Guignard Kyoto Collection
Danse macabre | unbekannt (Siegel nicht entziffert) 不詳 | späte Edozeit (18./19.Jh.)
Danse macabre | unbekannt (Siegel nicht entziffert) 不詳 | späte Edozeit (18./19.Jh.)
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Diese Darstellung einer vergnüglichen Party von Skeletten und einem Liebespaar unter dem Moskitonetz entspricht dem schwarzen Humor, wie wir ihn prominent von Kawanabe Kyosai (1831-1889) kennen. Doch dieses Bild ist vermutlich älter.
Die Einstellung zum Tod und zum Leben war im Alten Japan anders als in der westlichen Welt. Der Buddhismus gibt ganz andere Antworten auf die Frage nach Leben und Tod. Ein Mensch stirbt und wird in eine andere Existenz hineingeboren. Was zurückbleibt, ist das Skelett, und nur das ist der Teil des Menschen, der noch für eine Weile an seine vergangene Existenz gebunden bleibt. Die Seele wandert in einen anderen Körper. Deshalb Skelette zu malen, die noch dieser gegenwärtigen Welt verhaftet sind, ist kein Sakrileg oder gar eine Obszönität.
Das Siegel auf diesem Bild kann nicht entziffert werden, und das Bild ist nicht signiert. Die Datierung mit „Späte Edozeit“ (d.h. spätes 18.Jh. oder frühes 19.Jh.) ist nicht wirklich verifizierbar, sondern beruht auf Annahme.
Das Bild ist komplett restauriert, doch die ursprüngliche goldene Seiden-Montierung wurde beibehalten wie auch die bronzenen Rollenaufsätze. Nur der Stoff ganz oben und ganz unten (jōge) ist neu
