und mit all den Mikro-Bewegungen der grünen Blätterästchen vibriert diese virtuose Blütenmalerei, ohne vom Format in irgendeiner Weise blockiert zu werden.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e \u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"37cm x 148cm \/ Seide","offer_id":55423295521153,"sku":"190827 GA3","price":1800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_57982.jpg?v=1773409805"},{"product_id":"pfingstrosen-kano-tanyu-狩野探幽-1602-1674","title":"Pfingstrosen | Kanō Tanyū 狩野探幽 | 1602-1674","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDieses Pfingstrosenbild trägt eindeutig die Signatur und den Stempel von Kanō Tanyū, doch da dieser Meister einer der gesuchtesten Maler des 17.Jhs war, hatte er auch ein großes Atelier mit vielen Künstlern, die sich von ihm ausbilden ließen und denen in großen Bildern Aufgaben zugewiesen wurden. Möglich, dass auch an diesem prachtvollen Werk Mitarbeiter beteiligt waren. Dennoch entdeckt man in diesem Bild viel Originalität. Es weist eine ganz spezielle Komposition auf, die nur von einem Genie wie Tanyū stammen kann: Kein zweitrangiger Maler würde eine feuerrote Pfingstrose, die seltsamerweise auf einem weißen Pfingstrosenstock wächst - künstlerische Freiheit geht auch in Japan vor Naturtreue! - als emotional verstandene Kraft hinter den Blättern verstecken. Dieses Rot greift auf die etwas höher links sich entfaltenden Blüten über und färbt sie rosa. Dieses Rosa hat Vermittlungsfunktion, denn zwei weitere Blüten brillieren in makellosem Weiß als wunderbarem Kontrast zum intensiven Rot der verdeckten Blüte. Der Felsen, hinter dem der Päonien-Busch aufragt, hat die solide Steinstruktur, die für Tanyū typisch ist – in vielen Bildern erkennt man die Handschrift dieses Meisters an der Art, wie er Felsen malt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Montierung ist antik und in hervorragendem Zustand.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e    \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"67cm x 222cm \/ Seide","offer_id":55775684002177,"sku":null,"price":2400.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_6646.jpg?v=1780905095"},{"product_id":"pfingstrosen-am-bach-anonym-fruhes-20-jh","title":"Pfingstrosen am Bach | anonym | frühes 20. Jh.","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDieses Paar von Holzpaneelen entstand als Umgestaltung eines Stellschirmpaares, das vermutlich im Kontext der Teezeremonie verwendet wurde. Vom Material und vom Stil her kann man vermuten, dass es Ende des 19. anfangs des 20. Jahrhunderts entstanden ist. Wie so oft bei Stellschirmen, fehlen eine Signatur und jeglicher Hinweis auf eine Datierung.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eMit Sicherheit handelt es sich hier um eine zu Dekorationszwecken geschaffene Malerei. Der professionelle Maler war vertraut mit einer natürlich wirkenden formalen Anordnung der Blumengruppe an einem Bach, der sich durch die Landschaft schlängelt. Die beiden Bilder wirken krampflos beherrscht bis ins Detail. Die Pfingstrosen sind duftend wiedergegeben, und das grüne Blattwerk ist elegant um die prachtvollen Blüten gruppiert. Die Felsen sind in bester Kanō-Manier gemalt, und der Wasserlauf erinnert an Bilder der Rinpa-Schule.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie zwölf Bilder wurden sorgfältig aus dem\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003eStellschirm extrahiert und leicht restauriert. Sie wurden dann auf eine dünne Holzplatte aufgezogen. Die je sechs Holztafeln wurden je auf einem Holz-Paneel vereinigt, das mit einem hauchdünnen Blatt einer japanischen Zeder furniert wurde. Mit der wunderschönen Maserung dieses Holzes wird das Natürliche und Unbeschwerte dieser Malerei akzentuiert.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e \u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"22(x12)cm x 56cm | 2x 6-Bilder Paneel \/ Papier","offer_id":55775701336449,"sku":null,"price":3600.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_6625.jpg?v=1780905617"},{"product_id":"reiher-und-pfingstrosen-auf-goldgrund-anonym-18-jh","title":"Reiher und Pfingstrosen auf Goldgrund | anonym | 18.Jh.","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDieses Bild stammt wahrscheinlich von einem mehrfältigen Stellschirm – nur ein einziges Bild ist überliefert. Es ist unsigniert, wie das im 17.\/18.Jh. durchaus üblich war, auch wenn die Autorschaft erwähnenswert gewesen wäre. Vom Stil her denkt man am ehesten an Kanō-Schule, die seit dem 15. Jahrhundert die Paläste und großen Tempel mit prachtvollen Schiebetüren- und Stellschirm-Malereien bediente.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDer Einsatz von Gold als Hintergrund ist nicht nur eine Frage des Wunsches nach Prunk. Das Innere von Tempeln und Schlössern pflegte recht dunkel zu sein. Gold jedoch reflektierte spärliches Sonnen- oder Kerzenlicht und schuf im Raum eine warme Atmosphäre. Bei alten Vergoldungen, wie dieser, treten die Formen der quadratischen Folien, mit denen man vergoldete, deutlich hervor und strukturieren auf lebendige Weise die schimmernde Fläche.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e       \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eAuf diesem Bild ist die Goldebene nicht nur Hintergrund; oben, in der Mitte und unten werden Wolkengebilde angedeutet, die allerdings völlig irreal sind – sie haben eine ausschließlich dekorative Funktion. Dieses konzis grafische Element steht im Kontrast zu den verschiedenen Ebenen von Realismus in den Binsen und Pfingstrosen im unteren Teil des Bildes. Die Zeichnung der Schilfblätter ist sehr realistisch – nicht so sehr ihre Farbe: man dürfte eigentlich ein frisches Grün erwarten zur Zeit, wenn die Pfingstrosen blühen. Grün sind im Prinzip auch die Blätter der Pfingstrosen, doch ein zentrales Blatt unten übernimmt das unwirkliche Beige der Schilfblätter, womit klar wird, dass der Maler rein bildnerisch denkt: Er braucht ein lichtvolles Gegengewicht zum weißen Reiher im Goldhimmel. Dieser ist in der Darstellung vollkommen isoliert und deshalb kompakt gefasst: Er ist mit den offenen Flügelspitzen und den schwarzen Füßen einem Dreieck einbeschrieben, das als geometrische Form immer Fasslichkeit und Stabilität verspricht.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDer weiße Reiher ist in Asien ein Sinnbild für Geistigkeit, Reinheit und Harmonie. Die Pfingstrose ist Symbol für Pracht und Reichtum. Beide Elemente zusammen sichern Glück und Wohlbefinden im Leben.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Malerei mag nicht mehr so brillant sein wie sie vor 250 Jahren war. Aber gerade die Patina erzeugt einen Ausdruck von Vornehmheit, die auch die Neumontierung bestimmte: Ein edles Kiefernadelgrün mit einem feinen Brokat-Rahmen soll das Bild mit Ruhe und Eleganz fassen.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"58cm x 205cm \/ Papier","offer_id":55775800721793,"sku":"251017 AEJ 3","price":3800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_6681.jpg?v=1780907649"},{"product_id":"diptychon-lotus-hine-taizan-日根對山-1813-1869-vermutlich-1860","title":"Diptychon Lotus | Hine Taizan 日根對山 | 1813-1869 (vermutlich 1860)","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eHine Taizan ist ein herausragender Maler aus der Osaka Region. Maler aus Osaka hatten es in ganz Japan immer schwerer, aktiv zu sein, als jene von Kyoto, wo definiert wurde, was „gute Kunst“ ist. Taizan zog denn auch nach Kyoto, um sich den Anschluss an die große Kunst zu sichern. Dennoch galt er weiterhin als Maler aus Osaka, was sein Familienname beweist, den er nie verleugnet hat: „Hine“ ist ein Dorf südlich von Osaka.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas zweifensterige Bild war ursprünglich ein Diptychon, das hier in ein Doppelbild zusammengefasst wurde. Der Grund für diesen Zusammenschluss war, herauszustreichen, wie genial in dieser Komposition die Lotusblühten, deren Stängel und Blätter in dem extremen Längsformat miteinander über die Bildgrenzen hinaus in einen Dialog treten. Es entsteht ein wundervolles Tanzen der Schwerpunkte von einem Bild ins andere hinein und wieder zurück. Taizan integriert in diese Zwiesprache auch seine groß gesetzte Unterschrift. Links setzt er sie mitten ins Bild und rechts in den oberen Bereich. Damit wird ein aufstrebender Zug im Bildaufbau erreicht, was sehr originell und auch ungewöhnlich ist.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eTaizan beherrschte verschiedene Stile, wie das von einem Maler von Rang erwartet wurde. Er wählte hier ein geradezu rustikales, grobkörniges Papier und passte ihm dann auch die Pinselstruktur an. Selbst die zart geöffnete Blüte weist einen skizzenhaft improvisierten Strich auf, der aber vor allem den Blättern ein geradezu dramatisches Vergänglichkeits-Pathos beschert.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e    \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Siegel konnten nicht bestätigt werden, was nicht erstaunlich ist, da von diesem Maler über 70 Siegel bekannt sind… Er scheint gerne neue Siegel geschaffen und verwendet zu haben.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"24cm (x2) x 189cm \/ Papier","offer_id":55927393616257,"sku":"140526 EB3","price":2400.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_7023.jpg?v=1784287026"},{"product_id":"blaue-winden-kikuchi-hobun-菊池芳文-1862-1918","title":"Blaue Winden | Kikuchi Hōbun  菊池芳文 | 1862-1918","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKikuchi Hōbun wurde in die berühmte Malerfamilie Kikuchi adoptiert, da er schon früh außergewöhnliches Talent zeigte. Er hatte berühmte Lehrer und wurde selber Professor an der Städtischen Kunstschule in Kyoto. Er stellte mehrere Male an den repräsentativen Kunstausstellungen (\u003cem\u003ebunten\u003c\/em\u003e) aus und wurde als Juror geschätzt. Trotz seines Jahrgangs ist Hōbun kein „moderner“ Maler in seiner Zeit; er ist vollkommen in der Klassik der Shijō-Schule verwurzelt. Für seine Virtuosität in diesem Stil wurde und wird er noch heute sehr geschätzt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eWinden sind in Japan seit alters ein klassisches Blumenthema. Sie haben den charmanten Namen \u003cem\u003easagao\u003c\/em\u003e „Morgengesicht“, da sie mit den ersten Sonnenstrahlen ihre Blüten öffnen. Sie schließen sich bereits oft wieder gegen Mittag, womit sie in der Dichtung ein Symbol von „Vergänglichkeit“ \u003cem\u003emujō \u003c\/em\u003ewurden. Dunkelblaue Winden sind seit dem 8. Jahrhundert in Japan bekannt. Sie waren damals noch klein und wurden erst im 17. Jahrhundert gezüchtet. Im 19. Jahrhundert kam es zu einem richtigen „Winden-Boom“, als 1854 der Bildband \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e朝顔三十六花撰\u003c\/span\u003e „Asagao sanjūrokkasen“ („Auswahl von 36 Winden“) veröffentlicht wurde. Dabei unterschied man zwischen fünf verschiedenen Blaustufen – von Hellblau bis Preußisch-Blau.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie klassische Komposition dieses Winden-Arrangements ist als Dreieck (leicht angehoben) in die rechte untere Ecke platziert. Sie besteht aus zwei Gruppen von je drei Blüten. Der Maler wusste, dass das frische Blau für ein helles, leichtes Sommer-Bild zu intensiv sein könnte.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003eBetrachtet man die Blüten genau, sieht man gleich, dass er nur an wenigen Stellen, das starke Dunkelblau der Blumen wiedergibt - an den meisten Stellen wird diese Farbe nur sensibel angedeutet.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eZu dieser souveränen Bildgestaltung kommt hinzu, dass mit den relativ dunklen, klar formulierten Blättern (deren Farbe hier wohl aus Gründen der Dezenz vom Grün ins Braungraue übersetzt wurden) eine wirkungsvolle Bildbalance erreicht wurde.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eErst bei genauem Hinsehen entdeckt man eine Laub-Heuschrecke \u003cem\u003ekirigirisu\u003c\/em\u003e; sie ist (wie auch die Winde) in der Dichtung ein \u003cem\u003ekigo\u003c\/em\u003e, das heißt, ein Jahreszeitensymbol für den August, der im klassischen Japan bereits als „Frühherbst“ galt.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"54cm x 193cm \/ Papier","offer_id":55968259670401,"sku":"210520 AB3","price":1500.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_7056.jpg?v=1784808407"}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/collections\/IMG_7056.jpg?v=1792582191","url":"https:\/\/guignard-kyoto-collection.ch\/collections\/blumen.oembed","provider":"Guignard Kyoto Collection","version":"1.0","type":"link"}