{"title":"Kalligrafie","description":null,"products":[{"product_id":"kalligrafie-mit-malerei-von-auberginen-otagaki-rengetsu-太田垣蓮月-1791-1875","title":"Kalligrafie mit Malerei von Auberginen | Ōtagaki Rengetsu 太田垣蓮月 | 1791-1875","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eŌtagaki Rengetsu ist eine herausragende Persönlichkeit in der Frauen-Kultur von Kyoto im 19. Jh. Sie war berühmt als Dichterin, Kalligrafin, Malerin und Töpferin. Rengetsu entwickelte einen eigenen Stil, der vor allem in der Kalligrafie an die Heian-zeitliche Frauenkultur von Murasaki Shikibu und Sei Shōnagon (11. Jh.) erinnert. In ihren Kalligrafien bevorzugte sie die Hiragana-Silbenschrift wie ihre mittelalterlichen höfischen Vorbilder. Wenn Sie chinesische Zeichen (kanji) benutzte, dann vollkommen unorthodox und frei.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eRengetsu hatte ein Leben voll harter Schickalsschläge, und so entschied sie sich, der Welt entsagend, Nonne zu werden. Sie liebte es, das Einfache zu poetisieren - ihre feine Keramik, die (so will es die Legende) sie am Morgen zum Markt brachte, um sich das Essen für den Tag zu verdienen - war oft nur asche- oder lehmfarbig. Auch ihre Malerei war nie auftrumpfend; sie diente in der Regel nur zur Illustration ihrer kalligrafierten Gedichte (tanka). Für ihre Kalligrafien wählte sie stets einen sehr dünnen Pinsel, dessen Spur aber immer unvergleichlich zart und elegant war.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Montierung dieses Sommerbildes ist wahrscheinlich original – sie könnte durchaus aus der Entstehungszeit der Kalligrafie stammen. Auf jeden Fall entspricht sie in ihrer schlichten Eleganz der etwas rustikalen Qualität der Papierbasis des Bildes mit seiner unnachahmlichen Feinheit von Schrift und Malerei.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e    \u003c\/span\u003eDas Gedicht lautet frei übersetzt:\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cstrong\u003eEs gibt viel (gute) Früchte (wie Auberginen) in der Welt, doch ich finde es noch erfreulicher, Gutes zu tun (nasu: sowohl “tun“ als auch “Aubergine“)\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003c!----\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"32cm x 157cm \/ Papier","offer_id":49562107642156,"sku":"151210 C4","price":1800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1290_bc7df715-5036-48fc-b275-a284ef42e457.jpg?v=1723213496"},{"product_id":"kalligrafie-kokochi-wohl-befinden-心地-jiun-onko-慈雲飲光-1718-1804","title":"Kalligrafie kokochi „(Wohl-)Befinden“ 心地 | Jiun Onkō 慈雲飲光 | 1718-1804","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eJiun Onkō war eigentlich ein hoch gebildeter Shingon-Priester, aber sein Interesse galt weniger dem esoterischen Buddhismus als dem Zen. Viele seiner Kalligrafien sind geradezu exemplarische Zen-Zeugnisse. Typisch für manche davon ist ein dicker, borstiger Pinsel, wie er auch in dieser Kalligrafie verwendet wurde. Damit erteilt Jiun verführerischer Geschmeidigkeit und Eleganz einerseits eine Absage, wird aber andererseits gezwungen, kleine Strichfolgen zusammenzufassen. Doch das kongruiert mit seinem Zen-Geist, der sich nicht mit Kleinkram abgibt, sondern direkt zur Essenz vorstoßen will.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eMit dem Kalligrafieren von kokochi „(Wohl-)Befinden“ betritt Jiun vermutlich Neuland – diese Zeichenkombination ist umgangssprachlich zwar geläufig, aber kaum bekannt in der Kalligrafie. Der Normalfall des Begriffsgebrauchs in der Alltagssprache ist: kokochi ga yoi \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e心地が良い\u003c\/span\u003e, was man mit „Wohlbefinden“, „Behaglichkeit“, etc. übersetzen kann. Kokochi alleine heißt nur „Befinden“, und wird kaum je isoliert verwendet. Dennoch: eigentlich ist die Kombination kokochi inhaltlich sehr sprechend: Das erste Zeichen (auf der Kalligrafie rechts) ist „Herz“, und das zweite Zeichen (auf der Kalligrafie links) ist „Erde“. Die Zeichenkombination bezeichnet also den Zustand, wenn gleichsam das Herz „geerdet ist“. Das ist in Asien die Grundlage für körperlich-seelisches (Wohl-)Befinden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas Zeichen für „Herz“ kokoro \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e心\u003c\/span\u003ewird oft als Einzelzeichen kalligrafiert. Doch es scheint hier ¬- mindestens zunächst -, als wäre diese Strichfolge für Jiun bereits zu kompliziert; er gestaltet den Strich \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e③\u003c\/span\u003e nur als Schluss von Strich \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e②\u003c\/span\u003e. Im Normalfall wird der Strich \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e④\u003c\/span\u003e beim Kalligrafieren von kokoro relativ schwergewichtig als „Abschluss“ des Schreibvorgangs gemalt. Doch hier hat die Pinselspur fast nur Durchgangs-Charakter und ist so borstig im Duktus wie das ganze linke Zeichen für „Erde“ chi \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e地\u003c\/span\u003e.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eBei diesem „Erde“-Zeichen erlaubt sich Jiun nun bemerkenswerte Vereinfachungen : Zu Beginn werden die fünf Einzelstriche \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e⑤\u003c\/span\u003e-\u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e⑨\u003c\/span\u003e fast nur zu Punkten reduziert, denn für Jiun ist der absolut wichtigste Strich der Schlussstrich \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e⑩\u003c\/span\u003e, mit dem er\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003egenießerisch die Zeichen-Kombination zusammenfasst. Mehr noch: das „Herz“ liegt fast wie in einer Wiege auf \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e⑩\u003c\/span\u003e, und auf den ersten Blick glaubt man, dass der letzte Strich von „Herz“, die Nr. \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e④\u003c\/span\u003e,\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003eeine Fortsetzung von Nr. \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e⑩\u003c\/span\u003e sei, was bestimmt nicht der Fall ist.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e   \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDoch damit gewinnt Jiuns Veränderung der Herz-Kalligrafie eine besondere Zweideutigkeit: Die oben erwähnte Integrierung von Strich \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e③\u003c\/span\u003e in Strich \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e②\u003c\/span\u003e wurde mit einem Pinsel gemalt, der noch stark mit Tusche gesättigt ist, so dass die Striche \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e①\u003c\/span\u003e-\u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e③\u003c\/span\u003e unmittelbar dem Zeichen für Mensch hito \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e人\u003c\/span\u003eähnlich sind. Mit dieser Nuance entsteht ein Gefühl für ein weiches Eingebettetsein nicht nur des Herzens, sondern des ganzen Menschen. Das ist das Grundgefühl, auf das es dem Zen-Priester ankommt: Der ganze Mensch soll mit der Erde eins werden, er muss sich seelisch („Herz“) von ihr beschützt fühlen. Erst dann kann er selber ein Teil der Welt als Ganzes werden.\u003c\/p\u003e\n\u003c!----\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"75cm x 120cm \/ Papier","offer_id":49562153189676,"sku":"230510 CE4","price":6800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1315.jpg?v=1723214977"},{"product_id":"kalligrafie-kiefer-alt-ruhe-wolke-kozuki-tesshu-神月徹宗-1879-1937","title":"Kalligrafie „Kiefer, alt, Ruhe, Wolke“ | Kōzuki Tesshū　神月徹宗 | 1879-1937","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDer Name dieses Rinzai-Zenpriesters wird anstatt Kōzuki auch Kōgetsu gelesen. Er stammte aus der Präfektur Hyōgo, wurde administrativer Vorsteher (\u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e管長\u003c\/span\u003e)\u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e　\u003c\/span\u003edes Myōshinji in Kyoto und war eine Zeit lang Rektor der Hanazono-Universität.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eSein Kalligrafie-Stil erinnert stark an den großen Kalligrafen Jiun Onkō (1718-1804). Er wurde deshalb auch „Jiun der Taishō-Zeit (1912-1926)“ genannt. Wie Jiun benutzt er in dieser Kalligrafie einen dicken, absichtlich uneleganten Pinsel. Er schreibt die ganze Kalligrafie offensichtlich mit einem – nur ein einziges Mal gesättigten - Pinsel. Man sieht auch deutlich, dass er nie ab- und wieder neu ansetzte, sondern alle vier Zeichen in einem einzigen Zuge niederschrieb.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e    \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie vier Zeichen bedeuten „Kiefer“\u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e松\u003c\/span\u003e, „alt“\u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e老\u003c\/span\u003e, „Wolke“\u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e雲\u003c\/span\u003e, „Ruhe\u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e閑\u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e“\u003c\/span\u003e. Der Zenspruch könnte folgendermaßen gedeutet werden:\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e„\u003c\/span\u003eSo wie die alte Kiefer Ruhe ausstrahlt, empfindet man Ruhe beim Anblick der Wolke.“ Doch es ist auch noch eine nüanciertere Auslegung denkbar: Da Kiefern sehr alt werden und immer grün sind, sind sie ein Symbol für Langlebigkeit und Beständigkeit. Doch auch Wolken, in ihrer Erscheinungsform ein extremer Gegensatz zur Kiefer und deshalb ein Inbegriff des steten Wandels, fügen sich genauso den Gesetzen der Natur – dem Wind und dem Wetter; sie vergehen nie, denn sie entstehen immer wieder neu.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003eBeide Existenzen, so konträr sie auch in ihrem „Aggregatzustand“ sind, erfüllen uns beim Anblick mit Ruhe, weil sie beide auf ihre Art ein Gefühl von Ewigkeit vermitteln.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e    \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDer Rhythmus der Zeichen-Gestaltung ist eindrücklich: So ist doch am Anfang die Kiefer klar zu erkennen, sie steht unverrückbar da, während das dritte Zeichen, die Wolke, stark vereinfacht, geradezu „unförmig“ wirkt. Danach braucht der Kalligraf, für den Schluss der Zeile, eine Basis, mit der er gleichsam die Schriftsäule erden kann, und so wölbt er beim Zeichen für „Ruhe“ den Bogen \u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e門\u003c\/span\u003emit der übrig gebliebenen Tusche besonders kräftig und nimmt sich Zeit für das letzte wohl formulierte Detail dieses Zeichens\u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e木\u003c\/span\u003e.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"48cm x 189cm \/ Papier","offer_id":49692813295916,"sku":"140125 CE3 (k)","price":1800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1518.jpg?v=1724768189"},{"product_id":"kalligrafie-mandala-nichiren-日蓮-1222-1282-mitte-19-jh","title":"Kalligrafie-Mandala | Nichiren 日蓮 (1222-1282) | Mitte 19.Jh.","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDer Sektengründer Nichiren aus dem 13.Jh. hat bis in die jüngste Zeit (Sōka Gakkai) eine große Nachfolge. Er ist wohl deshalb so berühmt, da seit Jahrhunderten das Element der Trance in seiner Religionsausübung zentral ist. Für einen Gläubigen reicht es, viertelstundenlang die Weisheit des Lotus-Sutra mit den Anfangsworten Worten: „Namuyōhō rengekyō“ zu preisen und sich durch den Rhythmus dieser Gebetsfloskel seelisch zu reinigen.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e   \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eGläubige in anderen buddhistischen Sekten betrachten intensiv figürliche und geometrische Mandalas, die ihnen eine himmlische Welt erfahrbar machen. Da man trotz weitreichender Textstudien in der Nichirensekte den einfachen Gläubigen weder mit Bildern noch ausführlichen Texten religiös zu erfüllen sucht, ist das mehr oder weniger kanonisierte Mandala der Nichirensekte eine Kalligrafie mit Dutzenden Wiederholungen weniger Textzeilen aus dem Lotus-Sutra - so wie sie der Gläubige deklamiert.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e    \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas kleine kostbare Mandala kann man nur aufgrund des dunkelblauen Papiers, das die mit Gold kalligrafierten Zeilen trägt, datieren. Dieses intensive Dunkelblau erreichte man durch dutzendfaches Einfärben mit Indigo. Der Färbe-Vorgang muss äußerst aufwändig gewesen sein – in zeitlicher und finanzieller Hinsicht. Er wurde wohl deshalb seit der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts nicht mehr praktiziert.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eEbenfalls kostbar ist die Montierung mit einem fein gewobenen Seiden-Stoff, der vermutlich aus der 1.Hälfte des 19. Jahrhunderts stammt. Diese beiden Aspekte erlauben eine ungefähre Datierung des Rollbilds.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Kalligrafie kann man (mindestens teilweise) zwar lesen, aber sie muss in ihrem Gesamtrhythmus ästhetisch erfasst werden. Man muss sich über die Eleganz von Linien-Gruppierungen freuen können und die langen Fäden von Teilstrichen der Zeichen als eine Musikalisierung der Schriftzüge begreifen. Denn es geht hier immer um Klänge, um Schwingungen, die einen in einen höheren Bewusstseinszustand zu versetzen vermögen.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"30cm x 61cm \/ Papier","offer_id":49692965077292,"sku":"210923 E4","price":2800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1564.jpg?v=1724770542"},{"product_id":"kotobuki-kalligrafie-mit-vogel-壽-koreanisch-anonym-19-jh","title":"Kotobuki Kalligrafie mit Vogel 壽 | Koreanisch anonym | 19. Jh.","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKoreanische Kalligrafien aus dem 19. Jh. (und früher) sind selten im Handel. Der Kalligrafiestil dieses Rollbilds hat etwas Volkstümliches an sich mit seiner Floskelhaftigkeit. Der Vogel links ist gleichsam nur eine Chiffre, wie man sie in der Malerei von Keramik-Gefäßen in verwandter Weise häufig findet. Spannend ist jedoch die Gegenüberstellung dieser Vogel-Formel mit dem höchst kunstvoll und raffinierten Schriftzug des Zeichens für „langes Leben“ (auf japanisch kotobuki).\u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e壽\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eAnalysiert man dieses Zeichen, d.h. teilt man es in seine sechs verschiedenen Bestandteile auf, \u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e士、つ、工、一、口、寸　\u003c\/span\u003erealisiert man schnell, wie schwierig es ist, das Ziel zu erreichen, alle Teile in einem einzigen Atem und Pinselzug zu erfassen. Doch auch in anderen Malereien in diesem Stil zeigt sich, dass koreanische Kalligrafen nie Bedenken hatten, ein Zeichen zusammenzuziehen, Teile auszulassen oder mit freier Phantasie zu entwickeln. Es gibt Malereien von „100 kotobuki“ (gleichsam als grandioses Beglückwünschen), in denen das gleiche Zeichen bis zur Unkenntlichkeit variiert wird. Da ist das Zeichen plötzlich eine Gruppe von Vögeln, dann ein Bambushain, oder ein Blumenstrauß etc. - fast alles ist denkbar. Ein solcher Display von grenzenloser Phantasie scheint mir typisch für die nicht-akademische koreanische Kunst.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eIst man mit japanischer Kunst in allen Jahrhunderten vertraut, ist die Farbigkeit dieser Malerei mindestens so erfreulich und erfrischend wie dieser spezifische Umgang mit Kalligrafie. Das herrliche Dunkelblau, man möchte es „Preussisch-Blau“ nennen, kennt man in Japan erst im 19. Jh. in der Holzschnittkunst. In der Malerei ist es (mit der Ausnahme vielleicht von Shiba Kōkan) nicht vorhanden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eBezaubernd ist ebenfalls das fast verblasste Rosa - und das alles auf einem herrlich „schmutzig“ wirkenden Grund, der mehr als nur als Bildbasis darstellt, sondern voller Leben ist mit all seinen Unreinheiten.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e    \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas Bild wurde In Japan neu montiert. Einige dieser Kalligrafien existieren nur als lose Blätter und sind oft in deplorablem Zustand. Man wählte hier geschickt ein Dunkelgrün, das man in Japan selten verwendet, das aber umso überzeugender zum Farbenkanon dieser Kalligrafie passt. \u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"56cm x 170cm \/ Papier","offer_id":49693150478636,"sku":"220708 AH4","price":2800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1628.jpg?v=1724773293"},{"product_id":"kalligrafie-erleuchtungsschrei-katsu-喝-asahina-sogen-朝比奈宗源-signiert-mit-圓覚別峰-1881-1979","title":"Kalligrafie „Erleuchtungsschrei“ katsu 喝 | Asahina Sōgen 朝比奈宗源  signiert mit 圓覚別峰 | 1881-1979","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKatsu, was hier als „Erleuchtungsschrei“ bezeichnet wird, ist ein wichtiges physisches Element in der Zen-Mediation. Ein spontaner, lauter Ausruf sollte dem Meditierenden helfen, sich zu konzentrieren - durch eine blitzartige Muskelkontraktion der Lungen und einen akustischen Schock sollte ein geistiges Gegenwartsempfinden, das für die Meditation so wichtig ist, aufkommen. Diese Technik kam mit der Rinzai-Schule im 12. Jahrhundert nach Japan. Der Patriarch dieser Sekte, Linji Yixuan (jap. Rinzai Gigen), wird meistens in diesem Zustand des ekstatischen Schreiens dargestellt (s. Bildzitat).\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKatsu griff in Japan in der Form von kakegoe auf viele andere Bereiche über; man kennt diese Schrei-Technik auch in den meisten Budō-Disziplinen wie Kendō, oder Kempō u.a. Im Nō-Theater wurden solche Rufe sogar in die Musiktextur einbezogen und sind essentiell für das Erreichen höchster Konzentration.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eAsahina Sōgen war ein angesehener Priester der Rinzai-Schule. Er war ein einflussreicher Autor und ist als Kalligraf berühmt. Er wählte für dieses Zeichen einen Pinsel, der im Strich borstig wirkt, um ja keine falsche Geschmeidigkeit aufkommen zu lassen, denn die Praxis und der Ausdruck von katsu ist nahe beim Animalischen, Unzivilisierten. Eleganz und virtuosen Schmiss entdeckt man in dieser Kalligrafie erst in den kleinen begleitenden Zeichen der Signatur mit seinem Priesternamen \u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e圓覚別峰\u003c\/span\u003eEnkaku Beppō links.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Montierung ist zwar nur mit Papier gestaltet (was Zen-Mönche ohnehin mehr schätzen als Seide), aber ihre Qualität entlockt jedem Kenner von Montierungen einen Ausdruck des Entzückens. Sie ist original und könnte heute so nicht mehr neugestaltet werden. Sie hat das auch nicht nötig, denn sie ist in erstklassigem Zustand.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e    \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"65cm x 112cm \/ Papier","offer_id":54077383442817,"sku":"160513 EE3","price":2800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_2770.jpg?v=1740598420"},{"product_id":"reisebericht-triptychon-eines-monchs-旅の報告-tamada玉駄-unbekannt-1767-dat-1831","title":"Reisebericht Triptychon eines Mönchs 旅の報告 | Tamada玉駄 (unbekannt) | 1767- ?  (dat. 1831)","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE;\" lang=\"DE\"\u003eDies ist wohl die eigentümlichste Kalligrafie der Guignard Kyoto Collection. Es handelt sich um einen Reise- oder Pilgerbericht eines Mönchs, der alle reichen Eindrücke von seinen besuchten Orten festhalten wollte. Er hat sich auch selber porträtiert und verrät hier mit einem kaum wahrnehmbaren Zwinkern der Augen seinen Witz. Sein Priestername ist Tamada. Das erste Zeichen \u003ci\u003etama\u003c\/i\u003e bedeutet „Juwel“, das zweite kennt man eigentlich vor allem in der Kombination \u003ci\u003edame, \u003c\/i\u003e„schlecht“. Aber auch fast alle anderen Verbindungen, die das Zeichen \u003ci\u003eta\u003c\/i\u003e eingeht, stellen etwas Negatives dar. Also würde dieser Priester auf Deutsch vielleicht „Erbärmlicher Edelstein“ oder „Juwelen-Armseligkeit“ heißen – wie man es nimmt: das ist nicht gerade ein Name, der Respekt heischt. Solche exzessive Bescheidenheit gefällt Mönchen oft. \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE;\" lang=\"DE\"\u003eWahrscheinlich hat sich noch niemand die Mühe genommen, diesen Text zu lesen. Die Textbahnen sind 130cm lang, und die Zeilen sind sehr eng nebeneinandergesetzt. Man schafft das Lesen nur, wenn man vor der aufgehängten Rolle für den unteren Teil in die Hocke geht. Dass man nach dem Aufstehen den nächsten Zeilenbeginn erwischt, ist problematisch…\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE;\" lang=\"DE\"\u003eDoch wie hat der Mönch geschrieben? Lange Formate wurden in der Regel am Boden gemalt, doch dann musste auch der Schreiber mindestens viermal die Position wechseln, um eine Zeile zu schreiben…\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE;\" lang=\"DE\"\u003eWie muss man also diese Kalligrafie verstehen? Wahrscheinlich hatte der Mönch nicht im Sinne, sich effektiv mitzuteilen. Er schrieb diesen Bericht für sich, und obwohl der Schriftstil sehr elegant und flüssig ist, wollte er bestimmt Zeit brauchen - er wollte seine kostbaren Erlebnisse nicht schnell hingeworfen haben. Der äußerst mühsame Schreibvorgang sollte ihm wohl die Tiefe seiner Erlebnisse fühlbar machen; und am Schluss sollte die ganze Reise als Triptychon an einer Wand sichtbar werden - aber eigentlich nur verständlich für ihn selbst, nicht für jedermann.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cspan style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-fareast-font-family: 'MS Mincho'; mso-font-kerning: 1.0pt; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: JA; mso-bidi-language: AR-SA;\" lang=\"DE\"\u003eWir haben es also hier auch mit einer Meta-Sprache zu tun: Der Pinselduktus ist sehr lebendig – auf Phasen dunkler Zeichengruppen folgen solche mit dünnflüssiger Tinte. Damit entsteht ein faszinierendes, zartes Gewebe von großem Textur-Reichtum. Nur wenn wir diesen auf uns wirken lassen, erleben auch wir etwas von dem tiefen Vergnügen, das dieser Mönch auf seiner Pilgerreise erfahren hat.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"35cm x 190cm \/ Papier","offer_id":54432993116545,"sku":"220120 FA3","price":2800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_3734.jpg?v=1750965510"},{"product_id":"kalligrafie-banzai-万歳-gemalter-kiefer-setzling-mit-schossling-matsumura-goshun-松村呉春-1752-1811","title":"Kalligrafie „Banzai“ (万歳) gemalter Kiefernzweig mit Schössling | Matsumura Goshun 松村呉春 | 1752-1811  ","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eMatsumura Goshun nimmt in der japanischen Kunstgeschichte eine ganz wichtige Stellung ein. Er war ein Schüler und später dann auch ein Mitarbeiter des überragenden Maler-Genies Maruyama Ōkyō (1733-1795). Mit ihm zusammen gründete er die Shijō-Schule in Kyoto, die für das ganze 19. und frühe 20. Jahrhundert die Ästhetik der Malerei in der Alten Kaiserhauptstadt prägte. Goshun ist vor allem als Maler bekannt, doch gute Maler waren meistens auch hervorragende Kalligrafen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDiese Kalligrafie besteht aus den Zeichen für \"Banzai\" (\"lebe hoch\"). Das obere Zeichen bedeutet \"Zehntausend\" und das untere \"Jahr(e)\". Goshun malt dazu noch einen kleinen Kiefernzweig. Dieser weist oben einige weiche, neu sprießende Schösslinge auf, was „Zukunftsträchtigkeit“ bedeutet, denn die Kiefer ist ein altes Symbol für „Langes Leben“. Goshun übersetzt nun diesen realen Kiefernzweig mit den stachligen Nadeln unten und den Sprösslingen in die Kalligrafie: Das obere Zeichen für \"Zehntausend\" malt er mit auffällig wässerigem Pinsel, um damit flauschige Konturen zu erhalten, und das Zeichen für \"Jahre\" schreibt er mit dünnen Strichen, die Kiefernadeln assoziieren. Zudem setzt er die beiden Zeichen in die untere Hälfte des Formats und belässt die obere Hälfte frei, um mit dieser Leere auf eine zusätzliche Weise \"Zukunft“ zu suggerieren.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eEin wundervolles Detail ist auch die Unterschrift mit Siegel. Sie ist nicht wie üblich an den linken Bildrand gesetzt, sondern wird liebevoll umfasst von der Kalligrafie und dem Kiefernsetzling.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Montierung ist authentisch aus der Zeit von Goshun und ist in sehr gutem Zustand.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"38cm x 178cm \/ Papier","offer_id":54595534127489,"sku":"150513 FC3","price":1800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_3765.jpg?v=1762682579"},{"product_id":"zenkreis-osaki-honko-尾崎本孝-1874-1944","title":"Zenkreis | Osaki Honkō  尾崎本孝 | 1874-1944","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eOsaki Honkō war ein Rinzai-Priester des Tōfukuji in Kyoto. Er starb im Jikōin in Nara, nachdem er sich mit viel Aufwand für den Wiederaufbau der abgebrannten Lehr-Halle des Tōfukuji eingesetzt hatte.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKreise zu malen ist eine wichtige Konzentrations- und Meditations-Übung für Zen-Mönche. Das Faszinierende an dieser Disziplin ist die Reduktion der Aussage auf eine vorgegebene Form. Doch gerade die Beschränkung der Mittel verlangt vom ernsthaften Kreis-Maler höchste Aufmerksamkeit für jeden Aspekt und jedes Detail. Vorgegeben ist das Format des Blatts, das natürlich die Dimensionen des Kreises bestimmt. Bei diesem Kreis nützt der Priestermaler das Blatt derart, dass auf drei Seiten ungefähr gleich viel Abstand zum Blattrand entsteht. Das bewirkt Halt und Verankerung der Form. Um mit dem relativ großen Durchmesser des Kreises das Format nicht mit zu viel Energie zu belasten, wählte der Maler bedacht einen relativ dünnen Strich, womit die „Leere“, die der Kreis umschreibt, besonders stark fühlbar wird.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDer eher dünne Strich erlaubte dem Ausführenden auch, den Pinsel ausgesprochen sensibel zu führen: Er setzt (um die Uhrziffern als Verständigungsmittel der Positionen innerhalb des Kreises zu benutzen) bei 6 mit wenig Kraft und nur mäßig Tusche an. Das Hochziehen des Pinsels über 7 bis 11 (was keiner kanonisierten Kalligrafie-Bewegung entspricht) franst ein wenig. Das heißt, der Maler hat einen leichten Arm – er wägt ab und bereitet sich auf die Intensität der Abwärtsbewegung ab 12 vor (die eine normale Pinselführung in der Kalligrafie ist). Bei 1 und 2 beginnt nun eindeutig innere Bewegung das kühle Betrachten zu verdrängen – der Strich fällt plötzlich fast senkrecht ab, und so spürt man ab 4 eine zunehmende Spannung im dicker werdenden Strich. Die Tusche im Pinsel wird voll aufgebraucht, und bei 5 zittert der Pinsel sogar erregt, bis er dann bei 6, wo er den bedächtigen und leichten Anfang der Tuschespur berührt, das Blatt kraftvoll verlässt. Die drei Zeichen links sind \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e喫茶去\u003c\/span\u003e; sie bedeuten „Lass uns einen Tee trinken“ (ein traditioneller Zen-Spruch)\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"50cm x 122cm \/ Papier","offer_id":54595576037761,"sku":"240107 F3","price":2600.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_3781.jpg?v=1762682675"},{"product_id":"kalligrafie-drei-herbstgedichte-fujiwara-karasumaru-fuyumitsu-藤原烏丸-冬光-1473-1516","title":"Kalligrafie Drei Herbstgedichte | Fujiwara (Karasumaru) Fuyumitsu  藤原(烏丸) 冬光 | 1473-1516","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKarasumaru Fuyumitsu war ein Adliger aus der Fujiwara-Familie, von dem man außer seinem Rang als Ratsherr sangi nicht viel weiß, und den man nur als ausgezeichneten Kalligrafen kennt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eSpeziell an einer solchen höfischen Kalligrafie ist, dass man oft rechts zuerst den Titel der Kalligrafie und daneben den Namen des Kalligrafen erfährt; die Kalligrafie wird also nicht am Schluss signiert. Die ersten zwei Zeilen lauten:\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e秋日同歌三首和歌\u003c\/span\u003e \u003cspan style=\"mso-tab-count: 1;\"\u003e    \u003c\/span\u003e\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003cspan style=\"mso-tab-count: 2;\"\u003e                                 \u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e参議藤原冬光\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDrei im Herbst zu singende Gedichte (waka)\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e    \u003c\/span\u003evom Ratsherrn Fujiwara no Fuyumitsu (verfasst)\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e \u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie kalligrafierten Texte liest man wie folgt:\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e1. Gedicht: \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e女郎花露\u003c\/span\u003e Tau auf dem Goldbaldrian\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003eいつの秋に結そめてか\u003c\/span\u003e\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e   \u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003eをみなへし露もかはらす\u003c\/span\u003e.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e   \u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e契をくらん\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cstrong\u003eIn welchem Herbst haben wir zum ersten Mal unser Band geknüpft? \/ Die Tautropfen auf dem Goldbaldrian sind unverändert \/ so sei auch unser Gelübde.\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e \u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e2. Gedicht: \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e秋夕情 \u003c\/span\u003eMelancholie an einem Herbstabend\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003eならふにもたへぬ夕の\u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e \u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e身をしれはなをさりなりし\u003c\/span\u003e\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e初あきの雲\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cstrong\u003eNun weiß ich, wie schwer es wird, wenn der Abend zu Ende geht \/ denn ich erkenne, \/ dass er den (herrlichen) Wolken gleicht, die sich im frühen Herbst verziehen.\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e \u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e3. Gedicht: \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e深夜帰恋\u003c\/span\u003e Liebestrunkene Rückkehr in tiefer Nacht\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003eかへるさをおもふ名残も\u003c\/span\u003e\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003eふかき夜の袖よりあまる\u003c\/span\u003e\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003eみち芝の露 \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cstrong\u003eAn Heimkehr denkend bleibt Wehmut zurück. \/ Mehr noch als meine nassen Ärmel glänzt in tiefer Nacht \/ der Tau auf dem Gras am Wegrand.\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e \u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDiese Tanka-Texte entsprechen vollkommen der poetischen Vorstellung des Herbsts in Japan: Melancholie, Abschied von einem*r Geliebten, Nacht-Szenen. Die kalligrafierten Zeilen widerspiegeln nicht die fünf strukturellen Gedichtzeilen (5-7-5-7-7 Silben) – zwei Gedichtzeilen werden zu einer Kalligrafie-Zeile zusammengefasst, womit insgesamt grafisch drei drei-zeilige Gedichte das Format erfüllen und die Kalligrafie zu einer Malerei werden lassen, die nur bildnerischen Gesetzen folgt. Mit anderen Worten, wir schätzen hier optisch den Fluss und die Feinheit des Strichs, die Strichballungen, die bei chinesischen Zeichen entstehen und die höfische Eleganz der feinen Silben-Teile des Texts.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003eDie Kalligrafie erfreut schon das Auge, noch bevor man jedes Textdetail verstanden hat. Solch ästhetisches Wohlgefallen wird durch die kostbare antike Montierung unterstützt, die ein stimmiges florales Motiv in gedeckten Herbstfarben aufweist.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"57cm x 115cm \/ Papier","offer_id":54959347499393,"sku":"151219 AGF3","price":3500.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_4794.jpg?v=1762683569"},{"product_id":"kalligrafie-jeder-tag-ein-guter-tag-higuchi-oyama-樋口尾山-1895-1987","title":"Kalligrafie Jeder Tag ein guter Tag | Higuchi Oyama  樋口尾山 | 1895-1987","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDer Kalligraf Higuchi Oyama ist kein Zen-Priester, aber er war fasziniert von dem einfach wirkenden Spruch, den viele Zen-Priester als religiöse Sentenz kalligrafiert haben. Ein sofort erkennbares Detail, dass wir es hier mit einem Mann zu tun haben, der virtuos die Pinselkunst beherrscht, der aber kein Priester ist, zeigt sich im Papier, das er wählte. Das Papier hat eine feine, leicht reliefartige Musterung, die man zunächst übersieht. Der Künstler wählte dann mit Absicht eine dünnflüssige Tusche, damit die dekorative Oberflächen-Struktur des Papiers sichtbar wird.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Kalligrafie ist nicht nur kunstvoll in der Vertikalen zentriert, auch die Dimensionierung der Zeichen ist gut ausbalanciert. So sind das dritte Zeichen \u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e是\u003c\/span\u003e und das vierte Zeichen \u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e好\u003c\/span\u003e groß und ausführlich gestaltet, während das oberste und unterste Zeichen \u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e日\u003c\/span\u003eklein gehalten sind. Wie auch bei entsprechenden Zen-Kalligrafien werden diese zwei Zeichen etwas unterschiedlich gemalt. Beide heißen Tag, doch beim ersten fehlt quasi der untere Querstrich – der Mittelstrich ist dafür so schräg gesetzt wie die darunter markierten zwei parallelen Kurzstriche, die eigentlich ein Wiederholungszeichen darstellen (anstatt \u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e日日\u003c\/span\u003e, schreibt man \u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e日々\u003c\/span\u003e). Aus dieser Situation heraus schreibt der Kalligraf im ersten Zeichen den Mittelstrich bereits so schräg wie die Wiederholungs-Zeichen darunter und intensiviert mit dieser ruhelos anmutenden Formulierung natürlich die Aussage von „Jeder Tag“ oder „Tag für Tag“.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eAm Schluss jedoch hält sich Higuchi Oyama an die kanonisierte Schreibweise für \u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e日\u003c\/span\u003e, denn hier endet die ganze Sentenz.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"43cm x 188cm \/ Papier","offer_id":54959419687297,"sku":"231104 E3","price":1500.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_4835.jpg?v=1762684905"},{"product_id":"kalligrafie-schnee-雪-tenyu-shoko-天祐紹杲-schachtelinschrift-山田義山-1891-1972-abt-des-daitokuji-1586-1666","title":"Kalligrafie Schnee 雪 | Tenyū Shōkō 天祐紹杲, Schachtelinschrift 山田義山 (1891-1972) Abt des Daitokuji | 1586-1666","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eTenyū Shōkō war der 169. Abt des Daitokuji Tempels in Kyoto. Er hat das beachtliche Alter von 80 Jahren erreicht, was zu dieser Zeit keine Selbstverständlichkeit war. Wenn man diese Kalligrafie in Bezug auf die Tatsache eines lang gelebten Lebens des Kalligrafen hin betrachtet, so kann man auf die Idee kommen, dass die ausgesprochene Ruhe und Gefasstheit dieses Bildes in einem Zusammenhang steht mit einer Persönlichkeit, der ein langes Leben beschieden war, da er eine Existenz der Beständigkeit und inneren Sicherheit geführt hat. Nichts deutet hier auf einen impulsiven Charakter, auf ungezügelte Leidenschaften hin – alles ist hier im Lot.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDer Aufbau des Bildes steht in der Tradition der chinesischen Ōbaku-Schule, die im 17.Jahrhundert wesentlichen Einfluss auf die japanischen Priester-Kalligrafen hatte: Ein groß geschriebenes Zeichen ist gleichsam der Titel und oft auch gleich das erste Zeichen eines Gedichts, das in kleiner Schrift ausgeschrieben wird. Hier ist das große Zeichen jenes für Schnee, und eine freie Übersetzung des nachfolgenden Gedichts lautet: Der Nordwind weht über den See und führt an seiner Seite großen Schnee mit sich als wär‘s ein weißer Reiher.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eIn der Ōbaku-Schule war das Zeichen für Schnee in der Kalligrafie beliebt. Oft entdeckt man dabei eine gewisse illustrative Qualität: die Schwere des Schnees, die Weichheit einer Schneelast, oder die Einsamkeit einer Schneelandschaft werden mit der Position des Zeichens in einem Format durch einen weiten unbeschriebenen Leerbereich zum Ausdruck gebracht etc. Doch dieses Zeichen hier ist im Stil der archaischen Siegelschrift reisho gemalt – ohne Illustrationspotential, ohne Psychologie, ohne explizite Winteratmosphäre. Wir empfinden nur eine großartige Ernsthaftigkeit bei der Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Schnee“, die über alle Erzählabsicht hinausgeht. Und gerade deshalb wird man von diesem Zeichen ganz elementar berührt. Das narrative Moment kommt erst im Gedicht darunter zum Tragen, doch diese Zeichen sind im „normalen kaisho-Stil“ gehalten, was das archaische Pathos des Zeichens für Schnee noch herausstreicht.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Montierung ist original (zeitlich aber nicht mit Sicherheit datierbar) und ist sehr gut erhalten.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"30cm x 175cm \/ Papier","offer_id":55019353309569,"sku":"200204 E4","price":2800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_4871.jpg?v=1764155718"},{"product_id":"kalligrafie-kotobuki寿und-fledermaus-kishi-koma-ganku-岸駒-1756-1838","title":"Kalligrafie Kotobuki 寿 und Fledermaus | Kishi Koma (Ganku) 岸駒 | 1756-1838","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKishi Koma ist vor allem als Tigermaler bekannt, da er als einziger und erster Maler einen Tiger im Garten des Shoguns studieren und konterfeien durfte. Er konnte sehr präzis realistisch malen, doch seine Unterschrift zeigt, dass seinem wahren Naturell eine skizzenartig wirkende freie Pinselsprache besser entsprach. Das erkennt man in diesem Bild besonders an der wie hingeworfen wirkenden Pinselspur einer Fledermaus. Fledermäuse haben ein flatterndes Flugverhalten – sie können blitzschnell die Flugrichtung ändern. Für die Darstellung eines solchen Wesens im Flug ist der wilde, freie Pinselduktus sehr passend.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eFledermaus heißt auf chinesisch „biānfú“ und wird mit den beiden je zweiteiligen Zeichen\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e蝙蝠\u003c\/span\u003e geschrieben. Beide Zeichenkomplexe beginnen mit dem sog. „Käferradikal“\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e虫\u003c\/span\u003e, um zu indizieren, dass wir es hier mit einem käferartigen Wesen zu tun haben. Der zweite Teil des ersten Zeichens „biān“ kann „freundlich, weich“ heißen. Der zweite Zeichen „fú“ weist (nach dem Käferradikal \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e虫\u003c\/span\u003e) das Zeichen für „Reichtum“ auf. Also: „Wem Reichtum freundlich gesinnt ist, der ist glücklich“ - das ist ein sehr chinesisches Fazit, und so gilt seit alters die Fledermaus als Glückssymbol.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eNur selten wird in einer japanischen Kalligrafie das Zeichen Langlebigkeit kotobuki mit dem chinesischen Glückssymbol der Fledermaus verbunden. Erstaunlich, dass aber Kishi Koma bei einer solchen Kombination mit der Fledermaus nicht die alte (chinesische Aura ausstrahlende) Form von kotobuki benutzt \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e壽\u003c\/span\u003e (die recht kompliziert ist und sehr viel Strichelemente aufweist), sondern die moderne einfache Version \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e寿\u003c\/span\u003e vorzieht. Dies hat vermutlich seinen Grund in der Präferenz des Malers, den Pinsel frei und spontan zu benutzen, und das könnte Probleme geben bei der gewissenhaften kalligrafischen Umsetzung eines Zeichens mit 14 Strich-Elementen…\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"45cm x175cm \/ Papier","offer_id":55019357864321,"sku":"200802 C4","price":1500.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_4884.jpg?v=1764155964"},{"product_id":"tanzaku-gedicht-von-fujiwara-no-tameie-藤原為家-1198-1275-gokashiwabara-tenno-御柏原天王-1464-1526","title":"Tanzaku, Gedicht von Fujiwara no Tameie 藤原為家 (1198–1275) | Gokashiwabara Tennō 御柏原天王 | 1464-1526","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKaiser nahmen bereits in der Muromachi-Zeit (1336-1573) vorwiegend zeremonielle Aufgaben wahr. Die politische Macht lag zunächst in den Händen von Shogunen, die – wie es der Epochenname verrät – im Muromachi-Viertel von Kyoto residierten. Zur Zeit von Gokashiwabara-Tennō war aber sowohl der Hof wie das Shogunat (nach dem verheerenden Ōnin-Krieg 1467-1477) in übler finanzieller Verfassung; Gokashiwabara Tennō musste 21 Jahre lang warten bis das Geld zusammengetragen war, um seine Inthronisierungs-Feierlichkeiten abzuhalten und zu bezahlen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDoch letztlich änderten diese wirtschaftlichen Verhältnisse, wenn sie nicht ganz ins Extrem abglitten, nichts an der traditionellen Lebensführung des Hofs. Höflinge und Kaiser dichteten oder musizierten, besuchten im Frühling Orte mit blühenden Kirschbäumen und im Herbst jene mit roter Laubfärbung, und sie lebten von Schrein- und Tempelfesten, wo ihre Gegenwart gefragt war. Sie pflegten seit Jahrhunderten nicht nur einen eigenen Lebensstil und eine kunstvolle Sprache, sondern auch eine eigene Mal- und Kalligrafie-Tradition.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDieses Tanzaku (ein traditionelles von der Größe her festgelegtes festes Papier – später auch ein Karton) weist auf die hohe literarische Bildung des Kaisers Gokashiwabara hin. Er kalligrafiert ein Gedicht von Fujiwara no Tameie, das im Ergänzungsband (!) einer kaiserlichen Gedichtsammlung stand (Zoku Shūi Wakashū, 1270):\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e新玉の年は一夜を隔てにて\u003c\/span\u003e\/\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e今日より春と立つ霞哉 \u003c\/span\u003eAratama no toshi wa hito yo o hedate nite \/ kyō yori haru to tatsu kasumi kana\u003cspan style=\"mso-tab-count: 1;\"\u003e    \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eauf Deutsch:\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cstrong\u003eNur eine Nacht trennt das alte Jahr vom neuen, und schon erhebt sich Frühlingsdunst.\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas Papier ist nach einer alten Technik, die Jahrhunderte zurückreicht, dekorativ eingefärbt. Den Schriftzug langsam mit den Augen verfolgend kann man von Zeichen zu Zeichen zunehmend die Eleganz eines höfischen Lebensgefühls empfinden. Die komplizierten chinesischen Zeichen (kanji), die sich von den fließenden Silbenzeichen (kana) eigentlich deutlich unterscheiden, werden hier alle in einen angenehm atmenden Fluss von dickeren bis hauchdünnen Pinselschwingungen tanzend über das Tanzaku-Format geführt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eAuch die alte Montierung ist bemerkenswert – möglich, dass sie aus dem 16. Jahrhundert stammt. Auffällig ist, dass der kostbare Seidenbrokat anscheinend nicht in großen Einzelteilen vorhanden war – man musste sowohl oben wie unten kleinere Teile zu einer breiten Leiste zusammenfügen.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"26cm x 146cm \/ Papier","offer_id":55019506401665,"sku":"250710 BB3","price":2500.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_4903.jpg?v=1764157081"},{"product_id":"kalligrafie-schnee-雪-ingen-ryuki-obaku-schule-attr-隠元隆琦-伝-1592-1673","title":"Kalligrafie Schnee 雪 | Ingen Ryūki (Ōbaku-Schule) (attr.)  隠元隆琦（伝） | 1592-1673","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDieses Bild ist ein Spezialfall, da mit seiner Entsprechung einer Kalligrafie dieses Priesters im Nationalmuseum in Kyoto (und allen Nachweisen der Siegel und der Signatur) eigentlich keine Zweifel an der Authentizität aufkommen sollten. Dennoch stufe ich es als „zugeeignet“ ein, denn bei berühmten chinesischen Kalligrafen ist mit der Autorschaft immer Vorsicht geboten.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eIngen Ryūki ist die Hauptfigur unter den Priestern, die in den Wirren am Ende der Ming-Zeit (1368-1644) aus China nach Japan geflohen kamen, nach einigen Schwierigkeiten in der Nähe von Kyoto den chinesischen Tempel Manpukuji bauen durften und die Obaku-Schule der Kalligrafie gründeten.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDiese Priester brachten viel Kulturgut mit und wurden deshalb in in Japan auch sehr geschätzt. Eine große Neuerung ihrer Kalligrafie war die grafische Betonung des ersten Zeichens einer Sentenz, das somit zum Titel der ganzen Kalligrafie aufrückte. Hier ist es das Zeichen für „Schnee“. Da Schnee weiß ist, müssen andere Charakteristika des Schnees mit dem Tuschepinsel ausgedrückt werden. Hier ist es bestimmt die Weichheit einer Schneedecke, und so wird denn das relativ komplizierte Zeichen mit vielen Einzelstrichen in einem großen harmonischen Schwung zusammen- gefasst. Obwohl es aus zwei Teilen besteht - oben \u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e雨\u003c\/span\u003e , unten \u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003eヨ\u003c\/span\u003e - wird der Pinsel nicht abgesetzt, sondern es ist, als würde der Schnee die „Zweiheit“ zusammenschließen - Verbirgt sich dahinter das Streben nach einem buddhistischen Überwinden von Dualität?\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e \u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDer Text lautet: \u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e雪\u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e \u003c\/span\u003e\u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e花堆裡鉄心\u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e \u003c\/span\u003e\u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e肝\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eWörtliche Übersetzung: In einer Schneewehe ein eisernes Herz\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eInhaltliche Übersetzung: \u003cstrong\u003eSchneemasse - das Herz bliebt standhaft\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e \u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"64cm x 117cm \/ Papier","offer_id":55323861647745,"sku":"190923 BBH3","price":3500.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/Schnee.png?v=1770816894"},{"product_id":"kalligrafie-triptychon-langes-leben-jurojin-gluck-寿-寿老人-福-kano-tsunenobu-狩野常信-1636-1713","title":"Kalligrafie Triptychon „langes Leben\/Jurōjin\/Glück“  寿\/寿老人\/福 | Kanō Tsunenobu  狩野常信 | 1636-1713","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: 15.0pt;\"\u003e\u003cspan lang=\"DE\" style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE;\"\u003eKanō Tsunenobu hat „blaues Blut“ der einflussreichsten Malerei-Institution Japan, der Kanō-Schule, die in vielen riesigen Ateliers fünfhundert Jahre lang die japanische Kunstgeschichte entscheidend mitformte. Sein Vater Kanō Naonobu war ein hoch angesehener Maler und sein Onkel Kanō Tanyū war mit seinem Atelier zu Beginn des 17. Jhs. gleichsam das Flaggschiff der Institution und der japanischen Malerei überhaupt.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: 15.0pt;\"\u003e\u003cspan lang=\"DE\" style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE;\"\u003eKanō Tsunenobu ging als 15-jähriger zu seinem Onkel in die Lehre, da sein Vater bereits 1650 starb. Doch damit war auch Tunenobus Karriere gesichert - sie brachte ihm höchste Titel und Auszeichnungen ein. Auf Wunsch des Kaisers führte er sogar im kaiserlichen Palast, in der Halle Shishinden, Malereien aus.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\" style=\"margin-right: 15.0pt;\"\u003e\u003cspan lang=\"DE\" style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE;\"\u003eDieses Triptychon zum Neujahr zeigt in der Mitte eine Darstellung des Glücksgottes Jurōjin, einem der Sieben Glücksgötter Japans. Er ist ein alter weiser Mann, der als Symbole den tausend Jahre alt werdenden Kranich zur Seite hat und sich auf den Rücken eines heiligen weißen Hirsches stützt. In diesem Bild lernen wird Tsunenobu als Beherrscher der Form kennen: Die Dreiergruppe ist elegant und mühelos einer harmonischen Kreisform einbeschrieben. Die beiden Kalligrafie-Bilder, die den Glücksgott einrahmen, sind traditionelle \u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e \u003c\/span\u003eKalligrafie-Variationen der zwei Gratulations\u003c\/span\u003e\u003cspan style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE-CH;\"\u003e-\u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"DE\" style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE;\"\u003eZeichen „Glück“ \u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"JA\" style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'MS Mincho'; mso-ascii-font-family: Arial; mso-hansi-font-family: Arial; mso-bidi-font-family: Arial; mso-ansi-language: DE;\"\u003e福 \u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"DE\" style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE;\"\u003eund „Langlebigkeit“ \u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"JA\" style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'MS Mincho'; mso-ascii-font-family: Arial; mso-hansi-font-family: Arial; mso-bidi-font-family: Arial; mso-ansi-language: DE;\"\u003e寿\u003c\/span\u003e\u003cspan style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE-CH;\"\u003e (hier in der alten Form \u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"JA\" style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'MS Mincho'; mso-ascii-font-family: Arial; mso-hansi-font-family: Arial; mso-bidi-font-family: Arial; mso-ansi-language: DE;\"\u003e壽 \u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"DE\" style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE;\"\u003e). Je hundert Abwandlungen werden präsentiert, die teilweise nur eine sehr schwierig nachvollziehbare formale Beziehung zum Grundzeichen haben. Da wir hier zwei Bilder mit der Sammlung von hundert Variationen vor uns haben, können wir erkennen, dass sie in der Abfolge parallel entwickelt wurden. Sammlungen von Zeichen-Variationen wurden vermutlich in der späten Han-zeit in China erfunden, haben dann aber bereits in der Tang-Zeit (618-907) eine ausgereifte Form erreicht. \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"37cm x 168cm \/ Seide","offer_id":55323873214849,"sku":"250421 FG3","price":5200.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_5545.jpg?v=1770816691"},{"product_id":"tanz-舞-mai-kalligrafie-sasaki-genryu-佐々木玄龍-1650-1723","title":"Tanz 舞 mai Kalligrafie | Sasaki Genryū 佐々木玄龍 | 1650-1723","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eSasaki Genryū war ein angesehener Schriftsteller und Maler. Der monumentale sichere Pinselzug dieser Kalligrafie macht verständlich, dass der große Maler Hanabusa Itchō von ihm fasziniert war und ihn als Lehrer wählte.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e„Tanzen“ wird im Japanischen auf zwei Arten geschrieben. Die eine ist \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e舞う\u003c\/span\u003e\u003cem\u003emau\u003c\/em\u003e und die andere \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e踊る \u003c\/span\u003e\u003cem\u003eodoru\u003c\/em\u003e. \u003cem\u003eOdoru \u003c\/em\u003eist eher leichtgewichtig - zu diesem Begriff gehören die meisten Volkstänze und Tänze in den Vergnügungsvierteln. \u003cem\u003eMau\u003c\/em\u003e ist klassischer Kunsttanz, der Begriff ist als Kategorie älter. \u003cem\u003eMai\u003c\/em\u003e hat also eine viel seriösere Aura.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie kleinen Zeichen auf der linken Seite sind denn auch in der altehrwürdigen Siegelschrift verfasst, und der Text ist eine klassische Gratulations-Formel: \u003cem\u003esenshūraku banzai Nanzan kotobuki\u003c\/em\u003e „Hoch, die 10.000 Herbste in der Kaiserstadt Nara, Langes Leben“. Damit ist wohl klar, dass die Idee dieses Tanz-Zeichens sich auf den Hoftanz \u003cem\u003ebugaku\u003c\/em\u003e \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e舞楽 \u003c\/span\u003ebezieht, wie er seit dem 8. Jahrhundert in Japan gepflegt wird.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eHoftänzer tragen prachtvolle, von der Seidenstraßen-Kultur übernommene oder mindestens inspirierte Gewänder. Der Tanz selber ist generell langsam, klar und eindeutig in der Choreografie mit vielen symmetrisch balancierten Bewegungen. Das etwas komplizierte Zeichen, das hier so schwungvoll kalligrafiert ist, vermittelt etwas von dem kräftigen Tanz, zu dessen Repertoire auch viele Siegestänze gehören, die sich durch heldenhafte Krieger-Gestik auszeichnen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eZu vielen Kostümen gehören lange Schleppen (siehe unten den grünen Überwurf), und so ist man versucht den langen Abstrich in der Kalligrafie als eine Andeutung einer prachtvollen Schleppe zu deuten.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Montierung ist original, wie alt sie ist, ist schwer zu sagen, aber sie fällt natürlich durch dekorative Qualität auf, die bestimmt an die farbenprächtigen Gewänder der Hoftänzer erinnern soll.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"29cm x 176cm \/ Papier","offer_id":55423306105217,"sku":"220510 CG3","price":2400.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_5801.jpg?v=1773672103"},{"product_id":"kalligrafie-雲門云日々是好日-das-wolken-tor-sagt-tag-fur-tag-ist-gerade-ein-tag-den-ich-mag-jiun-onko-慈雲飲光-1718-1804","title":"Kalligrafie 雲門云日々是好日 „Das Wolken-Tor sagt: Tag für Tag ist gerade ein Tag, den ich mag“ | Jiun Onkō 慈雲飲光 | 1718-1804","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eJiun Onkō ist heute wohl einer der renommiertesten Kalligrafen (was sich auch in seinem Marktwert niederschlägt). Es gibt eine großartige Publikation „\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e慈雲尊者　心の書  \u003c\/span\u003ePriest Jiun“, ed. Yomiuri Shinbun, Osaka 2004, die zu seinem 200 Todestag erschien und eine bedeutende Auswahl seiner Kalligrafien zugänglich macht. Das Schriftwerk S. 75 dieses Buchs weist genau den gleichen Text auf wie die vorliegende Kalligrafie. Beide zeichnen sich in der Pinselführung durch eine Borstigkeit aus, die das Kennzeichen dieses Kalligrafen ist; das sind keine eleganten Schriftzüge, sondern Eruptionen von Geist.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie oft kalligrafierte Sentenz (die zu einem gar nicht einfach umzusetzenden Lebens-Motto werden soll): „Tag für Tag ist gerade ein Tag, den ich mag“ erfährt hier zu Beginn eine Erweiterung durch die Worte „Das Wolken-Tor sagt“.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e„Wolken-Tor“ ist der Name einer der Fünf Chinesischen Zen-Schulen, die im 10.Jahrhundert von Yunmen Wenyan gegründet wurde. Ihr Kennzeichen ist die intensive Nutzung von Kōans, das heißt jener unlogischen Sprüche, die dem Meditierenden helfen, Diskursivität zu überwinden - was das wichtigste Ziel der Zen-Meditation ist.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas ist aber nur die eine Bedeutung von „Wolken-Tor“, die andere könnte poetisch einfach „Durchbruch zur wahren Erleuchtung“ bedeuten. Von der grafischen Umsetzung her ist das zweite Zeichen, jenes für „Tor“ \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e門\u003c\/span\u003e so stark abgewandelt, dass es nur noch wie ein Wolkenfetzen \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003eつ\u003c\/span\u003e aussieht. Auch das erste, eigentlich recht komplizierte Zeichen für Wolke \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e雲\u003c\/span\u003e, ist extrem vereinfacht. Somit mag zunächst vom Priester-Kalligrafen in dieser Kalligrafie wohl eher die poetische Bedeutungsvariante anvisiert sein.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eAllerdings ist das dritte Zeichen für „sagen“ \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e云 \u003c\/span\u003esehr klar formuliert, was wieder die erste Begriffsdeutung, d.h. des Namens einer Zen Schule mit ins Spiel bringt… Es ist durchaus anzunehmen, dass der intelligente Priester beide Aspekte von „Wolken-Tor“ in seinem Schriftkunstwerk vereinen wollte.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"28cm x 191cm \/ Papier","offer_id":55775790236033,"sku":"251015 BE4","price":3400.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_6672.jpg?v=1780907379"},{"product_id":"hell-und-deutlich-mei-rekireki-明歴々-omori-sogen大森曹玄-rinzai-priester-1904-1994","title":"„hell und deutlich“ mei rekireki 明歴々 | Ōmori Sōgen大森曹玄  (Rinzai Priester) | 1904-1994","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eŌmori Sōgen war ein japanischer Priester der Rinzai Zen-Schule. Er war ein Vorsteher der Tenryū-ji-Linie in Arashiyama und wurde 1945 Präsident der Hanazono-Universität in Kyoto.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie kalligrafierte Sentenz auf diesem Rollbild ist bei Zen-Priestern beliebt. Gerade in dieser geistig-religiösen Disziplin verwundert die Forderung nach „Klarheit und Deutlichkeit“ (was man mit Vorstellungen von logischem Disput verbindet) vielleicht auf Anhieb. Doch das Verständnis von Klarheit und Deutlichkeit im Sinne des Zens ist ein durch Meditation seelisch gereinigter Geist, der die Welt und die Existenz intuitiv und schlagartig in ihrem wahren Wesen erkennt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas wichtigste Zeichen für Ōmori Sōgen in dieser Sentenz ist das erste: \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e明\u003c\/span\u003e. Es ist eine Aneinanderreihung von Sonne \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e日 \u003c\/span\u003eund Mond \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e月\u003c\/span\u003e. Diese beiden Gestirne kombiniert bürgen für Helligkeit. Erstaunlich nun, dass der Kalligraf das Zeichen stark verformt, man könnte sagen „undeutlich“ macht. Der Sonnenteil \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e日\u003c\/span\u003esieht aus wie ein Mund \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e口\u003c\/span\u003e, und vom Mond \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e月 \u003c\/span\u003eist für den normal Gebildeten nicht viel zu erkennen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDoch Kalligrafie ist ja nicht ein „Schreiben als korrekte Mitteilung“. Kalligrafie will und soll über das „Verständigungs-Vehikel“, das ein Schriftzeichen ist, hinausweisen - über einen Inhalt nicht informieren, sondern ihn mit Geist und Seele erfahrbar machen. Die linke Hälfte stellt hier gleichsam nur eine Öffnung dar, aus der mit strähnigem Pinselstrich plötzlich ein Licht entweicht. (Anmerkung zu dieser strähnigen Verbindung: Der Kalligraf lebte im 20. Jahrhundert und muss sich als gebildeter Mensch bewusst sein, dass der Mond nur leuchtet, weil er Licht von der Sonne bekommt. Ob ihm das beim Kalligrafier-Vorgang bewusst war, kann natürlich nicht verifiziert werden)\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDurch den tiefschwarzen Bogen empfinden wir ein Leuchten, das dieser schwarze Bogen – fast bis zur Öffnung links zurückkehrend – umschließt. Hier wird der Begriff „hell“ also nicht mit \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e明\u003c\/span\u003e (dem Sonne-Mond-Kombinat) geschrieben, sondern mit einer Leerform gefühlsmäßig als Lichtquelle erfahrbar gemacht.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas wesentlich kompliziertere Zeichen für „deutlich“ \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e歴\u003c\/span\u003e wird links davon viel kleiner und (trotz schwungvollen Vereinfachungen) eindeutiger als Schriftzeichen wiedergegeben. Seine Wiederholung ist ein im Schreiben allgemein benutzter Kürzel \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e々\u003c\/span\u003e. \u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"48cm x 124cm \/ Papier","offer_id":55927436050817,"sku":"230817 H4","price":2400.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_6995.jpg?v=1784288456"},{"product_id":"chinesischer-morser-唐臼-seisetsu-shucho-誠拙周樗-1745-1820","title":"Chinesischer Mörser 唐臼  | Seisetsu Shūcho 誠拙周樗 | 1745-1820","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eSeisetsu Shūcho, der auch Daiyu Kokushi genannt wurde, war ein hoch angesehener Zen-Priester, Künstler und Schriftsteller. Er galt als wichtige Persönlichkeit für den Wiederaufbau und die Wiederbelebung des zweitgrößten Zen-Tempels in Kamakura, des Engakuji.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDer Text oben links des bedeutendsten Zen-Patriarchen der Tang-Zeit, der als erster die unmittelbare Erleuchtung \u003cem\u003esatori\u003c\/em\u003e als das wahre Moment des Zens definierte, ist folgender:\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e盧公\u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e \u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e去後\u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e \u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e秋粛々\u003c\/span\u003e “Nach Hui-neng (638-713) ist der Herbst still und ruhig geworden.” Damit will Shūcho ausdrücken, dass dieser 6. Patriarch endgültig festgelegt hat, worauf es im Zen ankommt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas Motiv der Malerei ist denn auch ein „chinesischer Mörser“ - ein relativ großes, schon im 18. Jahrhundert lange veraltetes Werkzeug, um \u003cem\u003emochi\u003c\/em\u003e-Reismehl herzustellen (es wird heute noch in Bangladesh benutzt). Der Mörser ist ein Sinnbild für die Leistung, die ein Zen-Adept erbringen muss, wenn er anstrebt, seine kleinlichen Sorgen so zu pulverisieren, bis sie nur noch Staub sind, den ein Windstoß vertreiben kann. Dabei gilt aber die Arbeit an einem chinesischen Mörser als hart; oft musste sie sogar von zwei Arbeitern geleistet werden.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e   \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eShūcho vereinfacht die Darstellung des bulkigen Werkzeugs - die Mörserwanne selber ist nur ein Kreis, und der lange Querbalken mit dem Mörserkopf ist nicht komplizierter als das Schriftzeichen für die „Eins“. Es scheint mir jedoch bedeutsam für die Parabel, dass das rechte Ende des Querbalkens als Pinselzug strähnig und dünn wird, also leicht wirkt (was zur Folge hat, dass das linke Ende mit dem Mörserkopf umso schwerer aussieht), und dass dieses Ende nicht auf dem H-förmigen Gestell rechts ruht. Da die Arbeitsleistung ja darin besteht, den Balken mit dem schweren Mörserkopf herunter zu drücken (s. Foto), damit der Mörserkopf dann in die Wanne fällt und die Reiskörner zerdrückt, ist das Werkzeug hier im Zustand erfasst, bevor jemand die Arbeit verrichtet hat, und so soll die Malerei auch direkt den Zen-Adepten ansprechen: Ohne deine Leistung passiert gar nichts, und du musst diese Leistung mehrmals unter großer Anstrengung wiederholen,\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003ebis du irgendeinen brauchbaren Effekt erzielst, d.h. bis dein seelisch-geistiger Kleinkram zu Staub zerfällt und du bereit bist, \u003cem\u003esatori \u003c\/em\u003eerfahren zu können.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e    \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Montierung reagiert auf die Schwerfälligkeit des altertümlichen bäurischen Werkzeugs: die gelblichen Brokatstoffe haben Gewicht, das dunkle Blau lastet, und die Rollenaufsätze sind aus Hirschhorn, das nicht leicht und gefällig wirkt wie etwa Elfenbein oder schwarzer Hochglanz-Lack.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"60cm x118cm \/ “Papier”","offer_id":55968214876545,"sku":"151007 AA4","price":2400.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_7074.jpg?v=1784807232"},{"product_id":"kalligrafie-diptychon-mongolischer-kalligraf-蒙古王-mongolischer-konig-20-jh","title":"Kalligrafie Diptychon | Mongolischer Kalligraf 蒙古王 (=“Mongolischer König“) | 20.Jh.","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDiese Kalligrafie fasziniert, weil sie voller Rätsel ist. So steht auf den Bildern hinten auf der oberen Leiste eine Inschrift, die man als „Mongolischer König“ (oder „Fürst“, „Prinz“ etc.) übersetzen kann. Der Begriff scheint alt zu sein - er geht bis auf Kublai Khan (1215-1294) zurück und wurde noch im 19. Jahrhundert verwendet. Betrifft nun diese Angabe den Dichter des Texts oder den Namen des Kalligrafen? Nachfragen bei einer Fachperson für mongolische Kultur, die bei der Ausstellung über die Mongolei im Rietbergmuseum (2025-26) mitarbeitete, brachte keine Klärung. In der GUIGNARD KYOTO COLLECTION befindet sich noch eine weitere mongolische Kalligrafie im Stil der „Hundert Varianten für das Zeichen Glück“, wie das in China beliebt war. Daraus kann man nur folgern, dass mongolische Schriftkünstler und -Maler im mehr oder weniger intensiven Einflussbereich chinesischer Kunst standen\/stehen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eSpricht man zunächst vom chinesischen Aspekt dieses Diptychons (ist es überhaupt eines, oder sind das zwei gleich gestaltete unabhängige Kalligrafien?) so ist sicher die Montierung stark chinesisch: In Japan nennt man die beiden hellen Streifen außen an den Längs-Rändern der Montierung \u003cem\u003eminchō\u003c\/em\u003e „Ming-Zeit Bordüre“, womit einfach „chinesische Streifen“ gemeint sind.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Stempel sind kaum leserlich, doch bei einem lassen sich darin drei chinesische Zeichen ausmachen \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e長、書、圖　\u003c\/span\u003e(„lang“ „Schrift“ „Bild“); das vierte wird von einem Pinselzug derart verdeckt, dass es unleserlich bleibt. Es ist zumindest erfreulich, dass diese Zeichen als „langes Schriftbild“ dieser zwei Objekte sinnvoll wären (ob diese Interpretation wirklich zutrifft, ist nicht geklärt).\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eWenn es sich um ein chinesisches oder japanisches Diptychon handelt, sind die Unterschriftzeilen je an der Außenseite der Bilder angebracht – hier findet man beide auf der linken Seite.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie beiden Kalligrafien bestehen je aus vier Zeichen (in China und Japan sind fünf Zeichen ein Standard). Das Auffälligste an dieser Kalligrafie ist der verwendete Pinsel: er läuft nicht in die Spitze, sondern ist vorne quer abgeschnitten. Das ergibt natürlich vollkommen andere Strichwirkungen.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e   \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eInteressanterweise sind die Zeichen der Signatur mit einem „normalen“ (chinesischen) spitzen Pinsel geschrieben. Das bedeutet, dass die Wahl des vorne horizontal gekappten Pinsels eine originelle künstlerische Entscheidung war, die sich (nach meinem Wissen) nicht an chinesischen Vorbildern orientierte. Einzelne Zeichen wirken vielleicht etwas hart, andere sind aber schwungvoll und von bezaubernder grafischer Eleganz.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"44cm x 188cm \/ Papier","offer_id":55968244171137,"sku":"181017 J3","price":1800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_7061.jpg?v=1784808138"},{"product_id":"kalligrafie-avantgarde-魁-suda-kokuta-須田剋太-1906-1990","title":"Kalligrafie  „Avantgarde“ 魁 | Suda Kokuta 須田剋太 | 1906-1990","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eEin \u003cem\u003eshiki\u003c\/em\u003e (normalerweise knapp 20cm x 20cm groß) ist eine etwas spielerische Form der Kunstpräsentation. Da es sich um einen Karton handelt (mit feinem Goldrand) ist es ein leicht zu behandelndes Objekt – man kann es im einfachsten Fall ganz simpel an der Wand fixieren oder es in eine eigens für\u003cem\u003e shiki \u003c\/em\u003ekonstruierten Rollbildmontierung (die wie ein Wechselrahmen funktioniert) zu einem Wandschmuck gestalten.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDieses \u003cem\u003eshiki \u003c\/em\u003eist monumental, und da es sich um ein kapitales Werk handelt, auch großartig in einem Rahmen präsentiert. Kokuta liebt den kraftvollen, fast architektonischen Strich; seine Bilder haben stets eine Wucht, die einen unmittelbar in Bann schlägt. Er pflegt oft seine Zeichen geradezu ins Format zu zwängen – in Gegenposition zur Zen-Liebe der leeren Fläche in japanischer traditioneller Malerei.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e   \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDieses Zeichen für „Avantgarde“ ist so stark wie eine Eisenkonstruktion – man erinnert sich an Malereien von P. Soulages und an Eisenplastiken von E. Chillida.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eSeltsam, dass der Maler im Westen noch nicht sehr bekannt ist, obwohl er in Japan eine Ikone moderner Kunst geworden ist.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"(gerahmt) 49cm x 57cm \/ shiki (Karton)","offer_id":56273968038273,"sku":"151215 JB3","price":4500.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_7773.jpg?v=1789555266"},{"product_id":"kalligrafie-ertragen-nin忍-ein-zeichen-wiegt-1000-goldstucke-auf-gesshu-soko-月舟宗胡-1618-1696","title":"Kalligrafie „Ertragen“ nin 忍 („ein Zeichen wiegt 1000 Goldstücke auf“) | Gesshū Sōko 月舟宗胡 | 1618-1696","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eGesshū Sōko ist ein Zen Priester der Sōtō-Sekte. Von seiner Ausbildung her gehört er zur Ōbaku-Schule. Diese Schule bestand zur Hauptsache aus Priestern, die am Ende der Ming-Zeit (1368-1644) aus China geflüchtet waren und in Kyoto Zuflucht und großzügige Aufnahme fanden. Diese chinesischen Mönche brachten einen neuen Kalligrafie-Stil mit nach Japan. Einer davon ist die Darstellung einer Sentenz, bei der das erste Zeichen ganz prominent geschrieben wurde. Im Prinzip konzentriert sich dann auch die ästhetische Rezeption einer solchen Kalligrafie vorwiegend auf dieses erste Zeichen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eHier ist es das Zeichen für „Ertragen, Aushalten“. Das Zeichen besteht aus zwei Teilen. Der obere Teil ist ausschlaggebend für die Lesung nin des Zeichens. Doch mich irritiert auch dessen Bedeutung: „Klinge“. Der untere Teil des Zeichens bedeutet „Herz“. Ob die Interpretation „Das Herz mit der Klinge schneiden“ (also psychische und physische Schmerzen aushalten) für die Etymologie des Zeichens wissenschaftlich zulässig ist, kann ich nicht versichern, aber sie ist verlockend.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eAuch Kalligrafen sind oft schöpferisch in der Deutung der Zusammensetzung von Zeichen-Elementen – nicht selten lassen sie Elemente weg, wenn es dem erzielten Pinselduktus förderlich ist.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eIn diesem Bild kommt es noch zu einer Zugabe von zwei Punkten (Spritzer) oben rechts. Der Vergleich mit einer anderen Kalligrafie dieses Zeichens vom selben Priester (s. Zitat, wo diese Punkte nicht vorhanden sind, führt wohl schlüssig zu dieser Annahme. Auch sonst hilft diese hinzugezogene Kalligrafie, den originalen Duktus des Priester-Malers zu erfassen und bietet ein Authentifizierungs-Moment: Die je unteren Teile des Zeichens, d.h. das „Herz“-Element, sind fast identisch.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Sōtō-Schule war mit ihren strikten Regeln bei den Samurai die beliebteste Zen-Sekte. Der Begriff „Ertragen“ war für sie dabei besonders wichtig; er ist zentral für die Geisteshaltung der japanischen Ritter. Gerade in dieser Kalligrafie (noch mehr als in der hinzugezogenen) hat der Pinselduktus im oberen Teil einen entschieden „männlichen“ Zug, der beim Formulieren von „(Schwert-)Klinge“ aussagekräftiger ist als bei dem eleganten geschwungenen Zeichen des Vergleichsexemplars.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"60cm x 120 cm \/ Papier","offer_id":56274018566529,"sku":"241025 AF4","price":3600.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_7783.jpg?v=1789556358"}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/collections\/IMG_7061.jpg?v=1792581531","url":"https:\/\/guignard-kyoto-collection.ch\/collections\/kalligrafie.oembed?page=2","provider":"Guignard Kyoto Collection","version":"1.0","type":"link"}