Guignard Kyoto Collection
Fürstliche Jagd | Kanō Dōshun 狩野洞春 (Yoshinobu 美信) | 1747-1797
Fürstliche Jagd | Kanō Dōshun 狩野洞春 (Yoshinobu 美信) | 1747-1797
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Kanō Dōshun ist der 4. Werkstattleiter des Kanō-Ateliers in Surugadai. Die Kanō-Schule - die bedeutendste Maler-Institution Japans - hatte mehrere große Ateliers im Land, die für die Reichen und Mächtigen Aufträge ausführten und deren Residenzen mit Rollbildern, Stellschirmen und bemalten Schiebetüren ausstaffierten.
Über Dōshun wissen wir nicht viel, wie das selbst bei großen Künstlern in Japan nicht unüblich ist. Ein Glanzpunkt seiner Karriere war der Auftrag des Shoguns, einen Stellschirm als Geschenk für den König von Korea zu malen. Dōshun erhielt den Titel Hōgan, was eine der höchsten offiziellen Auszeichnungen für einen Maler bedeutete. (Er unterschrieb dieses Bild mit diesem Titel.)
Das Bild hat eine höfische Thematik. Japaner liebten das Motiv „Fürstliche Jagd der Mongolen“. Für einen Maler seiner Zeit, war ein solches Sujet reine Phantasie, die nur auf Vorbildern gründete, die ebenfalls schon vorwiegend der Phantasie entsprungen waren.
Die Malerei wirkt kostbar in den überaus feinen Details der Tierdarstellungen und akrobatischen Positionen der Jäger. Man spürt geradezu das Tempo der galoppierenden Pferde, für das mongolische Reiter berühmt waren.
Das hier verwendete Blau ist eine Farbe, die man zu Dōshuns Zeit mit der Kunst des Festlands assoziierte. Um den Zauber dieser kostbar wirkenden Farbe zur Geltung zu bringen, erhielt das Bild eine neue dunkelblaue Seidenmontierung.
Das traditionelle Motiv der Brokatbildleiste ist seizan („Blaue Berge“) – obwohl es sich um eine goldfarbige Textilie handelt, ist damit die Assoziation zum „Festländischen Blau“ des Zeltdachs und der Kostümdetails im Bild beabsichtigt.
