Zu Produktinformationen springen
1 von 14

Guignard Kyoto Collection

Kalligrafie Triptychon „langes Leben/Jurōjin/Glück“ 寿/寿老人/福 | Kanō Tsunenobu 狩野常信 | 1636-1713

Kalligrafie Triptychon „langes Leben/Jurōjin/Glück“ 寿/寿老人/福 | Kanō Tsunenobu 狩野常信 | 1636-1713

Normaler Preis CHF 5,200.00
Normaler Preis Verkaufspreis CHF 5,200.00
Sale Ausverkauft
inkl. MwSt. Versand wird beim Checkout berechnet
Format
Material

Kanō Tsunenobu hat „blaues Blut“ der einflussreichsten Malerei-Institution Japan, der Kanō-Schule, die in vielen riesigen Ateliers fünfhundert Jahre lang die japanische Kunstgeschichte entscheidend mitformte. Sein Vater Kanō Naonobu war ein hoch angesehener Maler und sein Onkel Kanō Tanyū war mit seinem Atelier zu Beginn des 17. Jhs. gleichsam das Flaggschiff der Institution und der japanischen Malerei überhaupt.

Kanō Tsunenobu ging als 15-jähriger zu seinem Onkel in die Lehre, da sein Vater bereits 1650 starb. Doch damit war auch Tunenobus Karriere gesichert - sie brachte ihm höchste Titel und Auszeichnungen ein. Auf Wunsch des Kaisers führte er sogar im kaiserlichen Palast, in der Halle Shishinden, Malereien aus.

Dieses Triptychon zum Neujahr zeigt in der Mitte eine Darstellung des Glücksgottes Jurōjin, einem der Sieben Glücksgötter Japans. Er ist ein alter weiser Mann, der als Symbole den tausend Jahre alt werdenden Kranich zur Seite hat und sich auf den Rücken eines heiligen weißen Hirsches stützt. In diesem Bild lernen wird Tsunenobu als Beherrscher der Form kennen: Die Dreiergruppe ist elegant und mühelos einer harmonischen Kreisform einbeschrieben. Die beiden Kalligrafie-Bilder, die den Glücksgott einrahmen, sind traditionelle  Kalligrafie-Variationen der zwei Gratulations-Zeichen „Glück“ und „Langlebigkeit“ 寿 (hier in der alten Form ). Je hundert Abwandlungen werden präsentiert, die teilweise nur eine sehr schwierig nachvollziehbare formale Beziehung zum Grundzeichen haben. Da wir hier zwei Bilder mit der Sammlung von hundert Variationen vor uns haben, können wir erkennen, dass sie in der Abfolge parallel entwickelt wurden. Sammlungen von Zeichen-Variationen wurden vermutlich in der späten Han-zeit in China erfunden, haben dann aber bereits in der Tang-Zeit (618-907) eine ausgereifte Form erreicht.

Vollständige Details anzeigen