{"title":"Japanische Rollbilder","description":"\u003cp\u003eEINE SAMMLUNG VON ROLLBILDERN VON NAMHAFTEN MALERN DES 16.-19. JHS.\u003c\/p\u003e","products":[{"product_id":"ancient-korean-pottery","title":"Landschaft mit Halbinsel | Terazaki Kōgyō 寺崎廣業 | 1866-1919","description":"\u003cp\u003eTerazaki Kōgyō stammt aus Akita in Nordjapan. Er gehörte zu den fortschrittlichsten Malern seiner Zeit. Da er sehr talentiert war, wurde er in den Kreis um Okakura Tenshin aufgenommen, der zusammen mit dem Amerikaner Ernest Fenellosa die theoretische und aesthetische Grundlage für die Malerei der Meiji-Zeit (1868-1912) konzipierte. Als sich der illustre Aesthetenkreis auflöste, ging Terazaki eigene Wege. In einigen Bildern integrierte er stark  westliche Darstellungstraditionen. Da er aber auch intensiv chinesische Malerei studiert hatte, konnte er von Bild zu Bild die Akzente wechseln.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e \u003c\/p\u003e\nDiese Landschaft ist im Ansatz ganz im Stil von traditioneller japanischer Tusche-Malerei gehalten. Was das Bild von älteren Landschaftsbildern mit diesem Motiv unerscheidet, ist die in der Meji-Zeit beliebte Verwendung von sehr dünner, wässeriger Tusche, die den Anschein gibt, sich frei zu bewegen. Dieser Wasser-Effekt wird eingesetzt, um eine Illusion von Dunst, den Japaner seit alters sehr mögen, zu evozieren. Terazaki ist ein Meister im Umgang mit dieser Technik, wie man das im Blätterwerk der Baumgruppe gut erkennen kann. Er benutzt aber auch ganz dünnflüssige Tusche für den Abend-Himmel.  Die runde ausgesparte Fläche wird zum fahlen Vollmond, der kaum wahrnehmbar, aber sehr poetisch aus den Nebelwolken tritt.","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"43cm x 189cm \/ Seide","offer_id":47833680478508,"sku":"","price":1800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/Terazaki.4.jpg?v=1708793545"},{"product_id":"antique-chinese-ming-dynasty-vase","title":"Mandarinentenpaar | Matsumura Keibun 松村景文 | 1779-1843","description":"\u003cp data-mce-fragment=\"1\"\u003eMatsumura Keibun ist eine herausragende Malerpersönlichkeit in Kyoto im 19. Jh. Sein älterer Halbbruder Goshun hatte zusammen mit dem Malergenie Maruyama Ōkyō (1733-1795) die Shjō-Schule gegründet, aus deren Institution während eines ganzen Jahrhunderts hoch talentierte Maler in Kyoto hervorgingen. Keibun war sehr produktiv, man findet auch heute noch oft Werke von ihm im inländischen Kunsthandel. Das Erstaunliche ist aber, dass er bei solcher Produktivität eigentlich nur erstklassige Qualität geschaffen hat (was man nicht von allen grossen japanischen Malern behaupten kann).\u003c\/p\u003e\n\u003cp data-mce-fragment=\"1\"\u003eKeibun besass ein schlafwandlerisch sicheres Formgefühl, einen edlen Sinn für die Farbe und ein unbestechliches Auge, das er in der Realismus-Tradition von Maruyama Ōkyō geschult hatte. Er war kein Revolutionär, sondern pflegte die klassischen Themen und schuf sie – innerhalb der Tradition – immer neu und ansprechend.\u003c\/p\u003e\n\u003cp data-mce-fragment=\"1\"\u003eMandarinenten von Keibun sind berühmt geworden, und sie sind seit alters beliebt, da diese beiden Vögel ein Symbol von Partnertreue sind. Dieses Paar hier geniesst warme Frühlingstage unter aufblühenden weissen Kirschblüten in seligem Halbschlaf.  \u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"53cm x 192cm \/ Seide","offer_id":47833804767532,"sku":"","price":2500.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/Download3.jpg?v=1708793635"},{"product_id":"sesshu-studie-im-rundbild-kano-isenin-狩野伊川院-1775-1828","title":"Paneel: Zwei Landschaften (ehemals Diptychon) | Kanō Yōsen‘in 狩野養川院  | 1753-1808","description":"\u003cp data-mce-fragment=\"1\"\u003eYōsen‘in war der sechste Leiter des Kobikichō-Ateliers der Kanō-Schule in Tokyo und stand in direkten Diensten des damaligen Shoguns (als sog. oku eshi). Er erhielt mehrere hohe Ränge, die seine offizielle Wertschätzung beweisen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp data-mce-fragment=\"1\"\u003eEin professioneller Maler jener Zeit musste verschiedene Stile beherrschen; ein Personalstil war vor allem in der Kanō-Schule nicht gefragt. Yōsein‘in gibt in diesem Diptychon einen Beweis für seine Meisterschaft in der Beherrschung der chinesischen Tusche-Malerei, wie man sie seit dem 15. Jahrhundert in Japan pflegte. Er folgt darin einer Standard-Bildkomposition von zwei Landschaften, die im Diptychon quasi an den „Außenseiten“ der Bilder hochgezogen und oben von Bergen, die aus dem Nebel aufragen, abgeschlossen werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp data-mce-fragment=\"1\"\u003eDie Pinselsprache von Yōsenin überzeugt in der erfrischenden Attacke seines kaum von Tusche gesättigten Pinsels. Dieser fast ruppig wirkende Stil (der aber durchaus traditionell ist) macht die Zen-Kultur, der solche Malerei zutiefst verbunden ist, besonders gut spürbar. Wir erkennen hier ein Bemühen um den Ausdruck von schmuckloser Wahrhaftigkeit, die die asketische, allen Schnörkeln abholde Gesinnung der Zenmönche treffend widerspiegelt.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"71cm x 109cm \/ Seide","offer_id":47857468047660,"sku":"","price":3500.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/Download_4.jpg?v=1708793950"},{"product_id":"meisen-im-herbst-yamada-koun-山田耕雲-1878-1956","title":"Meisen im Herbst | Yamada Kōun 山田耕雲 | 1878-1956","description":"\u003cp data-mce-fragment=\"1\"\u003eYamada Kōun ist ein Vertreter des Nihonga-Stils. Nihonga heisst eigentlich „Japanische Malerei“, bezeichnet aber speziell jene Richtung traditioneller Malerei, die seit dem späten 19.Jh. - als westliche Malerei, aber auch chinesische Malstile in Japan beliebt waren - als typisch japanisch empfunden wurde. Kleine Vögel – Spatzen　Meisen und Nachtigallen, sind seit alters beliebte japanische Motive. Ornithologisch sind die Vögel nicht ganz einfach zu bestimmen – man wird am ehesten an Meisen denken. In dieser natürlichen farbigen Darstellung auf einem herbstlichem Geäst, werden sie allerdings erst im 20.Jh. ins Bild gesetzt..\u003c\/p\u003e\n\u003cp data-mce-fragment=\"1\"\u003eDie wundervolle Montierung mit dunkelblauer Seide und einem Zikadenmotiv und Suzukigras, das an sonnige Herbsttage denken lässt, ist von besonderem Reiz.\u003c\/p\u003e\nDer Maler wurde mehrfach ausgezeichnet und seine Werke fanden Eingang in das National Museum of Modern Art in Tokyo.","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"55cm x 206cm \/ Seide","offer_id":47857555341612,"sku":"110303 CC3","price":1800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/Download.jpg?v=1708793729"},{"product_id":"pflaumenblutenzweige-yamamoto-baiitsu-山本梅逸-1783-1858","title":"Pflaumenblütenzweige | Yamamoto Baiitsu 山本梅逸 | 1783-1858","description":"\u003cp data-mce-fragment=\"1\"\u003eBaiitsu ist eine der interessantesten Erscheinungen in der Malerei des 18.Jahrhunderts. Er hatte sich in Nagoya bei einem Kunstsammler an Originalen von chinesischer Malerei schulen können und verfügte mit Bravour über verschiedene Stile.\u003c\/p\u003e\n\u003cp data-mce-fragment=\"1\"\u003eDie Komposition dieses Bildes ist ausserordentlich kraftvoll und überzeugt im Tempo der Pinselführungen. Der sparsame Gebrauch von Tusche beim Malen der Zweige gibt eindeutig die rissige Rinde eines Pflaumenbaums wieder. Für die Darstellung der zarten Blüten verwendete der Maler aber einen feinen, gut gesättigten Pinsel, der in eine Tusche getaucht wurde, die wesentlich stärker mit Wasser verdünnt wurde als jene für die schwarzen Äste und deshalb ein sensibles Grau aufweist.\u003c\/p\u003e\n\u003cp data-mce-fragment=\"1\"\u003eEs braucht vielleicht eine Weile, bis man die Feinheiten dieser Malerei erkannt hat. Doch wenn wenn man sich auf das Bild einlässt, wird man fasziniert von der Synthese männlich empfundener Disziplin und einer weiblich wirkenden Sensualität.\u003c\/p\u003e\n\u003cp data-mce-fragment=\"1\"\u003eSiegel und Signatur sind einwandfrei. \u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"43cm x 210cm \/ Papier","offer_id":47857578475820,"sku":"110621 EE3","price":2200.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/Yamamoto4.jpg?v=1708793795"},{"product_id":"nakabayashi-chikudo-fuji","title":"Fuji 富士山 | Nakabayashi Chikudō (Chikutō) 中林竹洞 | 1776-1853","description":"\u003cp\u003eChikudō stammte aus Nagoya, das in der Edo-Zeit (1603-1867) nicht gerade als wichtiges Kunstzentrum Japans bezeichnet werden konnte. Er war der Sohn eines Artzes und hatte aber zusammen mit seinem auch berühmt gerwordenen Kollegen Yamamoto Baiitsu (1783-1856) das Glück, Zugang zu einer bedeutenden Sammlung chinesischer Kunst eines reichen Händlers zu haben. Dort bildeten sich beide Maler mit Kopien chinesischer Kunst der Ming-Zeit (1368-1644) und der Ching-Zeit (1644-1912).\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e1803 zog er dann aber mit seinem Kollegen Baiitsu 1803 in die Kulturhaupstadt Kyoto, wo er seine Ausbildung und Kenntnis chinesischer Kunst ausnützte und zum Gründer der sog. \u003cem\u003enanga\u003c\/em\u003e-Schule wurde, einer Stilrichtung, japanischer Malerei mit chinesischen Motiven, die weit ins 19. Jh. von eminenter Bedeutung war und die Stillandschaft der japanischen Malerei wesentlich bereicherte.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDiese Darstellung des Fuji-san ist allerdings ein vollkommen japanisches Thema; eine chinesische Note könnte man höchstens an dem Festhalten der Zentralachse erkennen, denn die Chinesen liebten ja seit alters die Symmetrie in ihren Kunstformen. Selbst die Unterschrift und die Angabe, dass Chikudō das Bild als 71-jähriger gemalt hat, ist zentral platziert. Chikudō wählte einen Künstlernamen, der (mit dem 2. Zeichen) auch recht chinesisch anmutet: Chūtan 沖澹. Doch die  Bedeutung des Namens  - “ruhiges Meer“ - passt zur erhabenen Stille des umwölkten Götterbergs wunderbar.\u003c\/p\u003e\nDie Montierung des Rollbilds  ist vermutlich neueren Datums; das Blau der Umfassung (\u003cem\u003echūmawashi\u003c\/em\u003e) ist eine glänzende himmelblaue Seide, die die Eleganz der Malerei unterstreicht.","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"49cm x 195cm \/ Papier","offer_id":48036421501228,"sku":"210419 AB3","price":1200.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/Download_1_0200878d-f409-44cf-a5e8-0543f5f1cc90.jpg?v=1708794155"},{"product_id":"tani-buncho-1763-1840-meerbucht-diptychon","title":"Meerbucht Diptychon | Tani Bunchō 谷文晁 | 1763-1840","description":"\u003cp\u003eTani Bunchō ist eine herausragende Persönlichkeit in der Kunstwelt des frühen 19. Jahrhunderts. In vielen Künstlerviten taucht er als Mentor, Berater, Lehrer und Wegbereiter auf. Er muss eine sehr gewinnende Ausstrahlung bessen und mit den unterschiedlichsten Menschen den richtigen Ton gefunden haben. Diese menschliche Offenheit widerspiegelt sich auch in seiner Kunst – es gibt kaum einen Stil, in dem er sich nicht versucht hätte. Er konnte Werke ausfeilen und umsichtig komponieren oder aber den Pinsel tanzen oder gar wirblen lassen und erzielte damit immer wieder  eine genialische Wirkung.  \u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDieses Doppelbild gehört in diese Kategorie der schnellen Pinseleskapaden. Kaum je sind Schrift und Bild so eng verwandt gewesenwie auf diesem Diptychon. Die Darstellung der Kiefern, die in der Bucht auf dem rechten Bild stehen, lassen den genau gleichen Duktus erkennen wie seine berühmte „Krähenfuss-Unterschrift“.\u003c\/p\u003e\n Das Siegel konnte nicht verifiziert werden. Doch das erstaunt nicht weiter, da von Bunchō - und das passt zu seiner flamboyanten Persönlichkeit – über 180 Siegel überliefert sind. Wenn eine Sammlung von Siegeln so reich ist, ist paradoxerweise die Chance gross, dass sie nicht vollständig ist...","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"45cm x 180cm \/ Papier","offer_id":48096960184620,"sku":"180505 AH3","price":2800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/Download_3_729f1dea-5d72-40c3-9096-3e4e506008a7.jpg?v=1708794479"},{"product_id":"kano-isenin-sesshu-study","title":"Sesshū-Studie im Rundbild von Kano Insen'in 狩野伊川院  |  1775-1828 mit Kalligrafie von Kamo Suetaka 加茂季鷹  |  1754-1841","description":"\u003cp\u003eKanō Isen'in ist einer der letzten grossen Kanō-Meister. Die Kanō-Schule war seit dem 15. Jh  die führende Kunstinstitution in Japan – wenn ein junges Talent als Maler das Metier gründlich lernen wollte, ging er zu einem Kanō-Meister. In allen grösseren Zentren Japans gab es autoritative Kanō-Ateliers. Ihre Leiter waren die Topkünstler der Zeit. Kanō Isen'in war der 7. Leiter des Kobikichō-Ateliers in Edo (Tokyo), das die Bestellungen der höchsten politischen Führer des Landes ausführte.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDer nachhaltige Erfolg der Kanō-Schule beruhte auf den klaren künstlerischen Richtlinien. Es gab hervoragende Motiv-Behandlungen, die von allen Arbeitern eines Ateliers minutiös studiert und reproduziert werden mussten. Man eignete sich in der Institution gezielt auch verschiedene Stile an, die abrufbar zu sein hatten. Einer dieser Stile war die Zen-Malerei im Stile von Sesshū (1420-1506). Dabei begnügte man sich nicht mit einem ungefähren Studium, sondern nur mit gewissenhafter Kopie. Selbst die grössten Meister fanden sich nicht zu schade, sich mit diesem grossartigsten aller Tusche-Künstler auseinanderzusetzen. Isen’in schmückte sich beim Studium nicht mit falschen Federn. Er kopierte sogar die Unterschrift von Sesshū, da sie für ihn integraler Bestandteil der Malerei war, die er grenzenlos verehrte.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDieses Objekt ist besonders interessant, da sie die Malerei im kostbaren, leicht goldakzentuiert gefassten Medaillon mit den Schriftzügen eines der grössten Kalligrafen der Zeit, einem Priester des Kamo-Schreins in Kyoto kombiniert, der sogar noch 20 jahre älter ist als der Maler.\u003c\/p\u003e\nDie Montierung ist alt; die braune Einfassung zeigt verhalten ein Schildkrötenmotiv, was zu den beiden Leisten über und unter dem Bild (den sog. \u003cem\u003eichimonji)\u003c\/em\u003e mit dem chinesischen Zeichen für Glück passt, denn Schildkröten sind Gratulationssymbole.","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"42cm x 165cm \/ Seide","offer_id":48096949567788,"sku":"160308 E3","price":2400.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/Sesshu4.jpg?v=1708794554"},{"product_id":"tsurukawa-togi-20-jh-weisse-reihera","title":"Weisse Reiher | Tsurukawa Tōgi 鶴川藤儀 | 20. Jh.","description":"\u003cp\u003eÜber diesen Maler ist nichts in Erfahrung zu bringen, aber er ist zweifellos begabt und verfügt über erstaunliche Möglichkeiten. Reiher und Kraniche in grosser Anzahl – machmal sollen es hundert sein – auf einem Bild zu vereinen, hat Tradition. Sie könnte auf Hokusai zurückgehen, der in seinen Skizzenbüchern aberdutzende von Reihern in unterschiedlichen Stellungen beim Filegen, Landen und Fressen etc. mit wenigen Strichen festgehalten hat. Wenn ein Maler sich in dieser Techik übt, kann er seine Virtuosität beweisen, indem er keine keine zwei Vögel genau gleich darstellt. Das ist auch bei diesem Bild der Fall. Doch trotz dee Eifers  Variationen zu erfinden, wirkt jede einzelne Reiherposition natürlich – man spürt keinen Zwang von Originaltät in den Stellungen der Vögel.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eBezaubernd ist auch insgesamt der leichte Grauton, durchzogen von den feinen schwarzen Linien, mit denen die Reiher gezeichnet sind..       \u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"38cm x 166cm \/ Papier","offer_id":48036444209452,"sku":"121029 A4","price":1200.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/Download_2_2455cc3d-2b6b-46a2-bfae-ec2b5cc41495.jpg?v=1708794638"},{"product_id":"vogel-auf-hagistrauch-yamamoto-baiitsu-山本梅逸-1783-1856","title":"Vögel auf Hagistrauch | Yamamoto Baiitsu 山本梅逸 | 1783-1856","description":"\u003cp\u003e\u003cspan lang=\"DE\" style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-fareast-font-family: 'MS Mincho'; mso-font-kerning: 1.0pt; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: JA; mso-bidi-language: AR-SA;\"\u003eBaiitsu lebte in Nagoya, wo er wenig Zugang zu klassischer japanischer Kunst hatte. Aber er war der Protégé eines reichen Händlers, der chinesische Kunst der Ming- und Ching-Dynastie sammelte. Bei ihm studierte Baiitsu die Originale und hatte deshalb immer ein chinesisches Flair in seinen Bildern; seine Werke pflegen einen Hang zum Kostbaren und Prachtvollen aufzuweisen. Man findet bei ihm auch eine ganz andere Bild-Gestaltung als bei seinen japanischen Kollegen. Die poetischen leeren Zonen, die in einem Bild japanischer Malerei so sprechend und erfüllt sind, entdeckt man bei ihm selten. Umso großartiger – deutlich an chinesischen Vorbildern geschult – ist sein Umgang mit der Farbe. Dieses Bild ist außerordentlich reich in den Nuancen der Grüntöne im Blätterwerk. Zudem konzentriert Baiitsu geschickt das intensivste Blau in den Köpfen der Vögel. Diese wirken brillant, da dieses Blau von den roten Akzenten der Hagiblüten in seiner Wirkung gesteigert wird. \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003c!----\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"48cm x 178cm \/ Seide","offer_id":49561977028908,"sku":"","price":2400.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1245.jpg?v=1723210549"},{"product_id":"bucht-mit-reiter-hashimoto-gaho-橋本雅邦-1835-1908","title":"Bucht mit Reiter | Hashimoto Gahō 橋本雅邦 | 1835-1908","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eGahō ist eine der faszinierendsten Persönlichkeiten in der Kunstwelt der Meijizeit (1868-1912), als es für japanische Künstler schwierig wurde, die eigene Tradition weiterzuführen und sich gleichzeitig auch mit westlicher Malerei auseinanderzusetzen. Auch wenn es im Oeuvre von Gahō sehr unterschiedliche Beschäftigungen mit Stilen gibt, war für ihn doch vielleicht das wichtigste Thema, die alte Kunst der Tuschemalerei, wie sie seit dem 15.Jh. in der japanischen Kultur ausgebildet worden war, mit neuem Leben zu erfüllen. Er war nicht an der Repetition von Stilen interessiert, sondern an einer brisanten Neuen Sicht.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas trifft auch für dieses Rollbild zu: Das Motiv des taoistischen Weisen, der auf seinem Esel durch die Landschaft reitet und sich ganz dem Willen des Tieres überlässt, weil er zur Einsicht gekommen ist, dass alles menschliche Wollen doch eigentlich nirgendshin führt, ist sehr alt. Doch wie hier das taoistische Weltverständnis vom Anpassen an den Lauf der Dinge formuliert wird, ist sehr originell. Die Biegung der Bäume entspricht dem runden Rücken des Esels und jenem des Reiters. Die dürren gebogenen Beine des Esels sind in der Formulierung sehr ähnlich wie die Baumstämme in den sich verlierenden Graustufen, mit denen die Tiefe der Welt suggeriert wird. Der Reiter wird also - formal nachvollziehbar - auf seinem Esel wirklich eins mit der Welt, in der er sich bewegt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eEin typischer Gahō-Geniestreich ist aber die Balancierung der dunklen Baumkronenpartie mit dem pechschwarzen scharf konturierten Teich, an dem der Weise vorbeitrottet. Ein solches fast scherenschnitthaftes Element würde man nie in der Alten Tuschemalerei finden. Hier zeigt sich der Drive der Neuzeit!\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eGahō trat im Jahr 2010 wieder stark ins Bewusstsein der Japaner, da die Neujahrsbriefmarke zum Jahr des Tigers einen prachtvollen Tiger als Sujet aufwies. In einer Philateliewoche im April wurden zudem acht Bilder des Malers ausgewählt, um eine Serie von Sonderbriefmarken zu gestalten.\u003c\/p\u003e\n\u003c!----\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"54cm x 185cm \/ Seide","offer_id":49562012287276,"sku":"100503 BA3","price":2400.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1253.jpg?v=1723211261"},{"product_id":"karpfen-鯉","title":"Karpfen 鯉 | Kanō-Schule, n.sign | 18. Jahrhundert","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eIn dieser anonymen Malerei wird der Inhalt des Karpfen-Motivs in verschiedenen Parametern der Komposition ausgedrückt. Der springende Karpfen ist in Japan ein Symbol von Kraft und Lebensenergie. Er ist das Tier des „Knabentags“ am 5. Mai, denn er soll jungen Männern beibringen, dass Karpfen sogar Wasserfälle erklimmen, wenn sie ein Ziel erreichen wollen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDer Ausdruck von Entschlossenheit und Wille kommt zunächst einmal in dem einen Auge des Fisches, dann aber auch in den trotzig herabgezogen wirkenden Mundwinkeln zum Ausdruck – d.h. der Kopf des Fisches spricht als Fokus der message schon einmal eine deutliche Sprache.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e   \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eAber in diesem Bild bezieht die Absicht, Energie auszudrücken noch viele andere Elemente mit ein: Die Flosse in der Nähe des Kopfes steht aufgerichtet wie eine Flagge, und bei der rechts abgedrehten Schwanzflosse glaubt man den Muskelstoß zu spüren, der dem Karpfen den Sprung ermöglichte. Der gekräuselte Schaum der Wellen, ist wie ein Trompetentusch, der den grandiosen Sprung akzentuiert. Und die Wellen selber durchziehen das ganze Bild mit einem kraftvollen, fast holzschnittmässig verdichteten Muster, einer Bewegung, die trotz Dunst im oberen Bereich des Bildes nie zur Ruhe kommt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas Bild ist neu montiert und restauriert, doch die wundervolle alte, goldfarbene Brokatfassung, chūmawashi, konnte gerettet werden.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e        \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003c!----\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"42cm x 142cm \/ Papier","offer_id":49562029261100,"sku":"150211 GC3","price":2800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1256.jpg?v=1723212030"},{"product_id":"landschaft-kenko-shokei-kei-shoki-賢江祥啓-啓書記-1478-1506","title":"Landschaft | Kenko Shōkei (Kei Shoki) 賢江祥啓 (啓書記) | 1478-1506","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKenko Shōkei ist einer der großen Tuschemaler der Muromachi-Zeit (1336-1573). Er hat auch den Namen „Der Sekretär Kei“, da er Sekretär des Tempels Kenchōji in Kamakura war. Kenko Shōkei steht deutlich unter dem Einfluss der chinesischen Malerei der Sung-Zeit (960-1279), wie sie auch für seinen Zeitgenossen Sesshū maßgeblich war.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas Bild hatte in den letzten fünfhundert Jahren stark gelitten und war früher schon einmal restauriert worden. Nicht alle Schäden konnten bei der neuerlichen Restauration behoben werden, aber das Bild hat wieder seine Ausstrahlungskraft zurückgewonnen. Es ist klein, doch der Detailreichtum ist bezaubernd. Ob es sich um einen Pavillon handelt, in dem der obligate Gelehrte den Vollmond betrachtet, ob man links den Wanderer entdeckt, der auch auf Sesshū-Bildern immer wieder den Pfad beschreitet, ob es die Vogelzüge von Wildgänsen sind, die in die weite Tiefe führen oder ob es sich um die eindeutig von Sung-Malerei beeinflusste Darstellung irreal spitzer Bergwelten handelt, man wird mit reichen Seh-Erlebnissen in diese alte\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003eBilderzählung hineingezogen.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e    \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas Bild ist gut dokumentiert. Die antike schadhafte Schachtel hatte noch eine gut leserliche Deckelinschrift, und so ist dieser Deckel der neuen Schachtel beigefügt worden. Ein sog. kiwame von ca. 1850 (Authentizitäts-Bescheinigung) bestätigt die Echtheit des Bildes. Der Stempel ist nur sehr schwer leserlich, kann aber recht überzeugend mit einem der wenigen authentischen Stempel von Kenko Shōkei zur Deckung gebracht werden.\u003c\/p\u003e\n\u003c!----\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"60cm x 116cm \/ Tuschemalerei auf Papier","offer_id":49562035126572,"sku":"150927 AG4","price":4500.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1273.jpg?v=1723212578"},{"product_id":"falke-mit-roter-kordel-anonym不詳-19-jahrhundert","title":"Falke mit roter Kordel | anonym不詳 | 19. Jahrhundert","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDieses Falkenbild ist nicht signiert und kann nur ungefähr datiert werden, doch zweifellos war der Maler ein eindrucksvoller Könner. Das kann man schon deshalb behaupten, weil das Bild kaum einer Schulrichtung zuzuordnen ist. Hier war viel originaler Geist am Werk. Das Bild erfüllt die Anforderung an Großartigkeit und Heroik, die ein Auftraggeber - ihn darf man wohl annehmen - von einem Portrait „seines“ Falkens erwartete. Der Bildaufbau ist schlicht, aber der Raubvogel ist dennoch in seiner Pose vollkommen natürlich.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Detailfreude ist ungehemmt – ein Absuchen der Finessen in der Darstellung des Kopfs zum Beispiel ist eine Augenweide, und doch geht ob der vielen Finessen die Kraft der gesamten Gestalt nicht verloren.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Freude an der Herrlichkeit eines solchen Vogels, wird auch mit den restlichen Elementen des Bildes zum Ausdruck gebracht – das strahlende Himmelblau der Fußfesseln und das vitale Rot der aufwendig geflochtenen Kordel, (die im Bildaufbau eine wichtige Balance-Aufgabe erfüllt) ist Ausdruck reiner Bewunderung eines majestätischen Falken\u003c\/p\u003e\n\u003c!----\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"75cm x 192cm \/ Papier","offer_id":49562068484396,"sku":"151030 A5","price":2800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1286.jpg?v=1723213046"},{"product_id":"kalligrafie-mit-malerei-von-auberginen-otagaki-rengetsu-太田垣蓮月-1791-1875","title":"Kalligrafie mit Malerei von Auberginen | Ōtagaki Rengetsu 太田垣蓮月 | 1791-1875","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eŌtagaki Rengetsu ist eine herausragende Persönlichkeit in der Frauen-Kultur von Kyoto im 19. Jh. Sie war berühmt als Dichterin, Kalligrafin, Malerin und Töpferin. Rengetsu entwickelte einen eigenen Stil, der vor allem in der Kalligrafie an die Heian-zeitliche Frauenkultur von Murasaki Shikibu und Sei Shōnagon (11. Jh.) erinnert. In ihren Kalligrafien bevorzugte sie die Hiragana-Silbenschrift wie ihre mittelalterlichen höfischen Vorbilder. Wenn Sie chinesische Zeichen (kanji) benutzte, dann vollkommen unorthodox und frei.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eRengetsu hatte ein Leben voll harter Schickalsschläge, und so entschied sie sich, der Welt entsagend, Nonne zu werden. Sie liebte es, das Einfache zu poetisieren - ihre feine Keramik, die (so will es die Legende) sie am Morgen zum Markt brachte, um sich das Essen für den Tag zu verdienen - war oft nur asche- oder lehmfarbig. Auch ihre Malerei war nie auftrumpfend; sie diente in der Regel nur zur Illustration ihrer kalligrafierten Gedichte (tanka). Für ihre Kalligrafien wählte sie stets einen sehr dünnen Pinsel, dessen Spur aber immer unvergleichlich zart und elegant war.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Montierung dieses Sommerbildes ist wahrscheinlich original – sie könnte durchaus aus der Entstehungszeit der Kalligrafie stammen. Auf jeden Fall entspricht sie in ihrer schlichten Eleganz der etwas rustikalen Qualität der Papierbasis des Bildes mit seiner unnachahmlichen Feinheit von Schrift und Malerei.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e    \u003c\/span\u003eDas Gedicht lautet frei übersetzt:\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cstrong\u003eEs gibt viel (gute) Früchte (wie Auberginen) in der Welt, doch ich finde es noch erfreulicher, Gutes zu tun (nasu: sowohl “tun“ als auch “Aubergine“)\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003c!----\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"32cm x 157cm \/ Papier","offer_id":49562107642156,"sku":"151210 C4","price":1800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1290_bc7df715-5036-48fc-b275-a284ef42e457.jpg?v=1723213496"},{"product_id":"affe-suzuki-kason-鈴木華邨-1860-1919","title":"Affe | Suzuki Kason 鈴木華邨 | 1860-1919","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eAffen haben größere Bedeutung in Asien als in Europa, wohl schon nur deswegen, weil man ihnen in vielen Ländern in den Wäldern begegnet; sie sind eine Realität wie für Europäer Hasen und Rehe. Doch ihre spezielle Achtung verdienen sie natürlich wegen ihrer Ähnlichkeit mit dem Menschen. In Japan gibt es Tempel, die Affen offiziell in ihre Tempelchronik einbeziehen und sie mit Holzskulpturen auf den Altären und als Verzierung auf Dächern etc. verehren.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Menschenähnlichkeit des Affen führte auch zur Tradition der Affendressur: Man zog dem Tier eine Weste an, nahm es an die Leine und ließ die Kreatur jene Späße treiben, die an einer Straßenecke etwas Geld einbrachten. Das Sujet von solchen dressierten Affen ist in der Malerei beliebt, aber in häufigen Fällen, spürt man eigentlich vor allem das Mitleiden des Malers für das Schicksal eines solchen Zirkus-Affen. Es kann so weit gehen, dass man anzunehmen geneigt ist, der Künstler identifiziere sich mit dem Affen. Er selber fühle sich auch am Gängelband der Gesellschaft und müsse für ein paar Münzen irgendwelche Pirouetten drehen.In diesem Bild ist die Vermenschlichung des Affen geradezu berührend. Zwar scheint er ein bisschen zu lächeln, doch er greift sich an seinen Rücken, wo das Seil, das ihn gefangen hält, befestigt ist. Er äußert damit das Bewusstsein, unfrei zu sein, eine Trauer, die man aus seinen sensibel wiedergegebenen Augen herauslesen kann.\u003c\/p\u003e\n\u003c!----\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"71cm x 116cm \/ Papier","offer_id":49562118684972,"sku":"151213 GG3","price":3500.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1295.jpg?v=1723214217"},{"product_id":"zwei-kraniche-sakai-hoitsu酒井抱一-1761-1829","title":"Zwei Kraniche | Sakai Hoitsu酒井抱一 | 1761-1829","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan style=\"mso-ansi-language: DE;\" lang=\"DE\"\u003eKraniche sind Symbole von glücklichem, langem Leben. Sie begleiten den Glücksgott Fukurokuju und sind die repräsentativen Vögel der Insel Hōraizan, d.h. der „Insel der Unsterblichen“. Etwas von diesem Symbolcharakter schwingt auch in diesem Bild mit. Die zwei Vögel sind nur auf einander bezogen, sie stehen in einem vollkommen neutralen braunen Raum. Die Position ihrer Füße gibt uns die einzige Raumtiefe, denn die Körper selber sind mehr von der Kontur her gedacht als vom Volumen (d.h. vom Dreidimensionalen). Umso kraftvoller ist das Linienspiel. Der untere Vogel ist aus einer halben Ovalform heraus gedacht - die fast geometrische Linie beginnt bei der Unterseite seines Kopfes und endet perfekt in der Kurve bei den Schwanzfedern.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan style=\"mso-ansi-language: DE;\" lang=\"DE\"\u003eSehr geschickt, wie der Maler der Gefahr ausweicht, dass die beiden Körper mit ihrem Weiß vom Hintergrund isoliert bleiben könnten: er zieht das Braun der Grundierung ins Federkleid, um Federschichten anzudeuten. Ein Kabinettstück ist auch das Spiel der Beine und Füße. Wundervoll wie hier Leerräume ausbalanciert sind durch das Gestelze der Beine und das Spreizen der Zehen.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan style=\"mso-ansi-language: DE;\" lang=\"DE\"\u003eHoitsu ist einer der großen Vertreter der Rinpa-Schule, die seit dem 16. Jh. ganz neue bildnerische Mittel erfand oder mindestens aus der Hofmalerei yamato e heraus entwickelte. Ihr Thema ist nicht Realismus, sondern Formen, Linien und Farbenspiel. Insofern haben wir es hier mit einem typischen, eleganten Rinpa-Bild zu tun.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003c!----\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"44cm x 182cm \/ Seide","offer_id":49562132185388,"sku":"160606 A0B3","price":2800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1303.jpg?v=1723214594"},{"product_id":"kalligrafie-kokochi-wohl-befinden-心地-jiun-onko-慈雲飲光-1718-1804","title":"Kalligrafie kokochi „(Wohl-)Befinden“ 心地 | Jiun Onkō 慈雲飲光 | 1718-1804","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eJiun Onkō war eigentlich ein hoch gebildeter Shingon-Priester, aber sein Interesse galt weniger dem esoterischen Buddhismus als dem Zen. Viele seiner Kalligrafien sind geradezu exemplarische Zen-Zeugnisse. Typisch für manche davon ist ein dicker, borstiger Pinsel, wie er auch in dieser Kalligrafie verwendet wurde. Damit erteilt Jiun verführerischer Geschmeidigkeit und Eleganz einerseits eine Absage, wird aber andererseits gezwungen, kleine Strichfolgen zusammenzufassen. Doch das kongruiert mit seinem Zen-Geist, der sich nicht mit Kleinkram abgibt, sondern direkt zur Essenz vorstoßen will.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eMit dem Kalligrafieren von kokochi „(Wohl-)Befinden“ betritt Jiun vermutlich Neuland – diese Zeichenkombination ist umgangssprachlich zwar geläufig, aber kaum bekannt in der Kalligrafie. Der Normalfall des Begriffsgebrauchs in der Alltagssprache ist: kokochi ga yoi \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e心地が良い\u003c\/span\u003e, was man mit „Wohlbefinden“, „Behaglichkeit“, etc. übersetzen kann. Kokochi alleine heißt nur „Befinden“, und wird kaum je isoliert verwendet. Dennoch: eigentlich ist die Kombination kokochi inhaltlich sehr sprechend: Das erste Zeichen (auf der Kalligrafie rechts) ist „Herz“, und das zweite Zeichen (auf der Kalligrafie links) ist „Erde“. Die Zeichenkombination bezeichnet also den Zustand, wenn gleichsam das Herz „geerdet ist“. Das ist in Asien die Grundlage für körperlich-seelisches (Wohl-)Befinden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas Zeichen für „Herz“ kokoro \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e心\u003c\/span\u003ewird oft als Einzelzeichen kalligrafiert. Doch es scheint hier ¬- mindestens zunächst -, als wäre diese Strichfolge für Jiun bereits zu kompliziert; er gestaltet den Strich \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e③\u003c\/span\u003e nur als Schluss von Strich \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e②\u003c\/span\u003e. Im Normalfall wird der Strich \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e④\u003c\/span\u003e beim Kalligrafieren von kokoro relativ schwergewichtig als „Abschluss“ des Schreibvorgangs gemalt. Doch hier hat die Pinselspur fast nur Durchgangs-Charakter und ist so borstig im Duktus wie das ganze linke Zeichen für „Erde“ chi \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e地\u003c\/span\u003e.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eBei diesem „Erde“-Zeichen erlaubt sich Jiun nun bemerkenswerte Vereinfachungen : Zu Beginn werden die fünf Einzelstriche \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e⑤\u003c\/span\u003e-\u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e⑨\u003c\/span\u003e fast nur zu Punkten reduziert, denn für Jiun ist der absolut wichtigste Strich der Schlussstrich \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e⑩\u003c\/span\u003e, mit dem er\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003egenießerisch die Zeichen-Kombination zusammenfasst. Mehr noch: das „Herz“ liegt fast wie in einer Wiege auf \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e⑩\u003c\/span\u003e, und auf den ersten Blick glaubt man, dass der letzte Strich von „Herz“, die Nr. \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e④\u003c\/span\u003e,\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003eeine Fortsetzung von Nr. \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e⑩\u003c\/span\u003e sei, was bestimmt nicht der Fall ist.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e   \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDoch damit gewinnt Jiuns Veränderung der Herz-Kalligrafie eine besondere Zweideutigkeit: Die oben erwähnte Integrierung von Strich \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e③\u003c\/span\u003e in Strich \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e②\u003c\/span\u003e wurde mit einem Pinsel gemalt, der noch stark mit Tusche gesättigt ist, so dass die Striche \u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e①\u003c\/span\u003e-\u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e③\u003c\/span\u003e unmittelbar dem Zeichen für Mensch hito \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e人\u003c\/span\u003eähnlich sind. Mit dieser Nuance entsteht ein Gefühl für ein weiches Eingebettetsein nicht nur des Herzens, sondern des ganzen Menschen. Das ist das Grundgefühl, auf das es dem Zen-Priester ankommt: Der ganze Mensch soll mit der Erde eins werden, er muss sich seelisch („Herz“) von ihr beschützt fühlen. Erst dann kann er selber ein Teil der Welt als Ganzes werden.\u003c\/p\u003e\n\u003c!----\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"75cm x 120cm \/ Papier","offer_id":49562153189676,"sku":"230510 CE4","price":6800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1315.jpg?v=1723214977"},{"product_id":"fische-im-fluss-matsumura-keibun-松村景文-1779-1843","title":"Fische im Fluss | Matsumura Keibun 松村景文 | 1779-1843","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eMatsumura Keibun ist zusammen mit seinem Halbbruder Matsumura Goshun der Ahnherr der Shijō-Schule. Shijo heißt „Vierte Straße“; sie ist auch heute noch eine belebte, farbige Straße in Kyoto. Von dem Atelier ist nichts mehr vorhanden, aber der Ruhm und die Kultur, die von der berühmten Malereiwerkstätte ausging, ist seit dem 19. Jahrhundert bestimmend für die akademische traditionelle Malerei Japans bis weit ins 20. Jahrhundert hinein.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKeibun ist mit seinem Wirken als Maler und Lehrer der Vorreiter für elegante Kyoto-Ästhetik. Bei ihm kann man lernen, was Kyoto in der Kulturlandschaft Japans so speziell macht. In der Regel bleibt er, was Motive anbelangt, im klassischen Kanon; d.h. er war sicher nie ein Revolutionär. Aber er war ein Künstler wie kein anderer, der die Tradition der Alten Kaiserstadt mit feinstem Geist erfüllte, sachte erweiterte und zu neuer Blüte brachte.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDiese Malerei überrascht durch ihre Dimensionen. Es ist ein Bild von ayu, was mit „Süßfisch“ oder „Duftfisch“ übersetzt wird, der vor allem im Biwasee (in der Nähe von Kyoto) gefischt wird und als der feinste Süßwasser-Speisefisch in Japan gilt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas breite Format des Bildes ist im Prinzip schon ungewöhnlich, aber für Keibun erst recht eine Seltenheit. Der Maler wollte sicher in erster Linie die hübschen ayu malen, doch er spürte, dass er, um deren Zierlichkeit zu erfassen, auf einfache und großzügige Weise Wellen ins Bild bringen musste. Nur mit solchen Wogen konnte er auch die köstlichen Fische bildnerisch überzeugend in ihrem Wesen erfassen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie schlichte doch elegante Montierung stammt aus der Zeit des Malers. Farblich lässt sie das zarte Blau der kühlen Wellen wunderbar zur Geltung bringen.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003c!----\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"114cm x 95cm \/ Papier","offer_id":49562158989612,"sku":"240215 B5","price":3800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1321.jpg?v=1723215273"},{"product_id":"kuckuck-nishiyama-hoen-西山芳園-1804-1867","title":"Kuckuck | Nishiyama Hōen 西山芳園 | 1804-1867","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eNishiyama Hōen war ein Schüler von Matsumura Keibun, der in Kyoto in der sog. Shijō-Schule zusammen mit seinem älteren Halbbruder Goshun, den Geist des großen Malergenies Maruyama Ōkyō weitervermittelte. Ein wichtiges Kennzeichen dieser Schule ist realistische Genauigkeit, wobei aber Poesie und Eleganz den Ton angeben. Alle diese Elemente finden sich in dieser Miniatur. Das Federkleid des Kuckucks wurde genau studiert, ebenso die Flughaltung des Vogels. Der Regen ist poetisch nur mit feinen breiten Grauzonen, die elegant ins Bild schwingen, angedeutet. Das Moment der Eleganz empfindet man aber auch im Verzicht auf zusätzliche Motive – kein Baum kein Mond keine Berge. Erster Blickfang ist der ausdrucksvolle Kopf. Der geöffnete Schabel lässt den Kuckucksruf hören, den Japaner im Frühling genauso lieben (und poetisieren) wie wir, obwohl sein Ruf etwas anders klingt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas Bild ist neu montiert, eingefasst mit einer Seide in sattem Blau, und einem hellen, Regenfarbe assoziierenden Graublau oben und unten. Die beiden Zierbänder (fūtai), die ja oft plastisch appliziert werden, sind hier nur durch zwei Stoffstreifen angedeutet. Auch solches Understatement hat eine elegante Note\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eNishiyama Hōen ist seit alters sehr angesehen. Man findet seine Werke nicht nur im Metropolitan Museum, New York, im British Museum in London, sondern auch in vielen anderen namhaften Asienkunstsammlungen der Welt.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"26cm x 147cm \/ Papier","offer_id":49692794323244,"sku":"131203 DF3","price":1800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1514.jpg?v=1724767838"},{"product_id":"kalligrafie-kiefer-alt-ruhe-wolke-kozuki-tesshu-神月徹宗-1879-1937","title":"Kalligrafie „Kiefer, alt, Ruhe, Wolke“ | Kōzuki Tesshū　神月徹宗 | 1879-1937","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDer Name dieses Rinzai-Zenpriesters wird anstatt Kōzuki auch Kōgetsu gelesen. Er stammte aus der Präfektur Hyōgo, wurde administrativer Vorsteher (\u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e管長\u003c\/span\u003e)\u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e　\u003c\/span\u003edes Myōshinji in Kyoto und war eine Zeit lang Rektor der Hanazono-Universität.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eSein Kalligrafie-Stil erinnert stark an den großen Kalligrafen Jiun Onkō (1718-1804). Er wurde deshalb auch „Jiun der Taishō-Zeit (1912-1926)“ genannt. Wie Jiun benutzt er in dieser Kalligrafie einen dicken, absichtlich uneleganten Pinsel. Er schreibt die ganze Kalligrafie offensichtlich mit einem – nur ein einziges Mal gesättigten - Pinsel. Man sieht auch deutlich, dass er nie ab- und wieder neu ansetzte, sondern alle vier Zeichen in einem einzigen Zuge niederschrieb.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e    \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie vier Zeichen bedeuten „Kiefer“\u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e松\u003c\/span\u003e, „alt“\u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e老\u003c\/span\u003e, „Wolke“\u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e雲\u003c\/span\u003e, „Ruhe\u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e閑\u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e“\u003c\/span\u003e. Der Zenspruch könnte folgendermaßen gedeutet werden:\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan lang=\"EN-US\"\u003e„\u003c\/span\u003eSo wie die alte Kiefer Ruhe ausstrahlt, empfindet man Ruhe beim Anblick der Wolke.“ Doch es ist auch noch eine nüanciertere Auslegung denkbar: Da Kiefern sehr alt werden und immer grün sind, sind sie ein Symbol für Langlebigkeit und Beständigkeit. Doch auch Wolken, in ihrer Erscheinungsform ein extremer Gegensatz zur Kiefer und deshalb ein Inbegriff des steten Wandels, fügen sich genauso den Gesetzen der Natur – dem Wind und dem Wetter; sie vergehen nie, denn sie entstehen immer wieder neu.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003eBeide Existenzen, so konträr sie auch in ihrem „Aggregatzustand“ sind, erfüllen uns beim Anblick mit Ruhe, weil sie beide auf ihre Art ein Gefühl von Ewigkeit vermitteln.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e    \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDer Rhythmus der Zeichen-Gestaltung ist eindrücklich: So ist doch am Anfang die Kiefer klar zu erkennen, sie steht unverrückbar da, während das dritte Zeichen, die Wolke, stark vereinfacht, geradezu „unförmig“ wirkt. Danach braucht der Kalligraf, für den Schluss der Zeile, eine Basis, mit der er gleichsam die Schriftsäule erden kann, und so wölbt er beim Zeichen für „Ruhe“ den Bogen \u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e門\u003c\/span\u003emit der übrig gebliebenen Tusche besonders kräftig und nimmt sich Zeit für das letzte wohl formulierte Detail dieses Zeichens\u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e木\u003c\/span\u003e.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"48cm x 189cm \/ Papier","offer_id":49692813295916,"sku":"140125 CE3 (k)","price":1800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1518.jpg?v=1724768189"},{"product_id":"bambus-yamamoto-baiitsu-山本梅逸-1783-1856","title":"Bambus | Yamamoto Baiitsu 山本梅逸 | 1783-1856","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eYamamoto Baiitsu traf das Schicksal, nicht in einem der großen Zentren, wie Edo (Tokyo), Kyoto oder Osaka aufzuwachsen. Er lebte vorwiegend in Nagoya, was zu seiner Zeit eine kulturell nicht sehr lebendige Stadt war. Aber Baiitsu hatte das Glück, einen reichen Händler zu kennen, der eine große Sammlung chinesischer Kunst angelegt hatte. Dieser ließ den begabten Maler seine Kunstsammlung studieren, und so konnte Baiitsu den Mangel, in der Kunstprovinz zu leben, gut kompensieren. Seine tiefgreifende Auseinandersetzung mit chinesischer Malerei der Ming- und Ching-Zeit spürt man bei ihm fast in allen Bildern.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDiese Bambus-Studie könnte insofern von chinesischer Hand sein, als der Umgang mit der Leerfläche nicht japanisch anmutet. Und der kleine Felsbrocken an der Basis erinnert an die Zierfelsen, wie man sie in chinesischen Gärten findet. Doch diese Kommentare sollen in keiner Weise das Bild als solches in ein Epigonen-Licht rücken. Baiitsu war eine ganz starke Malerpersönlichkeit, die bis ins Detail sich treu blieb.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003eDie Vielfalt der Schwarz- und Graustufen im Bambusblätterwerk ist reich, und der Rhythmus von Verdichtung und Lockerheit atmet Natürlichkeit. Keine Stelle wirkt bloß routiniert gemalt, überall ist künstlerische Entscheidung und Sorgfalt spürbar.Die Montierung des Bildes ist original. Das Gelb der Seide erinnert wiederum stark an chinesische Montierungen des 18. Jahrhunderts.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003eUnterschrift und Siegel sind überzeugend.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"47cm x 147cm \/ Seide","offer_id":49692832465196,"sku":"151223 EC3","price":2400.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1526.jpg?v=1724768543"},{"product_id":"glyzinien-eisvogel-fische-kawabata-gyokusho-川端玉章-1842-1913","title":"Glyzinien, Eisvogel, Fische | Kawabata Gyokushō 川端玉章 | 1842-1913","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eGyokushō gilt künstlerisch als einer der wichtigsten Erben der Shijō-Schule, jener Malerinstitution, die in der Kunstmetropole Kyoto im 19. Jahrhundert tonangebend war. Er brachte diese Shijō-Kunst nach Tokyo, wo er an der Kunsthochschule Leiter der Abteilung für Malerei wurde. Gyokushō wurde vielfach ausgezeichnet, und seine Werke fanden nicht nur ins Nationalmuseum in Tokyo Eingang, sondern auch in die Asienkunstsammlungen des Metropolitan Museums in New York, des Museums of Fine Arts in Boston Massachusetts, und des Victoria and Albert Museums in London etc.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Kombination von Eisvogel, Glyzinien und Fischen als gleichberechtige Motive in einem Bild ist aus der Perspektive der Shijō-Schule ungewöhnlich.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003eAber solche Neuerungen brauchte es, um den Geist der Schule im 20. Jahrhundert lebendig zu erhalten. Wichtig für den Maler in diesem großen Format war wohl auch die Spannung zwischen dem Vogel und den Fischen. Der Vogel wendet seinen Kopf in hoher Konzentration seiner Beute zu, und die Fische schwimmen leicht aufwärts – es sieht aus, als würde der unterste Fisch mit seiner Wendung nach oben die Gefahr des Fischjägers ahnen. Diese Spannung zwischen Vogel und Fischen wird balanciert durch eine Nonchalance der Glyzinien, die mit ihren Ranken die beiden Welten verbindet. Der malerische Zauber ihrer Blütengestaltung erinnert an die genialen Glyzinien-Stellschirme von Maruyama Ōkyō (1733-1795), der die künstlerische Orientierungsinstanz der Shijō-Schule war.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"54cm x 197cm \/ Seide","offer_id":49692845965612,"sku":"160226 EE3","price":2800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1531.jpg?v=1724768762"},{"product_id":"spatzen-im-bambus-省の竹-kishi-chikudo-岸竹堂-1826-1897-morikawa-sobun-1847-1932-森川曽文","title":"Spatzen im Bambus 省の竹 | Kishi Chikudō 岸竹堂 | 1826-1897 – Morikawa Sōbun | 1847 -1932　森川曽文 | ","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDieses Bild ist ein interessantes Gemeinschaftswerk. Team-Arbeit ist in der japanischen Malerei keine Seltenheit, doch sind in der Regel zwei oder mehrere Maler am eigentlichen Bild beteiligt und unterschreiben auch jeweils nur jenes Element, das sie dem Bilde beigefügt haben. Hier aber hat das Hauptbild der zu seiner Zeit berühmte Kishi Chikudō gemalt, und es ist anzunehmen, dass der 20 Jahre jüngere und weniger illustre Maler Morikawa Sōbun später (eventuell erst nach dem Tode von Chikudō) das Bild in Verehrung für den Meister montiert und die Montierung bemalt und signiert hat.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e    \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eNun, das Spatzen-Spektakel in der Luft von Chikudō ist sicher sehr virtuos formuliert – keine zwei Vögel haben die gleiche Gestalt. Die Gruppe ist diagonal ins Bild gesetzt, und Sōbun reagiert sensibel darauf. Er wählt als Motiv Bambus, denn Spatzen sind traditionell damit verbunden. Auf der Höhe der Gruppe findet sich in der Montierung eine Staude, und im oberen und unteren Bereich der Montierung gibt es weitere Bambus-Halme, die genau den gleichen schrägen Winkel aufweisen wie die diagonal platzierte Spatzengruppe.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e   \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"42cm x 185cm \/ Papier","offer_id":49692857925932,"sku":"170315 J4","price":2400.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1537.jpg?v=1724769056"},{"product_id":"diptychon-fuji-mit-seelandschaft-shiba-kokan-司馬江漢-1747-1818","title":"Diptychon Fuji mit Seelandschaft | Shiba Kōkan 司馬江漢 | 1747-1818","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eShiba Kōkan ist eine der eigenartigsten Persönlichkeiten der japanischen Kunstgeschichte. Er hat, fast schizophren anmutend, zwei vollkommen verschiedene Gesichter. Das eine gehört dem Holzschnittkünstler Suzuki Harushige. Diesen Namen erhielt er von seinem großen Lehrer Suzuki Harunobu, einem der grandiosen ukiyo-e Künstler seiner Zeit. Kōkan imitierte seinen Meister, und oft wurden (mit gefälschter Signatur) seine Holzschnitte für die seines Lehrers gehalten. Doch wegen seiner Holzdrucke hätte er nie aus der Vielzahl von ukiyo-e Grafikern seiner Zeit herausgeragt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDann gibt es aber sein anderes Gesicht: Eine Begegnung mit europäischer Malerei auf der quasi „Ghetto-Insel“ Deshima in Nagasaki erschütterte ihn dermaßen, dass er sich mit einer Intensität in die Studien europäischer Ölmalerei und Radierungskunst vertiefte, wie keiner seiner Zeitgenossen. Der vierzehn Jahre ältere Maruyama Ōkyō gilt als der Pionier der Assimilation westlicher Kunst im 18. Jahrhundert und hat virtuos Realismus, Perspektive und einheitliche Lichtführung in die japanische Kunst-Grammatik eingeführt. Kōkan war weniger diszipliniert (auch in manchen Bildern weniger geschickt) als das Genie Maruyama, dafür aber haben seine Bilder ein Leuchten, das ans Surrealistische grenzen kann. Das fast mediterran wirkende Blau dieser Bucht vor dem Götterberg Fuji hat man in der Kunstgeschichte noch nie so intensiv erlebt wie auf diesem Diptychon. Man ist an Bilder des Golfs von Capri mit dem Vesuv im Hintergrund erinnert. Doch die kleinen Matrosen auf den Schiffen bringen uns rasch zurück nach Japan.Eine Spezialität von Kōkan ist auch seine westliche Unterschrift – sie ist dekorativ und jedes Mal unverbindlich ein bisschen anders – auch in dieser Hinsicht ist er vollkommen ein Außenseiter.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"54cm x 178cm \/ Seide","offer_id":49692891644204,"sku":"181224 AAE3","price":6500.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1541.jpg?v=1724769619"},{"product_id":"drache-kano-tanyu-狩野探幽-1602-1674","title":"Drache | Kanō Tanyū 狩野探幽 | 1602-1674","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eMit Kanō Tanyū begann ein neues Kapitel der japanischen Kunstgeschichte. Er wurde fast aufs Jahr genau zu Beginn der Edo-Periode (1603-1867) geboren. In dieser Periode waren in der Kultur weder der Hof noch die Militäraristokratie mehr führend, sondern Stadtbürger mit Händlern und Handwerkern bestimmten immer mehr die Ästhetik in den Künsten. Seit Tanyū werden in der Kanō-Schule, die für Jahrhunderte die wichtigste Malerei-Institution Japans war, verschiedene Stile gepflegt, denn auch die Kanō-Schule richtete sich nun nach dem weitgefächerten Geschmack der Bürger, weil sie auch wirtschaftlich von dieser Gesellschaftsschicht abhängig war.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eIn diesem Bild ist Tanyū noch ganz der alten Tuschmalerei-Tradition verbunden, wie sie im 15. und 16. Jahrhundert gepflegt wurde. Spezifische stilistische Spuren der neuen Epoche sind hier kaum zu erkennen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Einstellung zu Drachen ist in Asien ganz anders als in Europa. Gelten sie im Westen als furchterregende Phantasie-Monster, die Jungfrauen verzehren, sind Drachen in Asien verehrenswerte Symbole des Himmels. Sie sind mit dem Wasser und den Wolken verbunden und gelten trotz ihres Aussehens als gute Fabelwesen, die niemandem Schaden zufügen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eWie sehr Drachen mit dem Wasser verbunden sind, zeigt sich eindrücklich auf diesem Bild. An der Basis sieht man aufschäumende Wellen, doch wenn man genauer hinschaut, erkennt man, dass die Formen sich kräuselnder Wellen sich kaum von Krallen und Schuppenpanzer dahinter unterscheiden. Glaubt man auf Anhieb, der Drache sei nur in der oberen Bildhälfte präsent, so entdeckt man bald, dass er, wie es sich für ihn schickt, aus den Wellen aufsteigt.Kanō Tanyū hat einen sehr ähnlichen Drachen als Deckengemälde im Tempel Daitokuji in Kyoto gemalt. Die Haltung des Kopfes und die Schnauzhaare sind fast identisch. Die Form der Wellen ihrerseits sind den Wellen des berühmten Kormoran–Stellschirms von Tanyū ebenfalls verblüffend ähnlich.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"51cm x 181cm \/ Seide","offer_id":49692940697900,"sku":"200521 HA3","price":2800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1555.jpg?v=1724770281"},{"product_id":"kalligrafie-mandala-nichiren-日蓮-1222-1282-mitte-19-jh","title":"Kalligrafie-Mandala | Nichiren 日蓮 (1222-1282) | Mitte 19.Jh.","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDer Sektengründer Nichiren aus dem 13.Jh. hat bis in die jüngste Zeit (Sōka Gakkai) eine große Nachfolge. Er ist wohl deshalb so berühmt, da seit Jahrhunderten das Element der Trance in seiner Religionsausübung zentral ist. Für einen Gläubigen reicht es, viertelstundenlang die Weisheit des Lotus-Sutra mit den Anfangsworten Worten: „Namuyōhō rengekyō“ zu preisen und sich durch den Rhythmus dieser Gebetsfloskel seelisch zu reinigen.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e   \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eGläubige in anderen buddhistischen Sekten betrachten intensiv figürliche und geometrische Mandalas, die ihnen eine himmlische Welt erfahrbar machen. Da man trotz weitreichender Textstudien in der Nichirensekte den einfachen Gläubigen weder mit Bildern noch ausführlichen Texten religiös zu erfüllen sucht, ist das mehr oder weniger kanonisierte Mandala der Nichirensekte eine Kalligrafie mit Dutzenden Wiederholungen weniger Textzeilen aus dem Lotus-Sutra - so wie sie der Gläubige deklamiert.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e    \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas kleine kostbare Mandala kann man nur aufgrund des dunkelblauen Papiers, das die mit Gold kalligrafierten Zeilen trägt, datieren. Dieses intensive Dunkelblau erreichte man durch dutzendfaches Einfärben mit Indigo. Der Färbe-Vorgang muss äußerst aufwändig gewesen sein – in zeitlicher und finanzieller Hinsicht. Er wurde wohl deshalb seit der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts nicht mehr praktiziert.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eEbenfalls kostbar ist die Montierung mit einem fein gewobenen Seiden-Stoff, der vermutlich aus der 1.Hälfte des 19. Jahrhunderts stammt. Diese beiden Aspekte erlauben eine ungefähre Datierung des Rollbilds.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Kalligrafie kann man (mindestens teilweise) zwar lesen, aber sie muss in ihrem Gesamtrhythmus ästhetisch erfasst werden. Man muss sich über die Eleganz von Linien-Gruppierungen freuen können und die langen Fäden von Teilstrichen der Zeichen als eine Musikalisierung der Schriftzüge begreifen. Denn es geht hier immer um Klänge, um Schwingungen, die einen in einen höheren Bewusstseinszustand zu versetzen vermögen.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"30cm x 61cm \/ Papier","offer_id":49692965077292,"sku":"210923 E4","price":2800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1564.jpg?v=1724770542"},{"product_id":"wachteln-mochizuki-gyokusen望月玉泉-1834-1913","title":"Wachteln | Mochizuki Gyokusen望月玉泉 | 1834-1913","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eMochizuki Gyokusen unterschreibt hier mit dem Künstlernamen Heian \u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e平安\u003c\/span\u003e, was ein alter Name für Kyoto und vor allem auch Kaiserhof bedeutet. Noch keine 20 Jahre alt führte Gyokusen Aufträge für den Kaiserhof in Kyoto aus und wurde später ein Mitglied der Kaiserlichen Kunstkommission. Er gewann viele Preise und war in Kyoto hoch angesehen. Die spezielle Signatur soll womöglich die Aura von schlichter höfischer Eleganz dieses Gold-Stellschirms unterstreichen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eWie bei Wachtel-Bildern üblich, wird hier höchste Sorgfalt auf das differenzierte prachtvolle Federkleid der Vögel gelegt. Dagegen sind die Hirsestauden nur mit wässeriger Tusche und etwas Braungelb Ton in Ton gemalt. Der Duktus dieser Pinselführung ist großzügig und befreit, und er ist in guter Balance zur Kostbarkeit des feingemusterten Gefieders der Vögel. Der Goldgrund fördert beim Betrachter edles Prachtempfinden dieser klassischen Vogelszene, denn Wachteln waren schon in China ein beliebtes Vogelmotiv. Sie wurden nicht nur deshalb gemalt, weil sie ein so bezauberndes Federkleid aufweisen, sondern weil man ihren kämpferischen Charakter bewunderte. So wie man Hahnenkämpfe veranstaltete, gab es im Alten China auch Wachtelkämpfe.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eIn diesem Bild wird aber eine andere Tugend dieser Vögel betont. Wachteln sollen einen ausgeprägten „Familiensinn“ haben, denn Männchen und Weibchen bleiben ein Leben lang zusammen. Die Haltung der beiden Tiere hier ist im Verständnis des traditionellen japanischen Malers unzweifelhaft jene von „kühnem Mann“ und „devoter Frau“. Befindet sich auf der rechten Seite ein weiteres Familienmitglied (eventuell ein Kind), das vom Männchen herbeigerufen wird? – es bewegt sich eindeutig nach links, wo sich das Vogelpaar befindet und bindet so – nicht formal, doch inhaltlich - die beiden Stellwandteile zusammen.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"180cm x 70cm (2-er Stellschirm) \/ Papier","offer_id":49692987261228,"sku":"231031 BC3","price":2800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1583.jpg?v=1724770809"},{"product_id":"stillleben-kurbisformige-sakeflasche-und-pilze-shibata-zeshin-柴田是-1807-1891","title":"Stillleben – Kürbisförmige Sakeflasche und Pilze | Shibata Zeshin 柴田是 | 1807-1891","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eShibata Zeshin war der größte Lackkünstler des 19. Jahrhunderts. Seine Lackobjekte sind schon seit hundert Jahren unbezahlbare Kostbarkeiten. Er war der Sohn eines Bildhauers und ging schon früh zu einem Lackmaler in die Lehre. Doch dann studierte er bei großen Meistern in Kyoto intensiv Malerei. 1890 wurde er offiziell ein Hofmaler.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eZeshin als Maler ließ aber stets durchblicken, dass er ein Meister von urushi-e (Lackmalerei) war. Die Farbigkeit seiner Bilder erinnert in der Schärfe der Kontraste oft an Lacktechnik – und nicht selten bezieht er auch Lack in seine Malerei ein.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eIn diesem Stillleben spürt man diesen Einfluss in der pointierten Farbwahl: blau, türkis, dunkelgrün in Verbindung mit verschiedenen Brauntönen und einem ungewöhnlichen, geradezu harten Einsatz von Weiß. Die Rhythmisierung der Formen, das Arrangement von kürbisförmiger Sakeflasche mit Pilzen und einem Herbstgras verrät den begnadeten Designer von Lackarbeiten.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Unterschrift ist einwandfrei; der Stempel, den er auf diesem Bild benutzt, ist relativ selten, aber gesichert.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e \u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"67cm x 126cm \/ Seide","offer_id":49693029368108,"sku":"090427 BC3","price":3500.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1594.jpg?v=1724771425"},{"product_id":"hotei-im-mondschein-kano-dohaku-chikanobu狩野洞白愛信-1792-1821","title":"Hotei im Mondschein | Kanō Dōhaku Chikanobu狩野洞白愛信 | 1792-1821","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eMit dem Namen dieses Malers gibt es ein bisschen Probleme. Man kennt ihn vor allem als Dōhaku. Doch der zweite Name wird als „Chikanobu“ oder mit andern Zeichen\u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\" data-mce-style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e美信\u003c\/span\u003e als „Nakanobu“, „Naganobu“ etc. gelesen. Dōhaku war in seiner Zeit hoch angesehen, da er - in der 5. Generation - Leiter des Surugadai-Ateliers wurde. Atelier-Vorsteher waren nicht unbedingt Kanō-Meister in der Blutslinie; sie mussten sich in erster Linie durch Leistung auszeichnen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Kanō-Schule wurde wohl deshalb so mächtig und dominierte vierhundert Jahre lang die japanische Malerei, weil sie auf einem Vorbild-Prinzip aufbaute. Große Meister der Schule schufen Modelle von ausgewählten Motiven. Aufgabe der Hunderten von Angestellten in den Ateliers war es, diese Modelle getreu zu kopieren. Individualität war nicht gefragt. Damit sicherte man ein hohes Niveau der Komposition, was sich für den Handel (und die Kanō-Schule hatte in dieser Beziehung viel Wissen und Geschick) positiv auswirkte.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDer tanzende Glücksgott Hotei (einer der Sieben Glücksgötter, chinesischen Ursprungs, die vor allem am Neujahr populär sind) ist ein viel gemaltes Motiv, das bis in kleine Details einem Vorbild folgt: Die Art wie der Gott seinen Wanderstab über den Rücken legt und seine rechte Hand, die den eindeutig chinesisch geformten Fächer hält, herunterhängen lässt, ist ebenso Standard wie das angewinkelte rechte Tanz-Bein und der voluminöse Sack auf dem Rücken. Was bei anderen Bildern dieses tanzenden Hotei nicht vorhanden ist (das ist also eine Zugabe von Dōhaku), ist der Vollmond. Doch der hat hier eine tiefe formale Beziehung zur Darstellung dieses Glückgottes: Genauso rund wie der Mond ist der Sack, der Bauch, der Glatzkopf - und die ganze Gestalt ist einem Kreis einbeschrieben. Das Konzept dieser Darstellung, die ein großer Kanō-Meister einmal geschaffen hat, ist hervorragend, und so ist es durchaus sinnvoll, dass das Bild wieder und wieder in vielen Ateliers von Kanō-Malern gemalt wurde.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"55cm x 163cm \/ Seide","offer_id":49693053092140,"sku":"090801 DE3","price":1800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1596.jpg?v=1724771688"},{"product_id":"die-sieben-glucksgotter-七福神-okamoto-ryudo-岡本龍堂-19-jh","title":"Die Sieben Glücksgötter 七福神 | Okamoto Ryūdō  岡本龍堂 | 19.Jh.","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eEs ist selten, dass man bei einem interessanten, gut gemalten Bild nicht den kleinsten Anhaltspunkt zur Person des Malers finden kann. Über Okamoto Ryūdō existiert in keiner repräsentativen Referenz-Quelle eine Angabe. Der Maler hat eine originelle Unterschrift von kalligrafischer Qualität, und der wohl gesetzte Stempel ist sehr ansprechend gestaltet. Ein Maler mit dem gewöhnlichen, unauffälligen Namen Okamoto, hat sich einen wohlklingenden Namen (Künstlernamen) gewählt: „Ryūdō“ – „Drachenhalle“.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Behandlung des Themas - die Sieben Tanzenden Glücksgötter – ist originell und souverän abgehandelt. Das farbliche Konzept ist bestechend. Oben rechts tanzt Hotei, am chinesischen Fächer-Attribut erkennbar, Er hat seinen Sack abgelegt neben den Weißen Hirsch des Jurōjin und neben dem Duftjuwel des Fukurokuju. Davor liegt die eingepackte biwa-Laute der Benzaiten. Zuunterst dann findet sich der Stab mit der Schriftrolle von Jurōjin. Hinter diesen Utensilien tanzt Ebisu mit seiner Angelrute.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eIn der Dreiergruppe in der Mitte tanzt rechts Benzaiten, nach vorne gewendet Daikokuten und mit dem Rücken zum Betrachter gedreht vermutlich Fukurokuju.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\" data-mce-style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eAm rechten Rand ist Jurōjin und, wieder von hinten gesehen, Bishamonten. Darunter sind Utensilien, die wieder alle je einem Gott zugeordnet werden können. Schnell kann man die beiden grauen großen Reisballen ausmachen, auf denen normalerweise Daikokuten steht. Unter dem weißen Sack (diesmal vermutlich von Jurōjin) liegen der Fächer und der Wanderstab von Jurōjin. Die kleine Pagode daneben gehört Bishamonten, ebenso wie die Hellebarde hoko. Im braunen Korb sammelt Ebisu seine Fische.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eBezaubernd ist der Rhythmus in diesem Bild – die Gruppen sind lose verbunden, in geheimnisvoller Weise stehen sie alle in einem Zusammenhang, ohne dass sie sich berühren. Die Delikatesse von Farben und Musterkombination macht es unverständlich, wie ein solcher Maler als Persönlichkeit vollkommen vergessen gehen konnte.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"48cm x 200cm \/ Seide","offer_id":49693066789164,"sku":"091114 E4","price":1500.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1600.jpg?v=1724771981"},{"product_id":"zwei-kraniche-mori-ippo-森一鳳-1798-1871","title":"Zwei Kraniche | Mori Ippō 森一鳳 | 1798-1871","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Familie der Mori hat im 19.Jahrhundert große Maler hervorgebracht. Doch man muss sich dabei keine Blutsverwandschaft vorstellen, denn berühmte Familien sicherten sich ihren Namen für die Nachwelt mit Adoptionen. Das gilt auch für Mori Ippō. Er war der Schüler von Mori Tetsuzan, von dem er den Mori-Namen übernehmen durfte und der einer der zehn besten Nachfolger des Genies Maruyama Ōkyō war. Mori Ippō gehört mit dieser Künstlergenealogie zum Zentrum der Shijō-Schule, die in Kyoto auf den ästhetischen Prämissen von Maruyama Ōkyō aufgebaut hatte und bestimmend war für das Kunstgeschehen in Kyoto im 19. Jahrhundert. Gut 50-jährig zeigte man Mori Ippō die Anerkennung für seine Kunstverdienste, indem man ihm Aufträge für die Malerei von Schiebetüren im Kaiserpalast in Kyoto gab.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eMori Ippō verkörpert das klassische Ideal seiner akademischen Stilrichtung, in der die Brillanz der Komposition und die realistische Darstellung mit einer bezaubernden Souplesse der Pinselführung und diskreten Kolorierung verbunden wurde. In diesem Bild spielt Mori Ippō mit den großen Volumen der Kranichkörper, deren Weiß ihnen elegante Schwerelosigkeit beschert. Und in den Vogelköpfen spielt er mit einem griffigen Realismus, um dem Sujet etwas Schärfe zu verleihen. Dennoch bleibt Bildharmonie das wichtige Ziel, und so könnten die Balancen von rechts-links und oben-unten nicht ausgewogener sein mit den sehr natürlich wirkenden Stellungen der beiden Vögel.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eBei so viel feiner und raffinierter Kunst vergisst man beinahe den ikonografischen Hintergrund des Kranichs, der in Asien festliches Symbol für die Sehnsucht nach einem langen, tausendjährigen Leben ist.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"49cm x 109cm \/ Papier","offer_id":49693084844332,"sku":"091216 AB3","price":1500.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1605.jpg?v=1724772201"},{"product_id":"der-glucksgott-fukurokuju-auf-der-wolke-kano-isen-in-狩野伊川院-1775-1828","title":"Der Glücksgott Fukurokuju auf der Wolke | Kanō Isen‘in 狩野伊川院 | 1775-1828","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eIn Japan werden vor allem an Neujahr eine Gruppe von sieben Glücksgöttern chinesischen Ursprungs verehrt. Einer davon ist Fukurokuju – ein lachender Alter, der so weise ist, dass ihm der Kopf in die Höhe gewachsen ist. (Die Schachtel ist allerdings mit „Jurōjin“ beschriftet - die beiden Glücksgötter sind sich ähnlich und werden oft verwechselt.)\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eFukurokuju mit der hohen Stirne ist ein häufig aufgegriffenes Sujet; japanische Maler liebten es, mit ihm das Gesicht eines gutmütigen, herzlichen alten Menschen darzustellen. In der Hand trägt er das „Duftjuwel“ (hōju), das die Verwirklichung der tiefsten Wünsche (im buddhistischen Sinne) symbolisiert. Der Fukurokuju in dieser Darstellung schwebt auf einer Wolke daher, was sehr speziell ist. In der Regel wird in Japan kein Gott als auf Wolken schwebendes Wesen dargestellt. Eigentlich nur beim raigō-Motiv (wenn Buddha mit seinem Hoforchester vom Himmel herunterkommt) gleiten die engelsgleichen Wesen musizierend auf Wolken zu einem Sterbenden hinunter, um ihn abzuholen und in himmlische Gefilde zu leiten. Dieses ungewöhnliche Setting hier von Fukurokuju hilft dem Betrachter, sich ganz auf seinen friedlichen und liebenswürdigen Gesichtsausdruck zu konzentrieren.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eIsen’in ist einer der großen angesehenen Künstler der Kanō-Schule, die als Institution während fünfhundert Jahren in Japan die Welt der Malerei prägte. Alle Reichen und Mächtigen des Landes bestellten sich Kunstwerke bei Kanō-Meistern, um Residenzen angemessen zu schmücken. Die besten von ihnen waren Leiter der Kanō-Werkstätten in den verschiedenen Städten. Isen’in war der 7. Leiter des Kobikichō-Ateliers in Edo (Tokyo), und war offizieller Maler des Shogunats. Seine Werke sind im Metropolitan Museum New York, im Nationalmuseum Tokyo, in der Freer Gallery in Washington und in andern Asien Kunstsammlungen der Welt zu finden.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"50cm x 183cm \/ Seide","offer_id":49693101293868,"sku":"101113 A4","price":1800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1608.jpg?v=1724772425"},{"product_id":"ebisu-matsumura-keibun-松村景文-1779-1843","title":"Ebisu | Matsumura Keibun 松村景文 | 1779-1843","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eMatsumura Keibun ist als Maler mit seiner Ästhetik der Inbegriff klassischer Kunst von Kyoto im 19.Jahrhundert. Er war der wesentlich jüngere Halbbruder von Matsumura Goshun, mit dem er zusammen die Shijō-Schule gründete (so benannt nach dem Ort des Ateliers in der „Vierten Strasse“ shijō im Zentrum von Kyoto). Sowohl Goshun wie auch Keibun standen im Einfluss des überragenden Maler-Genies des 18.Jhs, Maruyama Ōkyō (1733-1795). Dieser Maler war bekannt für seine Hinwendung zum Realismus. Keibun wurde denn auch berühmt für seine nach der Natur gemalten Vögel und Blumen. Doch der Zauber von Keibuns Malerei bleibt seine Eleganz der Linienführung und Farbgebung. Die formale Komposition seiner Bilder ist immer überzeugend.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eIn diesem Bild wird Ebisu, einer der Sieben Glücksgötter Japans, dargestellt. Diese Glücksgötter haben alle eine spezifische Aura. Ebisu ist der Gott der Fischer und Händler und ist nicht geistig abgehoben wie einige seiner Götterkollegen. Er hat die Ärmel zurückgekrempelt und eine große Meerbrasse unter dem Arm. Dieser Fisch heißt auf Japanisch tai, und das erinnert an das Wort medetai „glückverheißend“ – die Meerbrasse\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003egehört zum Neujahrsmahl, wenn die Glücksgötter besonders gefeiert werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKyoto, die Alte Kaiserstadt, galt in Japan (und gilt immer noch) als der Ort, wo man in ästhetischen Belangen den besten Geschmack hat. Ebisu mit seinem unkomplizierten Naturell wird ja oft als lachender Naturbursche dargestellt. Eine solch unfeine Art ist nicht etwas, was man in Kyoto schätzt, und so wird er hier von hinten gemalt. Somit muss man nicht in ein überbordend lachendes Fischergesicht schauen. Doch in der Wahl dieser Rückenansicht steckt nicht nur Kyoto-Arroganz: Keibun will, dass der Betrachter mit dem Glücksgott in die Ferne, in die Zukunft schaut. Das macht auf den Betrachter einen viel stärkeren Eindruck als eine frontale Begegnung.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eEin Zeugnis für die höchst delikate Kunst von Keibun ist die Finesse, mit der er die Fischerrute malt. Eine sensiblere Pinselführung ist kaum denkbar. Die Fischerrute hilft zudem das Format in die Breite zu ziehen und dem Blick in die Leere, wo man das Kommende ahnen kann, freien Raum zu geben. Die Angelrute kann man geradezu als Wegweiser in die Zukunft empfinden.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"67cm x 138cm \/ Papier","offer_id":49693117088044,"sku":"120203 D4","price":2400.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1615.jpg?v=1724772657"},{"product_id":"fledermaus-spinnennetz-kimura-buzan-木村武山-1876-1942","title":"Fledermaus, Spinnennetz | Kimura Buzan 木村武山 | 1876-1942","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKimura Buzan ist ein unangefochtener Meister des nihonga. Diese Stilrichtung setzte in der Meiji-Zeit (1867-1912) ein als Gegengewicht zum aggressiven Influx westlicher Malerei zu dieser Zeit. Nihonga heißt eigentlich nur „Japanische Malerei“, doch ist damit eine Stilrichtung gemeint, die westliche Techniken adaptiert und versucht, mit diesen Mitteln eine neue japanische Bildsensibilität zu entwickeln.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie beiden Tiere in diesem Bild sind vor allem chinesische Glückssymbole (gerade Buzan versuchte nicht nur Westliches ins Japanische Kunst-Idiom zu integrieren, sondern auch Chinesisches). Findet man im japanischen Kunsthandwerk noch ab und zu die Fledermaus als Motiv, so ist doch die Spinne als Glückssymbol kaum anzutreffen. Die beiden Zeichen für Fledermaus\u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e蝙蝠\u003c\/span\u003ebianfu werden auf Chinesisch gleich (oder mindestens sehr ähnlich) wie „Glück“ ausgesprochen – die Spinne wird in China ximu „glückliches Insekt“ genannt .\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eBuzan liebte kühne Kompositionen. Seine Liebe zur Pinselvirtuosität zeigt sich zunächst in der Fledermaus: Wilde wässrige Tuscheflecken werden durch feine Striche gebändigt und flößen dem Tier Beweglichkeit und Leben ein. Die ebenso dunklen, geradezu pathetisch gemalten Traubenblätter kontrastieren effektvoll mit dem feinen Spinnennetz, das im Laub aufgespannt wird.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eNicht zuletzt verrät die grafisch etwas exaltierte Unterschrift den Hang des Künstlers zum Pointierten, zum Verblüffenden. Das ist nihonga nicht als ein verzweifeltes Festhalten an traditioneller Ästhetik, sondern als Ausdruck des Selbstbewusstseins eines großen japanischen Künstlers.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"53cm x 215cm \/ Papier","offer_id":49693127606572,"sku":"140709 CD3","price":1800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1622.jpg?v=1724772872"},{"product_id":"banzai-tanzer-hanabusa-itcho-英一蝶-1652-1724","title":"Banzai Tänzer | Hanabusa Itchō 英一蝶 | 1652-1724","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eNoch heute kann man in ländlichen Gegenden, vor allem in Nordjapan, an Neujahr Banzai-Tänzern begegnen. Das ist meistens ein Paar von zwei Tänzer\/Sängern, die von Haustüre zu Haustüre gehen, glückbringende Gesänge vortragen und dazu tanzen. Sie pflegen von den Bewohnern des Hauses, die sich auf der Hausschwelle stehend unterhalten lassen, reich beschenkt zu werden. „Banzai“ ist allgemein heute noch ein gängiger Ruf, der im Deutschen dem „Hurra“ am nächsten kommt. Er wird zur Gratulation bei Sportanlässen oder zum Hochleben des Kaisers gerufen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eItchō ragt in der japanischen Kunstgeschichte in verschiedener Hinsicht aus der Allgemeinheit heraus. Liest man seine Biografie, würde man als Westler sagen: „Ja, so sind halt die Künstler.“ Itchō anerkannte keine Autoritäten - wegen der Beleidigung einer Shogun-Mätresse wurde er für einige Zeit ins Exil geschickt, er wurde als Junge aus einem Kloster verjagt und flog aus dem Atelier eines Kanō-Meisters hinaus. Er führte zeit seines Lebens die Existenz eines vergnügungsfreudigen Bohémiens.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eViele seiner Malereien zeigen Menschen in extremen Gefühlszuständen wie Schrecken, Freude und Zorn. Hier bewegen sich zwei Banzai-Tänzer vollkommen exaltiert. Zu seiner Zeit war solcher Ausdruck in der japanischen Malerei sehr unüblich.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eMit diesem Expressionismus korreliert die originale ungewöhnlich überbordende Montierung des Rollbilds mit aufwendig gedruckten und gestickten Seiden- und Baumwoll-Stoffen.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"43cm x 123cm \/ Papier","offer_id":49693136945452,"sku":"170823 AB3","price":1800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1625.jpg?v=1724773099"},{"product_id":"kotobuki-kalligrafie-mit-vogel-壽-koreanisch-anonym-19-jh","title":"Kotobuki Kalligrafie mit Vogel 壽 | Koreanisch anonym | 19. Jh.","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKoreanische Kalligrafien aus dem 19. Jh. (und früher) sind selten im Handel. Der Kalligrafiestil dieses Rollbilds hat etwas Volkstümliches an sich mit seiner Floskelhaftigkeit. Der Vogel links ist gleichsam nur eine Chiffre, wie man sie in der Malerei von Keramik-Gefäßen in verwandter Weise häufig findet. Spannend ist jedoch die Gegenüberstellung dieser Vogel-Formel mit dem höchst kunstvoll und raffinierten Schriftzug des Zeichens für „langes Leben“ (auf japanisch kotobuki).\u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e壽\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eAnalysiert man dieses Zeichen, d.h. teilt man es in seine sechs verschiedenen Bestandteile auf, \u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e士、つ、工、一、口、寸　\u003c\/span\u003erealisiert man schnell, wie schwierig es ist, das Ziel zu erreichen, alle Teile in einem einzigen Atem und Pinselzug zu erfassen. Doch auch in anderen Malereien in diesem Stil zeigt sich, dass koreanische Kalligrafen nie Bedenken hatten, ein Zeichen zusammenzuziehen, Teile auszulassen oder mit freier Phantasie zu entwickeln. Es gibt Malereien von „100 kotobuki“ (gleichsam als grandioses Beglückwünschen), in denen das gleiche Zeichen bis zur Unkenntlichkeit variiert wird. Da ist das Zeichen plötzlich eine Gruppe von Vögeln, dann ein Bambushain, oder ein Blumenstrauß etc. - fast alles ist denkbar. Ein solcher Display von grenzenloser Phantasie scheint mir typisch für die nicht-akademische koreanische Kunst.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eIst man mit japanischer Kunst in allen Jahrhunderten vertraut, ist die Farbigkeit dieser Malerei mindestens so erfreulich und erfrischend wie dieser spezifische Umgang mit Kalligrafie. Das herrliche Dunkelblau, man möchte es „Preussisch-Blau“ nennen, kennt man in Japan erst im 19. Jh. in der Holzschnittkunst. In der Malerei ist es (mit der Ausnahme vielleicht von Shiba Kōkan) nicht vorhanden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eBezaubernd ist ebenfalls das fast verblasste Rosa - und das alles auf einem herrlich „schmutzig“ wirkenden Grund, der mehr als nur als Bildbasis darstellt, sondern voller Leben ist mit all seinen Unreinheiten.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e    \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas Bild wurde In Japan neu montiert. Einige dieser Kalligrafien existieren nur als lose Blätter und sind oft in deplorablem Zustand. Man wählte hier geschickt ein Dunkelgrün, das man in Japan selten verwendet, das aber umso überzeugender zum Farbenkanon dieser Kalligrafie passt. \u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"56cm x 170cm \/ Papier","offer_id":49693150478636,"sku":"220708 AH4","price":2800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_1628.jpg?v=1724773293"},{"product_id":"zwei-manzai-performer-漫才-kawanabe-kyosai-河鍋暁斎-1831-1889","title":"Zwei Manzai Performer  漫才 |  Kawanabe Kyōsai  河鍋暁斎 | 1831-1889","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKawanabe Kyōsai ist einer der exzentrischsten Maler Japans, der seinen absurden Ideen meisterhaft Ausdruck verleihen konnte. Er wurde schon relativ früh in Europa bekannt, denn er wurde 1873 nach Wien und 1883 nach Paris an Internationale Ausstellungen eingeladen. In Japan existieren viele Publikationen über ihn, und in der Präfektur Saitama ist ihm ein ganzes Museum gewidmet. \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" data-mce-style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e　\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKyōsai studierte in jungen Jahren bei dem angesehenen Holzschnittkünstler Utagawa Kuniyoshi und später bei dem Kanō-Maler Dōhaku. Seine Produktion war enorm. Er ließ sich von keiner Schule vereinnahmen und gilt bis heute als eigenständige Künstlerpersönlichkeit.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eIn diesem Bild sind zwei Tänzer\/Sänger am frühen Morgen bei Sonnenaufgang unterwegs. Solche traditionellen Manzai-Performer sind eine Erscheinung zu Neujahr - man kann ihnen heute noch in ländlichen Gegenden, vor allem im Norden Japans, begegnen. Sie wandern von Haus zu Haus und bieten Glückwunsch-Gesänge und Tänze an, die sich die Gutsbesitzer vor der Haustüre ansehen und dann entlöhnen. Manzai trugen formelle festliche Kleidung und hatten in älterer Zeit auch ein passendes Hütchen aufgebunden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKyōsai lässt in diesem Bild seinem Drang nach Groteskem freien Lauf. Der Sänger mit der Trommel gibt wohl eher raue Töne von sich, und der obere Tänzer mit dem Fächer (auf dem das buddhistische „Duftjuwel“ gemalt ist) hat ebenfalls den Mund so geöffnet, dass man sich akustisch von diesem Duo nicht etwas musikalisch Gepflegtes vorstellen kann. Aber das ist bei solchen Gesellen auch nicht zu erwarten. Sie sind begabte, ländliche (schlecht rasierte!) Performer, die unterhalten wollen - nicht nur mit alten Gesängen, sondern auch mit Späßen und Witzen. (Heutzutage versteht man unter Manzai ein Gespann von zwei Kabarettisten, denn man heißt „diffus“, „unvernünftig“ etc. und zai heißt „Talent“, manzai also: „Scherzhafte Dinge vortragen“).\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eTrotz all den expressiven geschwungenen Linien, den genialisch schnellen Pinselstrichen und dem frischen und freien Umgang mit den Farben, ist hier formal eine große Disziplin am Werk - beide Figuren sind in einer perfekten Großform zusammengefügt; sie sind ein echtes Duo.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e \u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"78cm x 196cm \/ Papier","offer_id":53795595977089,"sku":"090621 J4","price":3500.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_2124.jpg?v=1733238405"},{"product_id":"meeresbucht-山水-kano-motonobu-attr-狩野元信-伝-1476-1559","title":"Meeresbucht 山水  |  Kanō Motonobu attr. 狩野元信（伝）|  1476-1559","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE;\" lang=\"DE\" data-mce-style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE;\"\u003eKanō Motonobu ist in der Genealogie der Kanō-Schule das 2. Oberhaupt. Es ist seinem Genie zu verdanken, dass er das Erbe seines Vaters Masanobu, der noch ganz der Priester-Maltradition verhaftet war, übernahm und zu einer wohl organisierten Kunstinstitution umwandelte. Hin und wieder findet man heute noch Werke aus seiner Werkstatt im Handel, da seine Produktion bestimmt viel umfangreicher war, als die seines Vaters.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\" data-mce-style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e   \u003c\/span\u003e\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE;\" lang=\"DE\" data-mce-style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE;\"\u003eDieses \u003c\/span\u003e\u003cspan style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE-CH;\" data-mce-style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE-CH;\"\u003eBild hat keine Unterschrift (was für Malerei des 16. Jahrhunderts nicht unüblich ist), hat aber einen Stempel, der allerdings unleserlich ist. Das \u003cu\u003eSujet\u003c\/u\u003e einer Seelandschaft mit Schiffen und mit einem Steg, auf dem Menschen zu sehen sind, ist ein vertrautes Motiv dieser Epoche.\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE-CH;\" data-mce-style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE-CH;\"\u003eDie Seide hat insgesamt stark nachgedunkelt, doch die Malerei ist immer noch gut artikuliert. Das Bild ist auf den Seiten sehr eng montiert, was auf das hohe Alter der Montierung hinweist. Die gelbliche Brokateinfassung mit dem Päonienmotiv (\u003ci\u003echūmawashi\u003c\/i\u003e) wurde - da sie kostbar ist - aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzt, und die obere und untere grüne Partie (\u003ci\u003ejōge\u003c\/i\u003e) mit ihrem stilisierten, klassischen Wolkenmuster wurde eindeutig repariert. \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE-CH;\" data-mce-style=\"font-size: 10.0pt; font-family: 'Arial',sans-serif; mso-ansi-language: DE-CH;\"\u003eDas ganze Ensemble wirkt harmonisch als integraler Zeuge einer 500 Jahre alten Kunst und wurde deshalb auch nicht restauriert. Man muss dieses Kunstwerk als Ganzes (mit seinen Mäkeln) akzeptieren können, da seine Ausstrahlung, seine Atmosphäre durch keinen Eingriff authentischer gestaltet werden kann als es ist. \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"51cm x 123cm \/ Seide","offer_id":53798586810753,"sku":"080917 AF3","price":1500.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_2084.jpg?v=1733412893"},{"product_id":"landschaft-mit-boot-mori-kansai-森寛斎-1814-1894-gemalt-im-sommer-1869","title":"Landschaft mit Boot  |  Mori Kansai 森寛斎  |  1814-1894 (gemalt im Sommer 1869)","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eMori Kansai gehört zu den drei bedeutendsten Vertretern der Mori-Schule im 19.Jh. Er erhielt zu seinen Lebzeiten hohe Auszeichnungen in der Kunstwelt und nahm an bedeutenden Ausstellungen teil. Sein Name gehört zum Kernbestand der Malerei des 19.Jahrhunderts. Man findet Bilder von ihm in den wichtigsten Museen Japans, u.a. auch im Nationalmuseum von Kyoto.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas Sujet ist romantisch-historisierend, wie es in jener Zeit beliebt war. Kunstvoll, wie der Mond quasi in den Wolken hängt - die ganze Bildgestaltung ist bestechend mit der klassischen Dreieckskomposition: Fels, Mond und Schiff. Die differenzierte Textur in der Pinselführung des gemalten Felsens verrät den großen Könner.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eBetrachtet man die Figuren im Boot, erkennt man sofort, dass es Chinesen sind. Die Schachtel weist auch darauf hin, dass der Felsen im zitierten Foto der berühmte „Rote Felsen“ am Yangtse-fluss ist, bei dem im Jahre 208 in China die historisch außerordentlich wichtige Schlacht von Chibi stattgefunden hat.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie originale Schachtel stammt vom Enkel von Mori Kansai, was ein wichtiges Indiz für die Echtheit der Malerei ist. Das Bild ist datiert mit Sommer 1869.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"80cm x 134cm \/ Papier","offer_id":53798619185537,"sku":"080104 H4","price":1800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_2076.jpg?v=1733413971"},{"product_id":"wildganse-anonym-16-17-jh","title":"Wildgänse  |  anonym  |  16.\/17.Jh.","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDieses Bild ist mit zwei Stempeln signiert, die nicht mit Sicherheit gelesen werden können. Vom Stil und von der Graufärbung des Papiers her muss die Tuschemalerei um 1600 entstanden sein.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003eSie ist in gutem Zustand, und das Bild ist perfekt neu montiert.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eWildgänse sind seit alters ein beliebtes Sujet in Asien. Der Schrei der Wildgans ist ein poetischer Topos für Menschen, die einsam sind und sich nach ihrem Partner sehnen. Zur Melancholie, die solche Bilder mit Graugänsen erfüllt, gehören auch Elemente der Umgebung. Dürr gewordenes Schilf an einem Gewässer vermittelt Trauer, Einsamkeit.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eHier haben sich zwei Gänse gefunden und rücken eng zueinander. Man kann den angehobenen Flügel des einen Vogels - wohl des Männchens - als Schutzgeste verstehen, und den gesenkten Blick des andern Vogels als Reaktion des Weibchens auffassen. Das Sujet der Graugänse, das aus China stammt, ist schon früh in der Geschichte von Emotionen erfüllt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKunstvoll an diesem leider anonym bleibenden Werk ist der Umgang mit den Tusche-Intensitäten. Die Füße des Männchens, seine Flügel und ein einzelnes Schilfblatt sind die dunkelsten Akzente. Sie bilden einen Rahmen, in dem sich die Intimität der beiden Partner in zarten Grautönen entfalten kann. Die Feder-Strukturen sind lebendig und sensibel gestaltet.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003ePathetisch bleibt die Leere über den Köpfen des Paares. Somit kann man hier ohne Ablenkung in Ruhe den Rhythmus der mit schnellen Pinselwischen gemalten Schilfblätter und die Tristesse der halb verdorrten Schilfhalme genießen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e \u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"51cm x 187cm \/ Papier","offer_id":53798626591105,"sku":"081203 FE3　","price":1800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_2094.jpg?v=1733414219"},{"product_id":"landschaft-bootsfahrt-tani-buncho-谷文晁-1763-1840","title":"Landschaft, Bootsfahrt  |  Tani Bunchō 谷文晁  |  1763-1840","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eTani Bunchō war im frühen 19. Jahrhundert in diverser Hinsicht ein herausragender Mann. Er beherrschte viele Stile (was in Japan als Zeichen von Professionalität galt) und muss eine charismatische Persönlichkeit gewesen sein – in den Biografien von nicht wenigen namhaften Malern lesen wir, dass ihnen Tani Bunchō den Weg gezeigt hätte. Dank ihm sollen sie in der Kunst ihre wahre Bestimmung gefunden haben.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\" data-mce-style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDoch wie es bei solchen einflussreichen und großen Talenten der Fall ist, ist ihre Produktion immens. Solche Maler arbeiteten Tag für Tag von morgens bis abends. Es entstand ein Ouevre mit Bildern von feinster realistischer Detailtreue, von farbig überwältigenden Kompositionen und von Bildern ekstatischer Skizzenhaftigkeit.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDiese Tuschemalerei fasziniert durch ihre Spontaneität und einen daraus resultierenden meisterhaften Schwung. Die Energie eines reißenden Wildwassers wird in der dramatisch aufgeworfenen Bewegung eines Felsens am unteren Bildrand ebenso reflektiert wie in den expressiv sich windenden Ästen, unter denen das Boot durchfährt. Die assoziative Übertragung einer solchen Idee von ungestümem Wasser auf die nähere Umgebung verrät den genialischen Impetus von Tani Bunchō.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas Bild ist in jüngster Zeit wohl neu montiert worden – das Blau des seidenen Damast Stoffes wirkt ebenso brillant wie die Leisten über und unter dem Bild (ichimonji) aus Goldbrokat.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"66cm x 202cm \/ Papier","offer_id":53798631702913,"sku":"090311 A4","price":1800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_2097.jpg?v=1733414476"},{"product_id":"schnepfe-konoshima-okoku-木島桜谷-1877-1938","title":"Schnepfe  |  Konoshima Ōkoku 木島桜谷  |  1877-1938","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKonoshima Ōkoku ist einer der herausragenden virtuosen Maler der letzten Jahrhundertwende. Der Grad der hohen zeitgenössischen Anerkennung lässt sich an seiner häufigen Teilnahme an Landes-Kunstaustellungen (Bunten) ermessen, wo strengste Auswahlkriterien herrschten. Er gilt als Meister der Vogel-\/Pflanzenthematik (kachōga), ist aber durchaus auch als Landschaftsmaler in hohen Ehren.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eBesonders kostbar sind seine Bildmontierungen, für die er die höchste Sorgfalt aufwendete. In diesem Bild besticht vorerst die Wahl der glänzenden Seide. Je nach Blickwinkel schimmert sie in Blau- oder Grüntönen. Der Maler malte ja das Wasser, in dem die Schnepfe steht, überhaupt nicht und so gibt er die Wasserqualität mit diesem changierenden Seidenstoff wieder.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDas Design der Rollenaufsätze, die er in Keramik herstellen ließ, stammt ebenfalls von ihm. Hier wird ein altes japanisches Wassermotiv der Spirale verwendet, das wiederum auf das Bildelement „Wasser“, welches nur suggeriert wird, aber effektiv gar nicht gemalt ist, hinweist. Eine solche feinsinnig kluge Montierung ist ästhetisch der Höhepunkt der Präsentation eines Rollbildes.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e    \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKonoshimas Werke findet man in Kyoto im City Art Museum und in Tokyo sowohl in der Idemitsu Sammlung als auch im National Museum of Modern Art. In der autoritativen Bildbandserie „Genshoku Nihon no Bijutsu“ ist er im Bd. 30 mit einem großen Stellschirm vertreten (S.72).\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"48cm x 200cm \/ Papier","offer_id":53798637601153,"sku":"090321 A4","price":1600.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_2103.jpg?v=1733414701"},{"product_id":"hotei-glucksgott-kano-naonobu-attr-狩野尚信-伝-1607-1650","title":"Hotei (Glücksgott)  |  Kanō Naonobu attr.  狩野尚信（伝）|  1607-1650","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Autorschaft dieses stattlichen Rollbilds ist wegen einer fehlenden Signatur und zwei nicht nachweisbaren Siegeln schlecht gesichert. In der Forschung werden immer wieder neue Siegel entdeckt, und so ist diese Einschätzung der Authentizitäts-Situation nicht allzu problematisch. Ein Fehlen der Signatur ist zudem durchaus üblich in dieser Zeit. Wichtig ist: die Malerei ist von überzeugender Qualität, sie ist Kunst der besten Kanō-Tradition des 17. Jahrhunderts.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eNaonobu ist gleichsam „Blaues Blut“ dieser Kanō-Familie, die als Institution über 400 Jahre lang die Kunstentwicklungen Japans prägte. Er war der jüngere Bruder des großen Tanyū. Schon mit sechzehn Jahren wurde er in den Rang eines Malers für den Shogun erhoben (goyō eshi). Als zwanzigjähriger erhielt er den Auftrag, für das repräsentative Nijō-Schloss in Kyoto Malereien auszuführen, und 1630 wurde ihm aufgetragen, in Edo (Tokyo) das Kobikichō-Atelier zu gründen, das in der Folge mehrere der größten Kanō-Meister hervorbrachte.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eHotei ist einer der Sieben Glücksgötter, die heutzutage in Japan vor allem am Neujahr präsent sind. Den Hotei erkennt man an dem großen Sack (voller Reichtümer und Glück), den er mit sich schleppt; sein Bauch macht diesem Konkurrenz. Sein Lächeln ist charmant und liebevoll – es gilt meistens einem oder mehreren Kindern. Hotei kann auch noch im Alter Späße treiben, die die Kinder mögen, und er ist vollkommen glücklich in ihrer Gesellschaft. Hotei ist vermutlich der am häufigsten gemalte Glücksgott.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"72cm x 132cm \/ Seide (restauriert)","offer_id":53798644416897,"sku":"090321 E4","price":2400.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_2108.jpg?v=1733414947"},{"product_id":"hahn-mit-trommel-鶏-kusumi-morikage-久隅守景-1620-1690","title":"Hahn mit Trommel 鶏  |  Kusumi Morikage 久隅守景  |  1620-1690","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKusumi Morikage ist eine außergewöhnliche Erscheinung in der japanischen Kunstgeschichte. Er war ein angesehener Schüler des großen Kanō Tanyū. Wenn einem jungen Maler solche Gunst erfuhr, ließ er sich dankbar in die Künstlerfamilie der allmächtigen Kanō aufnehmen. Doch das lehnte der selbstbewusste Morikage ab, auch wenn er eine Nichte seines Meisters Kanō Tanyū heiratete…\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eEin künstlerischer Grund, warum er auf die Protektion der Kanō-Institution verzichtete, war seine Ablehnung der chinesisch beeinflussten Motiv-Welt dieser Schule; Morikage interessierte sich für das rein Japanische. Sein berühmtestes Bild zeigt eine junge Bauernfamilie beim Melonenessen an einem Sommerabend. Das ist eindeutig keine Kanō-Thematik, und so wurde das Bild nicht nur wegen seiner immanenten Kunstvorzüge, sondern wegen seiner historischen Originalität ein „National Treasure“, der im Nationalmuseum in Tokyo hängt.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e   \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDieses Bild mit Hahn wurde aufwändig restauriert und neu montiert. Die rote Farbe des Hahnenkamms leuchtet nun wieder frisch, und die Pinselsprache ist so lebendig, wie man sie von Morikage erwartet.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDer Hahn auf der Trommel ist ein beliebtes volkstümliches Sujet in Japan. Er galt als Göttervogel – die großen alten Shintō-Schreine halten sich heute noch prachtvolle Hähne im Schreinbezirk. In jedem Schrein ist eine große Trommel aufgestellt, die bei Zeremonien und Festen (matsuri) geschlagen wird. In der Poesie wird der Sonnenaufgang gerne mit dem Hahnenschrei in Zusammenhang gebracht, was ja schließlich auch der Natur-Realität entspricht. So bilden denn Im „Lande der aufgehenden Sonne“ Hahn und Trommel zusammen ein fixes Motiv.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"65cm x121cm \/ Papier","offer_id":53798651560321,"sku":"090405 D4","price":1800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_2115.jpg?v=1733415139"},{"product_id":"hundert-glucksfrauen-おたふく-kawabata-gyokusho-川端玉章-1842-1913-gemalt-marz-1881","title":"Hundert Glücksfrauen おたふく |  Kawabata Gyokushō 川端玉章 | 1842-1913 (gemalt: März 1881)","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKawabata Gyokushō wurde in Kyoto geboren, erntete aber Verdienste, als er den klassischen Stil der Shijō-Schule, die in Kyoto beheimatet und tonangebend war, als Maler und Lehrer in Tokyo verbreitete. Er gilt als der letzte große Shijō-Künstler, und so ist sein Platz in der neueren japanischen Kunstgeschichte unumstritten. Die Länge des Rollbildes von 234cm deutet daraufhin, dass ein privater Besitzer des Bildes anvisiert war, der über (für japanische Wohnverhältnisse) grandiose Räumlichkeiten verfügte: Nur reiche Großbürger erwarben sich Kunst von Gyokushō.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eOtafuku, Glücksfrauen, sind keine Schönheiten, die dem neuzeitlichen ukiyo-e Frauenideal (wie es die Holzschnittkünstler im 17.-19.Jh. schufen) - mit den langen, eleganten Gliedmaßen und den ovalen Gesichtern - entsprechen. Otafuku sind kurzbeinig, dick, und haben einen birnenförmigen Kopf. Was ihnen an neuzeitlich klassisch-japanischem Frauenreiz abgeht, kompensieren sie mit Herzlichkeit, Gemütlichkeit und Unkompliziertheit. In ihrer (virtuellen) Gesellschaft - sie sind Phantasiegeschöpfe – fühlt man sich wohl, muss man sich als Mann nicht anstrengen und den raffinierten Verführer spielen, sondern kann sich unbeschwert amüsieren.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eHundertschaften von Glücksbringern kennt man auch in der Form von Kranichen oder Schildkröten; wenn es sich um otafuku handelt, bekommt man eine ganze Palette von vergnüglichen Distraktionen präsentiert. Schaut man sich das Bild an, kann man unzählige von herrlichen erzählerischen Details entdecken.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003eDennoch ist das Bild als Ganzes großzügig aufgebaut und überzeugt durch seine gebändigte Fülle und einen leichten, parlierenden Pinselstrich.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Bild ist restauriert und in perfektem Zustand.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"75cm x 234 cm \/ Papier","offer_id":54077240967553,"sku":"120511 F4","price":3800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/ZusatzIMG_2735_bfca5ede-2cc1-47d1-ab6e-752fa8189f06.jpg?v=1740516218"},{"product_id":"daruma-mit-kalligrafie-kano-naonobu-狩野尚信-1607-1650-takuan-soho-澤庵宗彭-brief-text-1573-1645","title":"Daruma mit Kalligrafie | Kanō Naonobu 狩野尚信 | 1607-1650  \u0026 Takuan Sōhō 澤庵宗彭 (Brief-Text) | 1573-1645　　　　　　","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDieses Bild ist in doppelter Hinsicht ein Glücksfall. Zwei herausragende Persönlichkeiten des frühen 17. Jahrhunderts sind hier vereint und bescheinigen sich gegenseitig Original-Qualität mit einwandfreien Stempeln und Unterschriften. (Die Bilderschachtel birgt darüber hinaus noch ein Echtheitszertifikat.) Doch nicht nur diese unzweifelhafte Authentizität macht Freude; das Bild als Ganzes mit seiner geschmackvollen antiken Montierung und mit den bereits durch das hohe Alter cognac-farben gewordenen Rollenaufsätzen aus Elfenbein ist kostbar.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e   \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDer Maler Kanō Naonobu ist unbestritten einer der größten seiner Zeit, sein Daruma verrät die Meisterschaft sowohl von Freiheit und Präzision des Pinselstrichs wie auch Sensibilität in den Tuschekonzentrationen. Sein Daruma (d.h. der Mönch Boddhidarma (440-528), der den Zen aus Indien nach Asien brachte) ist hier geradezu exemplarisch in der Vollendung seiner Präsentation.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eTakuan Sōhō ist ein Mönch der Rinzai-Sekte, der größten Einfluss auf die Zen-Schulung von Samurais hatte. Er war Berater der wichtigsten Politiker und Fürsten und hinterließ ein eindrückliches schriftstellerisches Werk. Seine Kalligrafie besticht durch Gefasstheit und innere Sicherheit der Zeichenverteilung. Ernsthaftigkeit und Eleganz verschmelzen hier auf wunderbare Weise. Der ganze etwas chinesisch anmutende Block der Kalligrafie ist in perfekter Balance zum Daruma-Bildnis gesetzt.\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"48cm x 160cm \/ Papier","offer_id":54077319086465,"sku":"130121 AF4","price":3500.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_2760.jpg?v=1740516901"},{"product_id":"nachtigall-auf-pflaumenbluten-梅の鳥-moroboshi-seisho-諸星成章-1870-1943","title":"Nachtigall auf Pflaumenblüten 梅の鳥 | Moroboshi Seishō 諸星成章 | 1870-1943","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eMoroboshi Seishō gehört zur Garde der zahlreichen begabten Maler, die in der vorletzten Jahrhundertwende noch einmal auf dem klassischen Erbe der ästhetisch maßgeblichen Shijō-Schule basierend, eine reiche Kunstwelt schufen. Moroboshi Seishō, ein Schüler von Kawabata Gyokushō in Tokyo, stammte aus der Präfektur Chiba. Er wurde berühmt für seine Aquarelle, die er auf ausgedehnten Reisen durch Japan geschaffen hatte. Etwas von der Frische seiner pleinair Malerei spürt man auch in diesem Bild. Pflaumenblüten sind in der Regel weiß, doch im Süden Japans gibt es auch dunkelrote Pflaumenblüten, satsumakōbai \u003cspan lang=\"EN-US\" style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\"\u003e薩摩紅梅\u003c\/span\u003e Ob Moroboshi Seishō von Tokyo bis ins südliche Satsuma (heute Kagoshima) gereist ist, um diese Blüten in natura zu sehen, ist nicht bekannt. In seiner Zeit stammten wichtige Politiker in Tokyo aus Kagoshima, und so ist es wohl möglich, dass Moroboshi in Villengärten der Politiker satsumakōbai zu sehen bekam – diese kraftvolle Blütenpracht, die das Heimweh der Satsuma-Politiker stillen sollte…\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDer erste Strich des Bildes war wohl der s-förmige dicke Ast, der das Bild durchquert. Um ihn farblich nicht allzu dominant werden zu lassen, wählte Moroboshi eine wässerige Tusche, zog den Strich dann aber sehr schnell, um vor allem an der Oberseite eine expressive Faserigkeit zu erreichen. Die Blüten tragenden dünneren Äste sind eher dunkel, fast schwarz gehalten, womit die Potenz der roten Farbe gesteigert wird. Ganz nach der klassischen Tradition der alten Shijō-Schule setzte der Maler die Blüten an die formal wichtigen Stellen in der Komposition: Sie akzentuieren das Ende eines Astes oder das Kreuzen von Zweigen, und sie bilden einen brillanten Blumen-Hof für die zarte, quicklebendige Nachtigall. Das unwiderstehliche Rot der Blüten soll aber nicht nur durch formale Aspekte und durch die wohlüberlegte Abstufung der Tuscheintensitäten, sondern auch noch durch das originale frische Blau der Montierung\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003eherausgestrichen werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e \u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"48cm x 179cm \/ Seide","offer_id":54077370270081,"sku":"131122 E3","price":1800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_2809.jpg?v=1740517933"},{"product_id":"kalligrafie-erleuchtungsschrei-katsu-喝-asahina-sogen-朝比奈宗源-signiert-mit-圓覚別峰-1881-1979","title":"Kalligrafie „Erleuchtungsschrei“ katsu 喝 | Asahina Sōgen 朝比奈宗源  signiert mit 圓覚別峰 | 1881-1979","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKatsu, was hier als „Erleuchtungsschrei“ bezeichnet wird, ist ein wichtiges physisches Element in der Zen-Mediation. Ein spontaner, lauter Ausruf sollte dem Meditierenden helfen, sich zu konzentrieren - durch eine blitzartige Muskelkontraktion der Lungen und einen akustischen Schock sollte ein geistiges Gegenwartsempfinden, das für die Meditation so wichtig ist, aufkommen. Diese Technik kam mit der Rinzai-Schule im 12. Jahrhundert nach Japan. Der Patriarch dieser Sekte, Linji Yixuan (jap. Rinzai Gigen), wird meistens in diesem Zustand des ekstatischen Schreiens dargestellt (s. Bildzitat).\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eKatsu griff in Japan in der Form von kakegoe auf viele andere Bereiche über; man kennt diese Schrei-Technik auch in den meisten Budō-Disziplinen wie Kendō, oder Kempō u.a. Im Nō-Theater wurden solche Rufe sogar in die Musiktextur einbezogen und sind essentiell für das Erreichen höchster Konzentration.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eAsahina Sōgen war ein angesehener Priester der Rinzai-Schule. Er war ein einflussreicher Autor und ist als Kalligraf berühmt. Er wählte für dieses Zeichen einen Pinsel, der im Strich borstig wirkt, um ja keine falsche Geschmeidigkeit aufkommen zu lassen, denn die Praxis und der Ausdruck von katsu ist nahe beim Animalischen, Unzivilisierten. Eleganz und virtuosen Schmiss entdeckt man in dieser Kalligrafie erst in den kleinen begleitenden Zeichen der Signatur mit seinem Priesternamen \u003cspan style=\"font-family: 'MS Gothic'; mso-bidi-font-family: 'MS Gothic';\" lang=\"EN-US\"\u003e圓覚別峰\u003c\/span\u003eEnkaku Beppō links.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003eDie Montierung ist zwar nur mit Papier gestaltet (was Zen-Mönche ohnehin mehr schätzen als Seide), aber ihre Qualität entlockt jedem Kenner von Montierungen einen Ausdruck des Entzückens. Sie ist original und könnte heute so nicht mehr neugestaltet werden. Sie hat das auch nicht nötig, denn sie ist in erstklassigem Zustand.\u003cspan style=\"mso-spacerun: yes;\"\u003e    \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"65cm x 112cm \/ Papier","offer_id":54077383442817,"sku":"160513 EE3","price":2800.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/IMG_2770.jpg?v=1740598420"},{"product_id":"tanzszene-遊女画-ukiyo-e-malerei-浮世絵-17-jh-stil-von-hikone-stellschirm","title":"Tanzszene 遊女画 | Ukiyo e Malerei 浮世絵 | 17.Jh. (Stil von Hikone Stellschirm)","description":"\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan style=\"mso-ansi-language: DE-CH;\"\u003eMalerei im Stil des \u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"JA\" style=\"font-family: 'MS Mincho'; mso-ascii-font-family: Century; mso-hansi-font-family: Century; mso-ansi-language: DE-CH;\"\u003e„\u003c\/span\u003e\u003cspan style=\"mso-ansi-language: DE-CH;\"\u003eHikone Stellschirms\u003c\/span\u003e\u003cspan lang=\"JA\" style=\"font-family: 'MS Mincho'; mso-ascii-font-family: Century; mso-hansi-font-family: Century; mso-ansi-language: DE-CH;\"\u003e“　\u003c\/span\u003e\u003cspan style=\"mso-ansi-language: DE-CH;\"\u003e(s. Bild-Zitat) ist sehr selten im Kunsthandel zu finden. Dieses Bild musste stark restauriert und vollkommen neu montiert werden. Der linear dekorative und gleichzeitig farbig expressive Stil solcher Malerei ragt aus der Kunstlandschaft des 16.\/17. Jahrhunderts heraus. Man kennt den Maler des „Hikone Stellschirms“ genauso wenig wie den Maler dieses Bildes – kein Siegel, keine Signatur. Das heißt auch, dass wir uns mit dieser Kunst nicht in den Sphären der großen Schulen von Kanō und Tosa bewegen, sondern dass wir es mit der Interieur-Gestaltung von Teehäusern und Freuden-Etablissements zu tun haben, wo das attraktive, oft erotisierte Sujet mehr gilt als ein großer Künstlername. Der männliche Gast auf diesem neuartigen Genre-Bild ist restlos fasziniert von der Tänzerin, deren Kleid aufreizend rot ist und die viel Dekolleté zeigt. \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan style=\"mso-ansi-language: DE-CH;\"\u003eRaffiniert ist die Platzierung der drei Figuren. Der farblich krass kontrastierende schwarz gekleidete Gast verschmilzt formal vollkommen mit der rot gekleideten Schultertrommel-Spielerin. Er kann sich quasi nicht aus ihrem Bereich herauslösen und ist deshalb (in seinem Sehnen wohl schmerzhaft) deutlich von der Tänzerin entfernt. \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"MsoNormal\"\u003e\u003cspan style=\"mso-ansi-language: DE-CH;\"\u003eDamit „knistert“ dieses Szene und ist repräsentativ für eine damals neu aufkommende Unterhaltungskultur, die das strikte Polizeiregime der Shogune in klar begrenzten Vergnügungsvierteln förderte, um mit Eros, Kunst und Sake junge Männer von politisch gefährlichen Aktivitäten abzulenken\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"Guignard Kyoto Collection","offers":[{"title":"64cm x 101cm \/ Papier","offer_id":54082467398017,"sku":"151013 AE4","price":2400.0,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/files\/Bild1.jpg?v=1740731974"}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0751\/3092\/9452\/collections\/istockphoto-160306622-612x612.jpg?v=1712402077","url":"https:\/\/guignard-kyoto-collection.ch\/collections\/kyoto-collection-paper-roll-scroll.oembed?page=4","provider":"Guignard Kyoto Collection","version":"1.0","type":"link"}