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Guignard Kyoto Collection

Deckelschale mit Chrysanthemen, Herbstgräser | Urasenke Künstler, mit kao (花押) signiert | 19.Jh

Deckelschale mit Chrysanthemen, Herbstgräser | Urasenke Künstler, mit kao (花押) signiert | 19.Jh

Normaler Preis CHF 1,800.00
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Die Deckelschale gehört von ihrer Verwendung her in die Teezeremonie und ist auch von der eleganten Ästhetik dieser kunstvollen Disziplin bestimmt. Die Maki’e Lack-Technik ist vom Material und der Verarbeitung her aufwendig und kostbar. Sie ist seit dem Mittelalter (Heian-Zeit 794-1185) bekannt, wurde aber vor allem seit dem 15. Jahrhundert gepflegt und dann weiterentwickelt. Maki’e ist eine Form von Malerei: dem flüssigen Lack wird Goldstaub beigefügt. Die Menge des Staubs bestimmt die Goldintensität des gemalten Sujets. In dieser Deckelschale wurden nicht nur Gold, sondern auch andere Materialien benutzt, die eine Grau- oder Rotfärbung ermöglichten.

Das Motiv von Herbstgräsern und Chrysanthemen ist beliebt in der Maki’e - Kunst. Denn der Herbst gilt ja als die angenehmste Jahreszeit in Japan; schon nur der Anblick dieser Pflanzen evoziert Wohlbefinden bei den Japanern. Hinzu kommt, dass die Chrysantheme die Blume des Kaiserhofs ist, und das bestimmt mit einem anderen Element die Aura der Kostbarkeit des Objekts. Man benutzt solche elegante Deckelschalen für die feinen Süßigkeiten, die ein zentraler Bestandteil einer Teezeremonie sind.

Im Deckelinnern ist ein grafisches Kürzel zu sehen, das man kao nennt. Es ist eine Art Signatur, die im Mittelalter üblich war. Obwohl die Schale im 20. Jahrhundert geschaffen wurde, wollte man mit dieser Signatur die gehobene Aura von „Geschichte, Tradition, Mittelalter“ etc. evozieren.

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