Zu Produktinformationen springen
1 von 7

Guignard Kyoto Collection

Raben im Herbst | Yamamoto Shunkyō 山元春挙 | 1872-1933

Raben im Herbst | Yamamoto Shunkyō 山元春挙 | 1872-1933

Normaler Preis CHF 2,400.00
Normaler Preis Verkaufspreis CHF 2,400.00
Sale Ausverkauft
inkl. MwSt. Versand wird beim Checkout berechnet
Format
Material

Yamamoto Shunkyō ist einer jener bedeutenden Künstler zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die sich über eine wohlhabende Käuferschicht freuen konnten. Er besaß eine Villa mit Atelier in Otsu, direkt am Biwasee, mit einem prachtvollen japanischen Garten. Doch es ist still geworden um Yamamoto Shunkyō, nicht weil man seine Kunst nicht schätzen könnte, sondern da er eine – heute unpopuläre – deutlich erkennbare Vorliebe hatte für große Formate und für monumentale, grandiose Formkonzepte. Shunkyō verdient aber eine Neueinschätzung, die seiner wahren Position in der japanischen Kunstgeschichte gerecht wird, denn jedes Bild, das man irgendwo in einer Auktion oder bei einem Kunsthändler findet, verblüfft oft durch seine hohe Qualität  

Dieses Bild verlangt mit seiner Länge einen Raum, dessen Decke an die 3m hoch sein sollte. (Solch hohe Zimmer hatten früher nur sehr begüterte Leute in ihren Wohnhäusern). Doch Shunkyō erfüllt dieses Format sehr wohl. Das Hauptgeschehen mit den kahlen Bäumen beansprucht etwa einen Drittel des Bildes – unten ist ein breiter Streifen weißer Schnee und über den Baumkronen tummeln sich Raben im Schneehimmel. Sie sitzen im Vordergrund auf dem prominenten Baum, drüber suchen sie in Gruppen das Weite, immer kleiner werdend sich in den Schneehimmel verlierend. Das ergibt eine Tiefendimension, die wir auch bei den Bäumen stark empfinden, die gleichsam in den dunstigen Hintergrund abrücken. Mit dieser Betonung der Bildtiefe durch Raben und Bäume wird eine natürliche Balance zur Bildhöhe erreicht.

Die Gesamtstimmung ist sofort erkennbar: es ist Winter, es gibt keine Farben, Melancholie herrscht vor mit den beiden Bäumen im Vordergrund, die isoliert schräg im Schnee stehen; sie wirken mit ihren aufstrebenden Baumkronen geradezu sehnsüchtig. Was Leben hat, sind die Raben, doch sie werden bald alle auffliegen und die öde Szene verlassen.

Vollständige Details anzeigen